Tee und Blätter - Die Kunst des Raku

Die Natur wahrnehmen, aufnehmen und eins mit ihr werden, dies möchte Nani Champy bei der Gestaltung ihrer Schalen. Sie dreht sie nicht, sondern baut sie auf, weil sie sich dabei unmittelbar mit dem Ton und der Natur verbunden fühlt. Nicht Gefäße im Allgemeinen, sondern nur Schalen sind der Keramikerin wichtig, die seit über 25 Jahren in Frankreich lebt. Sie hat sich auf die Raku-Technik spezialisiert, denn diese Art des Brennens bietet so viele Möglichkeiten. Ihre Liebe gilt dem Raku, ihre Leidenschaft den Glasuren und Engoben, mit denen sie Farben und Strukturen auf ihre Arbeiten bringt. Sie sollen den Betrachter in ihren Bann ziehen, Emotionen wecken, Erinnerungen an ein Naturereignis wie einen kalten Wintermorgen oder einen eben frisch ergrünten Baum wachrufen.

 


                          
Es ist das Spontane, Schnelle und Intensive, das Nani Champy beim Raku-Brand fasziniert, entspricht es doch ganz ihrem Temperament. Ihre Glasuren sollen aufbrechen, abperlen, sich zusammenziehen, aufreißen. Sie schätzt das, was gemeinhin als Glasurfehler betrachtet wird, denn dadurch erlangen ihre Schalen Individualität und Lebendigkeit. Über ihre Arbeit sagt sie: „Es ist ein mit großem Ernst betriebenes Spiel.“



 





Teeschalen
©Foto FKM


21. August bis 4. Oktober 2015


großer schwarzer Topf
©Foto FKM