Studioausstellung im Keramikmuseum Staufen - Frank Schillo

Seit über 10 Jahren überrascht Frank Schillo mit immer neuen Arbeiten, denen eine besondere Perfektion und ästhetische Vollkommenheit eigen ist. Sie zeichnen sich durch regelmäßige Strukturen und einfache Baumuster aus, die durch feine Abweichungen Lebendigkeit und Spannung erhalten. In der Farbe ist der Keramiker eher zurückhaltend. Weiß betont die Form in ihrer Körperhaftigkeit, schwarz ihre Silhouette. Wie kaum ein anderer verfolgt Schillo konsequent seinen Stil zwischen Gefäß und Objekt, honoriert durch zahlreiche Auszeichnungen.
 
Bei allem Streben nach freier Gestaltung und Abstraktion kommt der Scheibentöpfer immer wieder auf das Drehen auf der Töpferscheibe zurück. Tutti frutti nennt er seine pastellfarbenen Flaschen, Varianten eines Formtyps in unterschiedlichen Proportionen und Größen, mit oder ohne Dekor. Aneinandergereiht bilden diese Körper Rhythmen, wie Figuren auf einer Bühne.

Vasengruppe tutti frutti

Die Hausgeister, gerade oder gebogen emporwachsende, abgeflachte Röhren mit Stacheln, Tentakeln oder Löchern, spiegeln einfache Bauformen der Natur wider, ohne sie zu kopieren. Das Prinzip der Reihung und Segmentierung wird Schillos bevorzugtes Gestaltungsmerkmal. Auf der Suche nach der vollkommenen Form findet er zu Spirale und Ring. Der Verlauf von Linien gewinnt zunehmend an Bedeutung. Mit dem Auswählen von Ausschnitten brachte Schillo eine neue Dimension auf dem Weg zur Abstraktion ins Spiel.

 

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Frank Schillo im Gespräch mit seinem Kollegen Fritz Roßmann