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Kein Haus für alle

Begegnungen von Kulturen

Seit dem 2. Juni ist ein ungewöhnliches Objekt im Zentrum Karlsruhes zu sehen: Ein Haus aus Stahlmatten, umflochten mit Absperrband steht vor dem Schloss.

Kein Haus für alle ist das Motto der Aktion, die für das Haus verantwortlich ist. Die Karlsruher Künstlerinnen Bernadette Hörder und Ulrike Israel haben seit 2016 mit Geflüchteten an diesem Haus gearbeitet. Das Ergebnis ist ein symbolträchtiges Kunstwerk: Obwohl ein Haus an sich offen sein und zum Betreten einladen soll, macht das Absperrband dies zunichte. Die Geflüchteten, die gerade ihre Heimat verlassen mussten, kämpfen gegen die Orientierungslosigkeit und für eine neu gewonnen Identität. Mit „Kein Haus für Alle“ möchten sie die Gesellschaft zu mehr Offenheit aufrufen.

Zur Eröffnung am 2. Juni auf dem Schlossplatz und anschließend in der Ausstellung WeltKultur / GlobalCulture des Badischen Landesmuseums kamen etwa 60 Personen. Es sprachen unter anderem Gerlinde Hämmerle, Regierungspräsidentin a. D. und Vorsitzende des Vereins Freunde des Badischen Landesmuseums e. V., Pfarrer Dirk Keller und die Leiterin des Kulturamtes Karlsruhe Dr. Susanne Asche.