körperhaft und zartfarben

30. März - 6. Mai 2012 

Eine Keramikerin, die nur selten ausstellt, weil ihre Lehrtätigkeit an der Schule für Gestaltung in Bern sie vollkommen in Anspruch nimmt, ist ab 30. März mit neuen Arbeiten im Keramikmuseum Staufen präsent: Verena Meier aus Worben.
Ihre zartfarbenen, seltsam vertrauten Porzellanskulpturen erinnern an Samenkapseln und Blütenstempel und kopieren die Natur doch niemals. Sie bestechen durch besonderes Ebenmaß, handschmeichlerische Oberfläche und delikate Farbigkeit. Seidenmatt glänzende Pastelltöne scheinen die Farben von Blüten vorweg zu nehmen. Gleichzeitig ist diesen Formen etwas Technisches eigen, weisen sie doch ein bestimmtes Konstruktionsprinzip auf. Die Ambivalenz zwischen Organischem und Technischem macht den Reiz dieser Objekte aus.

4 Objekte

Ausgangspunkt ist ein perfekt gedrehtes, offenes oder geschlossenes Gefäß, aus dem die Keramikerin durch achsensymmetrische Teilung eine Form mit Graten, Mulden und Wölbungen entwickelt. Es sind bevorzugt pralle Drehkörper, die nach diesem Wachstumsprinzip der Natur immer neu Gestalt annehmen. Der Variationsbreite scheinen keine Grenzen gesetzt. Das eingefärbte, mit wenig Papier versetzte Porzellan erhält durch Polieren in lederhartem Zustand seine seidenmatte Oberfläche und wird bei 900 °C oxidierend gebrannt.

 

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kleine Objekte
Objekte von Verena Meier
Foto ©V.Meier

weißes Objekt
©V.Meier