Martha Katzer (1897 - 1946) war von 1922 bis in die vierziger Jahre für die Karlsruher Majolika-Manufaktur tätig. Sie begann zunächst als Malerin im Atelier von Ludwig König. 1926 trat sie erstmals mit eigenen Arbeiten in Erscheinung. Die Gefäße tragen ein charakteristisches Muster aus breiten Farbstreifen und feinen Linien in Unterglasurmalerei. Da man über Martha Katzers Ausbildung und ihren künstlerischen Werdegang bis dahin wenig weiß, ist dieses Auftreten mit in Form und Dekor sicheren Arbeiten in großer Zahl bemerkenswert.
Von diesem Zeitpunkt an bestimmt ihre Entwurfstätigkeit einen Großteil der Serienproduktion der Manufaktur. Ende der 20er Jahre ist sie maßgeblich für die in diesem Zeitraum wichtige Dekorart des schablonierten Spritzdekors zuständig, der es ermöglichte, der Forderung nach qualitätvoller, preiswerter Massenware gerecht zu werden.



Neben solchen in hoher Auflage hergestellten Produkten behielt für die Majolika-Manufaktur immer auch das individuell gefertigte Einzelstück Bedeutung. Eine besondere Rolle spielten in dieser Hinsicht die Edelkeramiken, die erstmals 1931 auf der Ausstellung zum dreißigjährigen Bestehen der Manufaktur vorgestellt wurden. Die Formen der frei gedrehten Vasen stammen von Martha Katzer, die raffinierten Glasuren wurden von Gerda Conitz entwickelt. 1937 wurde den Edelkeramiken auf der Pariser Weltausstellung ein Grand Prix verliehen.
Seit Anfang der 40er Jahre war Martha Katzer nicht mehr produktiv für die Manufaktur tätig. Ihre Entwürfe wurden jedoch weiterhin und bis weit über ihren Tod hinaus hergestellt.

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15. 7. - 18. 11. 2001

Museum in der
Majolika-Manufaktur
Ahaweg 6,
76131 Karlsruhe

Öffnungszeiten:
Di - So 10 - 13 Uhr,
14 - 17 Uhr

Eintritt frei