9.5. – 15.9. 2002 im Schloss

Finissage am 15.9. von 10 bis 18 Uhr
Abendveranstaltung um 18 Uhr 30

 

11 Uhr im Gartensaal Matinee:
Lesung "Grenzen überwinden ... "
Textcollage von und mit Rita Fromm und Dr. Françoise Hammer
     
12 bis
17 Uhr
in der
Ausstellung
Stündliche eine 60-minütige Führung zu den Highlight-Objekten der Jubiläumsausstellung und dre Sammlungsausstellung "Baden und Europa von 1918 bis heute"
 
  Einrtritt incl. Ausstellung, Führung und Matinee:
€ 4,-- / erm. € 3,-- (10 bis 18 Uhr)
     
18 Uhr 30 im Gartensaal Kochgeschichten
Die Schauspielerin Ursula Cantieni
liest aus ihrem neuesten Buch "Kochgeschichten".
Veranstaltet in Zusammenarbeit mit dem G.Braun Buchverlag
     
  Eintritt: € 5,--
(Karten sind ab sofort an der Kasse im Schloss erhältlich)


Matinee:

11 Uhr, Gartensaal
Grenzen überwinden ...

Neue Begegnungen mit Annette Kolb, René Schickele, Elly Heuss-Knapp, Louise Weiss

  Die Collage wurde von Rita Fromm und Françoise Hammer für das Begleitprogramm "Baden und Europa im 20. Jahrhundert" des Badischen Landesmuseums Karlsruhe anlässlich der Jubiläumsausstellung zum 50. Geburtstag Baden-Württembergs 2002 konzipiert.

Sie werden musikalisch begleitet mit Klängen der 1920er Jahre aus einem Orchestrion der Sammlung des Museums Mechanischer Musikinstrumente in Bruchsal.

Dr. Françoise Hammer Rita Fromm
Sprachwissenschaftlerin, freiberufliche Dozentin der Erwachsenenbildung   freiberufliche Dozentin
der Erwachsenenbildung

Die Autoren:

Annette Kolb, 1870-1967,
der Vater ein bayrischer Gartenarchitekt, die Mutter eine französische Pianistin, legten die Wurzeln für Annettes Binationalität. Die Ver-ständigung zwischen Deutschen und Franzo-sen war für sie ein existentielles Anliegen, das sie in zahlreichen schriftstellerischen Arbeiten über die französische und deutsche Mentalität, die europäische Situation nieder-schreibt, so u.a. 1916 in "Briefe einer Deutsch-Französin".
In dem 1929 veröffentlichten Buch "Versuch über Briand" porträtiert sie den Politiker und Friedensnobelpreisträger. In den 1920er Jahren war sie eine vielbeachtete Autorin. Ebenso wie Louise Weiss, erhielt sie nach dem Zweiten Weltkrieg höchste Ehrungen und Auszeichnungen für ihren lebenslangen Einsatz für die deutsch-französische Aussöhnung.
  René Schickele, 1883-1940,
zählte Anfang des 20. Jahrhunderts zu den bekanntesten Schriftstellern im deutsch-sprachigen Raum, in Opposition zum Wilhelminischen Kaiserreich. "...geboren und aufgewachsen im himmlischen Garten der Qual zwischen Rhein und Vogesen", wie er selbst sagte, lebte und arbeitete er als Elsässer, überzeugter Pazifist, Europäer, politisch engagierter Journalist und Schriftsteller. Während des ersten Weltkriegs gibt er in der Schweiz eine der führenden pazifistischen Zeitschriften, "Weiße Blätter", heraus.
1919 als "citoyen français und deutscher Dichter" lässt er sich zeitweise in Badenweiler nieder. Trotz französischer Staatsangehörig-keit wird er 1926 in die Preußische Akademie der Künste aufgenommen, und 1933 ausge-schlossen. 1932 floh er aus Deutschland und führte ein Exilleben. In Vence verstarb er.

     
Elly Heuss-Knapp, 1881-1952,
gebürtige Straßburgerin, aber Alt-Deutsche, wie sie und ihre Familie sich fühlten, nahm sich ihren Vater, Professor für Volkswirt-schaftslehre, zum Vorbild und studierte in diesem Fach in Straßburg und Berlin. Eine "Bürgerkunde und Volkswirtschaftslehre für Frauen" gab sie 1911 heraus.
Albert Schweizer (einer ihrer Freunde aus dem Straßburger "Radelklub"), Friedrich Naumann, Theologe und liberaler Politiker - Theodor Heuss, ihr Ehemann und erster Bundespräsident - sowie Alice Salomon, Vorkämpferin für soziale Frauenberufe, prägten ihr Leben. Als Abgeordnete des deutschen Reichstages und nach dem Zweiten Weltkrieg im Stuttgarter Landtag setzte sie sich mit den politischen Geschehnissen auseinander und besonders für sozialpolitische Belange ein. 1950 gründete sie die Elly-Heuss-Knapp-Stiftung des Deutschen Müttergenesungswerkes.
  Louise Weiss, 1893-1983,
eine der großen Europäerinnen des 20. Jahr-hunderts, ihr Elsässertum und Engagement für den Frieden und die europäische Einigung verbindet sie mit René Schickele, Elly Heuss-Knapp und Annette Kolb. Sie entstammt einer jüdischen, über Europa weitverzweigten Familie. Gymnasiallehrerin, Journalistin und Publizistin der Zeitschrift "L'Europe Nouvelle", Teilnehmerin internationaler Friedenskonfe-renzen und von Sitzungen des Völkerbundes. Mit Aristide Briand setzte sie sich für eine Annäherung zwischen Frankreich und Deutschland im Rahmen einer europäischen Einheit ein. Gründerin der "Ècole de la Paix" und der Fondation "Förderung der europäischen Einheit." Ihr Einsatz für Europa fand seinen Höhepunkt in der Wahl zur Abgeordneten des Europäischen Parlaments 1979.
     

Kochgeschichten
18 Uhr 30 im Gartensaal
5 € Eintritt


  Zusammen mit dem G.Baun Buchverlag präsentiert das Badische Landesmuseum die Schauspielerin Ursula Cantieni, bekannt als "Johanna" in der erfolgreichen SWR-Fernsehserie "Die Fallers". Sie vertritt als Botschafterin das Land Baden-Württemberg auf der schweizerischen Expo 02. Grenzgängerisches und Brückenschlagen gehören fest zu ihrer Person, und so hat sie jetzt ein "grenzüberschreitendes" Kochbuch geschrieben.

Es ist ein Kochbuch der besonderen und sehr persönlichen Art. Ursula Cantieni konnte dafür auf einen außergewöhnlichen Familienschatz zurückgreifen: die handschriftlichen Kochbücher ihrer Urgroßmutter, Großmutter und Mutter.

Mit diesem einmaligen Fundus und ihren eigenen Rezepten nimmt sie die Leser mit auf eine kulinarische Zeitreise durch vier Generationen. 85 einfache bis raffinierte Gerichte stellt die Autorin vor, der weit gespannte Bogen reicht von der italienischen über die bündnerische und französische bis hin zur deutschen Küche.
   


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