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Erwin
Spuler (1906 - 1964), der zunächst an der Kunstgewerbeschule
in Stuttgart, dann von 1923 - 1929/30 an der Badischen Landeskunstschule
in Karlsruhe bei Georg Scholz und Ernst Würtemberger studierte
und Meisterschüler von Walter Conz war, trat 1931 in die Dienste
der Karlsruher Majolika-Manufaktur. Ihr blieb er bis zu seinem Tod verbunden.
Seine ersten für die Manufaktur gestalteten Arbeiten sind Bild-
und Relieffliesen, die zum Teil in hoher Auflage hergestellt wurden.
Daneben entstanden, meist als Einzelstücke, Kleinplastiken.

Drei Frauen
Seit 1933 arbeitete Spuler auch als Baukeramiker. Sein bevorzugtes Motiv
sind weibliche Akte, anfangs in der Nachfolge des französischen
Impressionismus, die sich bei den für die Öffentlichkeit bestimmten
Arbeiten in den späten dreißiger Jahren dem offiziell propagierten
Schönheitsideal annähern. Daneben entstanden im privaten Bereich
auch Keramiken, die auf eine kontinuierliche Auseinandersetzung mit
Kollegen und Kunsttendenzen schließen lassen, die der nationalsozialistischen
Kulturideologie als entartet galten.

Nach dem Krieg wandte Spuler sich auch der Gefäßkeramik,
hauptsächlich Vasen und Pflanzenschalen, zu, löste sich aber
schon bald von der reinen Gebrauchsform zugunsten frei gestalteter künstlerischer
Objekte.
Der darin sichtbar werdende Stilwandel zeigt sich auch in seinen bemalten
Platten, bei denen er nicht zuletzt Einflüsse von Klee und Picasso
verarbeitete. Einen wichtigen Zweig seiner Tätigkeit stellt weiterhin
die Baukeramik dar, neben großen Wandbildern sind es vor allem
zahlreiche Brunnen für private und öffentliche Bauten, die
teils individuell gestaltet, teils in Serie hergestellt wurden.

Engel mit Laute
Wandel und Vielfalt seines keramischen Schaffens stelt die Ausstellung
im Majolika-Museum dar. Die Keramik betrifft allerdings nur einen Teil
seiner umfangreichen künstlerischen Produktion. Seiner Ausbildung
nach war Erwin Spuler Maler und Grafiker. Diesem bedeutenden Teil seines
Werks widmete Städtische Galerie eine Ausstellung, die allerdings
schon beeendet ist.
Ein
reich bebilderter
Katalog zeigt sein keramisches Werk (62 Seiten, 14 €).
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09.12.2001 - 24.02.2002
Verlängert
bis 4.8. 2002
Museum in der
Majolika-Manufaktur,
Ahaweg 6,
76131 Karlsruhe
Öffnungszeiten:
Di - So 10 - 13 Uhr,
14 - 17 Uhr
Eintritt frei
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