Missgeschicke

Miteinander verbackene und in sich zusammengesunkene Gefäße, Risse, verlaufene Glasur, Blasen und Löcher – dies sind nur einige der möglichen Produktionsfehler bei Keramik. Die Ausstellung zeigt historische und zeitgenössische Beispiele so genannter Fehlbrände und erläutert deren Ursachen.



Zwei Teller, Irdenware, Thailand, Sukothai, um 1400
Beide Teller sind aufgrund zu hoher Brenntemperatur fest miteinander verbacken.
Hetjens-Museum Düsseldorf


Töpfer und auch Manufakturen haben über viele Jahrhunderte auf der Basis von Erfahrungswerten gearbeitet. Immer wieder gab es hohe Ausschussquoten. Dies änderte sich erst durch die Entwicklung der keramischen Wissenschaften gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Doch auch heute noch, im Zeitalter hochempfindlicher Messgeräte, reinster Rohstoffe und wissenschaftlich fundierter Erkenntnisse bleiben Überraschungen bei der Herstellung von Keramik nicht aus. Wie die präsentierten Beispiele zeigen, haben Fehlbrände jedoch häufig auch ihren eigenen ästhetischen Reiz. Zudem entwickelten sich aus zufällig entstandenen Fehlern immer wieder neue Dekore und Verarbeitungsformen.

Die Ausstellung wurde vom Hetjens-Museum – Deutsches Keramikmuseum Düsseldorf übernommen und im Keramikmuseum Staufen um einige regionale Exponate ergänzt.
Kuratorin der Ausstellung ist Dr. Sally Schöne,
Museum August Kestner, Hannover

 

Weitere Informationen zu
dieser Sonderausstellungen des BLM 
erhalten Sie auch in der Außenstelle Südbaden:
Hauptstraße 11
79219 Staufen
Tel.: 07633/806450
Fax: 07633/80645-25
elisabeth.haug@landesmuseum.de






Kleine Exponatauswahl "Missgeschicke"





12. Februar – 30. November 2016

 


Bild

Zwei Vasen, Holzbrand mit Ascheanflugglasur
Horst Kerstan, Kandern, um 1980
Nicht geplant war der Doppelvaseneffekt. Die Vasen sind im Ofen übereinander gerutscht und miteinander verbacken.
Foto: BLM