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Provenienzforschung

im Badischen Landesmuseum

Seit Januar 2010 betreibt das Badische Landesmuseum intensiv Provenienzforschung. Mit Fördermitteln der „Arbeitsstelle Provenienzforschung“ in Berlin und des Landes Baden-Württemberg wird die Herkunft von Objekten untersucht, die seit den 1960er-Jahren aus dem „Zentralfonds für die Anschaffung von Spitzenwerken der Kunst für die staatlichen Kunstsammlungen“ erworben wurden. Dabei klärt das Museum insbesondere, ob es sich um NS-verfolgungsbedingt entzogenes Kulturgut jüdischer Vorbesitzer handelt.

Aus dem Zentralfonds finanzierte Werke werden meist aus dem Kunst- und Auktionshandel oder von Privatpersonen gekauft. Traditionell wird im Erwerbungsverfahren lediglich der unmittelbare Voreigentümer abgefragt, während frühere Besitzverhältnisse keine Rolle spielen. Die Provenienzforschung soll helfen, Kunstwerke im Besitz staatlicher Museen hinsichtlich ihrer Herkunft eindeutig zu bestimmen. Aus heutiger Sicht unrechtmäßige Erwerbungen sollen benannt sowie Rechts- und Besitzverhältnisse geklärt werden.
 
www.arbeitsstelle-provenienzforschung.de  





Ansprechpartner


Dr. Katharina Siefert
Referat Dokumentation
Tel. 0721-926-6546

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Gemeinsame Erklärung