Christiane Wilhelm

12.Oktober - 25.November 2012

 

Christiane Wilhelm hat sich ausschließlich der Entwicklung ästhetisch anspruchsvoller Gefäße verschreiben. Sie sind perfekt gedreht, klassisch streng in der Form und zeichnen sich durch eine subtile Oberflächengestaltung aus. Der funktionale Charakter drängt sich bei ihren Vasen und Schalen nicht auf. Vielmehr erhebt sie eine edle Materialwirkung gleichsam zu Luxusprodukten. Auf den ersten Blick mag man die meisten Arbeiten gar nicht für Keramiken halten. Eisenschwarze, bronzegrüne, goldene oder silberne Oberflächen lassen an Metallformen erinnern, zumal sie sehr dünnwandig sind und häufig kantig umbrechen. Einige Modelle weisen eine Affinität zu japanischen Lackarbeiten, Perlmut, Naturstein oder Beton auf.

 

Diskus
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©Foto: Wilhelm

Seit 25 Jahren führt Christiane Wilhelm ihre eigene Werkstatt in München und überrascht mit immer neuen Arbeiten von unverwechselbarem Stil. Unter großem Zeitaufwand strukturiert die Keramikerin die Oberflächen ihrer Gefäße, liniert oder schraffiert sie. Je nach Tiefe der Schnitte entsteht eine schattenreiche, plastische Wirkung. Polierte Gefäße zeigen einen samtenen, seidenmatten Glanz, durch den der Untergrund zuweilen durchschimmert. Hinzu kommt ein sensibles Gespür für Farben und Farbkontraste. Dominierten früher satte Farben, so sind es in letzter Zeit eher zarte Pastelltöne, mit Silber kombiniert.

 

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Vasenpaar
Vasenpaar
Foto©: Wilhelm

Vasengruppe
Foto©: Wilhelm