Freaks of nature. Susanne Ring

Bizarr und gespenstisch wirken die Figuren. Doch sind zweiköpfige Körper, starre Augen, absonderlich geformte oder gar fehlende Extremitäten keineswegs „Kunstfehler“: In ihren aktuellen Plastiken setzt sich die Künstlerin, die seit 2009 eine Vertretungsprofessur an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden im Bereich Keramik hat, mit Fragen der menschlichen Existenz und insbesondere mit dem Thema Paarbeziehung auseinander.
So banal dies klingen mag, ihre Plastiken sind es nicht: Susanne Ring verwandelt Keramik spontan und assoziativ unter dem Eindruck eigener Erlebnisse. In diesem Prozess findet sie einen Weg, uns unsere eigene Zerbrechlichkeit und Verletzlichkeit, unser Leben im Wandel drastisch, aber auch versöhnlich vor Augen zu führen.



Die Keramiken von Susanne Ring selbst sind nie statisch. Sie arrangiert ihre Figuren im Dialog mit dem Raum immer wieder zu neuen Ensembles, oft in Kombination mit anderen Materialien.
Das Keramikmuseum Staufen zeigte bereits 2004 Susanne Rings figürliche Keramikarbeiten in Auseinandersetzung mit Elisabeth Winter-Bonns Tonplastiken.
Die jetzige Ausstellung gibt als Retrospektive einen Überblick über das vielseitige Werk der Berliner Künstlerin seit den 1990er Jahren.

Zur Ausstellung erschien ein reich bebilderter Katalog mit Texten von Harald Siebenmorgen und Jacqueline Maltzahn-Redling.

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Öffnungszeiten

04.02. - 10.06.2012
Mi - Sa 14 - 17 Uhr
So 11 - 13 Uhr und 14 - 17 Uhr

Keramikmuseum Staufen
Wettelbrunner Str. 3
79219 Staufen i.Brsg.
keramikmuseum-staufen@t-online.de