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Keramikmuseum Staufen

Sammlungsausstellung

In diesem ehemaligen Wohnhaus mit Werkstatt erhält der Besucher einen Einblick in die alltäglichen Arbeitsabläufe beim Töpferhandwerk. War die Tonaufbereitung und das Drehen Aufgabe der Männer, so widmeten sich die Frauen dem Bemalen und dem Vertrieb der Ware.

Der Hafner Josef Maier (1871–1948) stand in der oberrheinischen Töpfertradition und produzierte vorwiegend Gebrauchsgeschirr für den Alltag der ländlichen und kleinstädtischen Bevölkerung. Darüber hinaus fertigte er farbig gemusterte oder mit volkstümlichen Sprüchen dekorierte Wandteller und Krüge entsprechend dem Heimatstil, die in den Dreißiger Jahren zunehmend bei der städtischen Kundschaft Absatz fanden.

Das Interesse des Bauhaus-Schülers Egon Bregger (1902–1966) galt der modernen Gefäßkeramik. Von persischen und ostasiatischen Vorbildern angeregt, experimentierte er mit Kupferglasuren, die bei der oxidierenden oder reduzierenden Atmosphäre des Holzbrandes ein lebendiges Spiel von Farben und Zeichnungen entwickelten.

Elisabeth Winter-Bonn (1914–2003) schuf ihre Tonfiguren zwischen 1973 und 1987. Sie vermitteln teils augenzwinkernd menschliche Schwächen, teils eine deutlich sozialkritische Botschaft. Die Figurengruppen sind vordergründig bunt und heiter. In ihrer treffsicheren Charakterisierung bestimmter Menschtypen machen sie aber eigentümlich betroffen und stumm.


 





Brennofen mit Geschirr von J. Maier

Brennofen mit Geschirr
von Josef Maier
Foto: BLM


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Gefäße von Egon Bregger
Foto: BLM


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Figurengruppe
Elisabeth Winter-Bonn
Foto: BLM