Beutestücke aus den Türkenkriegen des 16. bis 18. Jahrhunderts sind auf vielerlei Wegen in weltliche und geistliche Schatzkammern, in Sammlungen und Bibliotheken in ganz Europa gelangt. So gibt es die Wien und Budapest, in Krakau und Moskau, in Dresden, München und Karlsruhe. Der Karlsruher „Türkenbeute“ kommt in diesem Rahmen ein hervorragender Rang zu.
Die Trophäensammlung verdankt ihre Entstehung der erfolgreichen Teilnahme badischer Markgrafen an den Türkenkriegen. Vor allem ist sie mit dem Namen des Markgrafen Ludwig Wilhelm von Baden-Baden verbunden, dessen Siege über die Türken im Jahrzehnt nach der Befreiung Wiens 1683 ihn als “Türkenlouis“ berühmt und volkstümlich gemacht haben.
Nahezu 400 Gegenstände haben sich bis heute erhalten. Sie, ihre Geschichte und die historischen Hintergründe sind im
„Virtuellen Museum“ detailliert dokumentiert.