Gerald und Gotlind Weigel

11. Mai – 24. Juni 2012


Neue Arbeiten
Gefäße von Gotlind und Gerald Weigel


Wer immer sich auch nur beiläufig mit der Geschichte der künstlerischen Keramik in Deutschland nach 1945 befaßt, kommt an dem Namens-Paar Gotlind und Gerald Weigel nicht vorbei. Sie sind inzwischen Klassiker der deutschen Studiokeramik. Seit der Gründung ihrer gemeinsamen Werkstatt 1961, vor nunmehr über 50 Jahren, haben sie die Entwicklung in diesem Bereich maßgeblich mitbestimmt, immer in vorderster Linie, technisch wie ästhetisch.

Zunächst in der Nachfolge des großen Lehrers Hubert Griemerts entstanden fein gedrehte Enghalsvasen mit zarten Kristall- und Mattglasuren, gemeinschaftliche Arbeiten, die durch ihre Perfektion und Eleganz rasch zu begehrten Sammlerstücken wurden und den Ruf der Weigelschen Werkstatt begründeten. Seit Anfang der 1970er Jahre auch reduzierend brennend wurden aus der keramischen Gemeinschaftsposition zwei eigenständige Handschriften: Gotlind Weigel dreht ihre Steinzeug- und Porzellanarbeiten auf der Drehscheibe, verformt aber oft die Ausgangsgestalt eines Gefäßes zu einem autonomen Werk – Gerald Weigel baut und montiert monumental anmutende, an Steine und Felsstelen gemahnende Gefäßplastiken.

Daß beide, nun in den 80ern stehend, nichts von ihrer Schaffens- und Innovationskraft verloren haben, belegt die Ausstellung im Keramikmuseum Staufen.





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Gotlind Weigel

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Muschelform von Gotlind Weigel
©Foto Weigel


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Hohe Form von Gerald Weigel
©Foto Weigel