Seit dem Entstehen technikgeschichtlicher Museen wird auch das Phänomen der automatischen Musikwiedergabe kulturgeschichtlich und museal aufgearbeitet. Seit dem Jahr 1984 besitzt das Badische Landesmuseum im Bruchsaler Schloss eine Außenstelle, in der die Sammlung mechanischer Musikautomaten des Unternehmers Jan Brauers ausgestellt wird. 2003 wurde das "Museum Mechanischer Musikinstrumente" in "Deutsches Musikautomatenmuseum" umbenannt. Anlass war die wesentliche räumliche und inhaltliche Erweiterung, nachdem die Privatsammlung von Jens Carlson 2002 angekauft wurde.
Die über 500 Exponate geben einen umfassenden Überblick über die Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte der selbstspielenden Musikinstrumente. Sie dokumentieren die wichtigsten Herstellungszentren von Musikautomaten, wobei der Schwarzwald im Mittelpunkt steht. Ausgehend vom ersten automatischen Musikwerk, dem Kuckucksruf in der Uhr, über die Flötenuhren mit ihren Orgelwerken bis hin zu den großen Orchestrien und technisch hochwertigen Reproduktionsklavieren bringt die Dauerausstellung die Geschichte der mechanischen Musik auf unterhaltsame Weise nahe. Einzelne Instrumente genießen legendären Ruf, wie etwa der selbstspielende Flügel aus dem Besitz Konrad-Adenauers oder die für die "Titanic" vorgesehene Welte-Orgel.
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