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Geschichte des Museums

Von der Gründung bis heute

Karlsruhe ist eine Neugründung der Markgrafen von Baden-Durlach, die ab 1715 eine neue Residenz in der oberrheinischen Ebene anlegten. Damit folgten sie - nach dem Vorbild von Versailles - anderen barocken Fürsten, die ihre alten Residenzen auf Anhöhen oder in beengten Städten verließen und sich mit Schlössern und Stadtgründungen, deren Grundrisse großzügig gestaltet wurden, im Flachland neu ansiedelten. Die Planstadt mit dem Schloss im Mittelpunkt der barocken Stadtanlage gilt als perfektes Bild des absolutistischen Herrschaftssystems.

Nach den Epochen des absolutistischen Stadtgründers Karl Wilhelm, der 1738 starb, und des aufgeklärten Absolutismus seines Enkels Karl Friedrich (Regierungszeit 1756 - 1811) behielten Karlsruhe und das Schloss auch im 19. Jahrhundert ihre zentralörtliche Bedeutung. Nach dem Scheitern der Revolution von 1848/49, die mit dem Namen Friedrich Hecker eng verbunden ist, blieben die Großherzöge bis zum Ende des Ersten Weltkrieges die Herrscher über Baden.

Am 22. November 1918 verzichtete Großherzog Friedrich II. für sich und sein Haus auf den Thron. Das Schloss wurde mit Teilen seines Inventars vom badischen Staat übernommen und als Sitz eines kulturgeschichtlichen Museums bestimmt. Seit 1919 hat das Badische Landesmuseum seinen Sitz in den Mauern des Schlosses.     






Das Schloss kurz nach der Gründung des Badischen Landesmuseums. Foto: BLM