9.5. – 15.9. 2002 im Schloss

 

Pressestimmen


... Nichtsdestotrotz geht die Rechnung auf, mittels der Schaustücke Interesse zu wecken und den Betrachter in die Gründe und Abgründe historischer Entwicklungen zu locken. (...)
Man stößt auf politische, soziologische, dynastische, literaur- und kunstgeschichtliche Hinweise, und selbst die Freunde alter Kfz-Kennzeichen kommen auf ihre Kosten: An einer Wand finden sich all die alten Nummernschilder, die 1973 der Kreisreform zum Opfer fielen, BR und BH inklusive.

Badische Neueste Nachrichten, 8.05.02


... Mit 100 Sachen durch die Landesgeschichte" - der hintersinnig-doppeldeutige Arbeitstitel der Ausstellung (...) hatte allein schon Pfiff. Und die Schau (...) präsentiert sich nun in der Tat als pfiffiges Panoptikum - so lehrreich wie amüsant, so unterhaltend wie nachdenkenswert.(...)...

Also doch der Vesuch einer verkrampften Identitätsstiftung für ein auf dem Reißbrett entworfenes Nachkriegs-gebilde? Die kluge Auswahl der Exponate mit ihrer die Regionen kreuz und quer übergreifenden Wirkungs-geschichte beweist das Gegenteil. Von einem gemeinsamen Kulturraum über die Jahrhunderte zu sprechen, ist keine Schimäre. Und in diesem Raum wuchsen Denk- und Handlungsmuster, die heute auch den gemeinsamen Rückblick möglich machen. (...)

Schwäbische Zeitung, 10.05.02


... Es sind 100 Ausstellungspbjekte, eine Art historischer Nummernrevue: mal repräsentativ wie die württember-gische Königs- und die badische Großherzogskrone, mal kurios wie der "Pharao vom Bodensee" aus Stuttgarter Kriegsschutt, der in der Meersburger Hafenmole verbaut worden war.
Die 100 Dinge erzählen je eine Geschichte. In der Summe gibt dies gewiss keine geschlossene Landesgeschichte, es bleibt beim Bilderbogen, beim "Potpourri", wie es der Chef des Badischen Landesmuseums, Harald Siebenmorgen, nennt. Darum gibt es Fehlstellen. Und darum ist ja die Sammlung der sieben typischen Dinge am Ende der Ausstellung nur als Provokation an die Besucher gedacht, nachzudeneken, was sie an weiteren wichtigen "Sachen" vermisst haben - und an die dazugehörigen Geschichten.(...)

Badische Zeitung, 10.05.02


"(...) So zeigt sich die Landesausstellung als bunte Mischung von historisch Interessantem, von anekdotisch Anregendem oder schlichtweg Kuriosem: Ein Flickenteppich eben, der schon durch seine Konzeption keine Gesamtschau der Geschichte der vergangenen 1200 Jahre des deutschen Südwestens sein will. (...)"

Pforzheimer Zeitung, 11.05.02



... Viele Ausstellungstücke im Karlsruher Schloss sind so assoziatv gestaltet, bewusst wurden sie manchmal auf einen Sockel gestellt wie die Brunnenfigur aus Rottweil. Glücklich wurde auch der Begleittext im Katalog und in der Ausstellung selbst eher knapp, aber doch sehr informativ gehalten, es gibt viel Platz für Überraschungen und eigene Gedanken.(...)"
Mit 100 Sachen durch die Landesgeschichte" hört sich an wie ein etwas zu flottes Motto für eine doch immerhin vielhundertjährige Geschichte. Ist es aber nicht, denn diese hundert Sachen zeigen, wie facettenreich die Landesgeschichte ist, wie unterschiedlich man sie lesen kann, wie viel man entdecken kann.(...)

Badisches Tagblatt,14.05.02


... Und gleich geht es los mit dem Klosterleben und geht es weiter mit zwei großförmigen Exponaten, wie sie typisch sind für die munteren Absichten der Ausstellungsmacher mit dem Publikum. Man wird von einer Attraktivität und Merkwürdigkeit angezogen und fragt sich, was das Stück bedeuten soll. (...)
... Stolz wie ein kleiner Thron steht der Regiestuhl des Choreografen John Cranko in dieser Ausstellung, die so kurzweilig ist, dass auch die Zeit mit 100 Sachen vergeht. (...)

Südwestpresse, 18.05.02


... "Mit hundert Sachen durch die Landesgeschichte ist der Titel, und wer wäre nicht vergnügt ob seiner wunderbaren Mehrdeutigkeit. (...)
Im Badischen Landesmuseum hat man die hundert Sachen in einem einzigen Raum verstaut. Das gelang, weil man sie in einer vielkurvigen Schlangenlinie angeordnet hat; un dnun erweist es sich, daß mehrdeutige Formu-lierungen auch immer auf den Erfinder zurückfallen können. Es besteht hier weniger die Gefahr, daß man in einer Kurve aus der Bahn geworfen wird. (...)
Immerhin, falls man beabsichtigt hatte, körperlich erfahrbar zu machen, welch ungeheure Fülle von Geschichte sich auf dem kleinen Territorium Baden-Württembergs ereignet hat, dannist dies zweifellos gelungen. (...)

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.05.02



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