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Pressestimmen
... Nichtsdestotrotz geht die Rechnung auf, mittels
der Schaustücke Interesse zu wecken und den Betrachter in die
Gründe und Abgründe historischer Entwicklungen zu locken.
(...)
Man stößt auf politische, soziologische, dynastische,
literaur- und kunstgeschichtliche Hinweise, und selbst die Freunde
alter Kfz-Kennzeichen kommen auf ihre Kosten: An einer Wand finden
sich all die alten Nummernschilder, die 1973 der Kreisreform zum
Opfer fielen, BR und BH inklusive.
Badische Neueste Nachrichten, 8.05.02
...
Mit 100 Sachen durch die Landesgeschichte" - der hintersinnig-doppeldeutige
Arbeitstitel der Ausstellung (...) hatte allein schon Pfiff. Und
die Schau (...) präsentiert sich nun in der Tat als pfiffiges
Panoptikum - so lehrreich wie amüsant, so unterhaltend wie
nachdenkenswert.(...)...
Also doch der Vesuch einer verkrampften Identitätsstiftung
für ein auf dem Reißbrett entworfenes Nachkriegs-gebilde?
Die kluge Auswahl der Exponate mit ihrer die Regionen kreuz und
quer übergreifenden Wirkungs-geschichte beweist das Gegenteil.
Von einem gemeinsamen Kulturraum über die Jahrhunderte zu sprechen,
ist keine Schimäre. Und in diesem Raum wuchsen Denk- und Handlungsmuster,
die heute auch den gemeinsamen Rückblick möglich machen.
(...)
Schwäbische Zeitung, 10.05.02
... Es sind 100 Ausstellungspbjekte, eine Art historischer
Nummernrevue: mal repräsentativ wie die württember-gische
Königs- und die badische Großherzogskrone, mal kurios
wie der "Pharao vom Bodensee" aus Stuttgarter Kriegsschutt,
der in der Meersburger Hafenmole verbaut worden war.
Die 100 Dinge erzählen je eine Geschichte. In der Summe gibt
dies gewiss keine geschlossene Landesgeschichte, es bleibt beim
Bilderbogen, beim "Potpourri", wie es der Chef des Badischen
Landesmuseums, Harald Siebenmorgen, nennt. Darum gibt es Fehlstellen.
Und darum ist ja die Sammlung der sieben typischen Dinge am Ende
der Ausstellung nur als Provokation an die Besucher gedacht, nachzudeneken,
was sie an weiteren wichtigen "Sachen" vermisst haben
- und an die dazugehörigen Geschichten.(...)
Badische Zeitung, 10.05.02
"(...) So zeigt sich die Landesausstellung als
bunte Mischung von historisch Interessantem, von anekdotisch Anregendem
oder schlichtweg Kuriosem: Ein Flickenteppich eben, der schon durch
seine Konzeption keine Gesamtschau der Geschichte der vergangenen
1200 Jahre des deutschen Südwestens sein will. (...)"
Pforzheimer Zeitung, 11.05.02
... Viele Ausstellungstücke im Karlsruher
Schloss sind so assoziatv gestaltet, bewusst wurden sie manchmal
auf einen Sockel gestellt wie die Brunnenfigur aus Rottweil. Glücklich
wurde auch der Begleittext im Katalog und in der Ausstellung selbst
eher knapp, aber doch sehr informativ gehalten, es gibt viel Platz
für Überraschungen und eigene Gedanken.(...)"
Mit 100 Sachen durch die
Landesgeschichte" hört sich an wie ein etwas zu flottes
Motto für eine doch immerhin vielhundertjährige Geschichte.
Ist es aber nicht, denn diese hundert Sachen zeigen, wie facettenreich
die Landesgeschichte ist, wie unterschiedlich man sie lesen kann,
wie viel man entdecken kann.(...)
Badisches Tagblatt,14.05.02
... Und gleich geht es los mit
dem Klosterleben und geht es weiter mit zwei großförmigen
Exponaten, wie sie typisch sind für die munteren Absichten
der Ausstellungsmacher mit dem Publikum. Man wird von einer Attraktivität
und Merkwürdigkeit angezogen und fragt sich, was das Stück
bedeuten soll. (...)
... Stolz wie ein kleiner Thron steht der Regiestuhl des Choreografen
John Cranko in dieser Ausstellung, die so kurzweilig ist, dass auch
die Zeit mit 100 Sachen vergeht. (...)
Südwestpresse,
18.05.02
... "Mit hundert Sachen
durch die Landesgeschichte ist der Titel, und wer wäre nicht
vergnügt ob seiner wunderbaren Mehrdeutigkeit. (...)
Im Badischen Landesmuseum
hat man die hundert Sachen in einem einzigen Raum verstaut. Das
gelang, weil man sie in einer vielkurvigen Schlangenlinie angeordnet
hat; un dnun erweist es sich, daß mehrdeutige Formu-lierungen
auch immer auf den Erfinder zurückfallen können. Es besteht
hier weniger die Gefahr, daß man in einer Kurve aus der Bahn
geworfen wird. (...)
Immerhin, falls man beabsichtigt hatte, körperlich erfahrbar
zu machen, welch ungeheure Fülle von Geschichte sich auf dem
kleinen Territorium Baden-Württembergs ereignet hat, dannist
dies zweifellos gelungen. (...)
Frankfurter Allgemeine
Zeitung, 23.05.02
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