Keramikmuseum Staufen

Der in Kapstadt / Südafrika geborene und mit seiner Familie in der Nähe von Oldenburg lebende britische Keramiker und Bildhauer Martin McWilliam fordert uns nicht nur im Sehen, sondern auch in unseren selbstverständlich gewordenen Wahrnehmungen heraus.

 

Im Umgang mit dem Thema Was ist ein Gefäß wechselt Martin McWilliam ständig die Perspektive, bricht mit traditionellen Vorstellungen und spielt mit dem Unerwarteten. Stets ist er auf der Suche nach dem Singular View, der einzigartigen und individuellen Sicht auf die Dinge. Einst ging der Keramiker von der japanischen Teekeramik und einer vom Zen-Buddhismus geprägten Ästhetik aus. Der japanische Holzofen bildet noch heute den Mittelpunkt seiner Werkstatt. Bestimmte ostasiatische Schalen- und Vasentypen durchziehen sein gesamtes Werk, das so unverwechselbar und zugleich ungemein wandlungsfähig ist.

 



©Foto: McWilliam

 

Viele Jahre setzte sich der Künstler mit dem Gefäß und seinem Bild auseinander, dem Verhältnis von Körper und Raum, dem Außen und Innen. Mit dem Aufschneiden und Aufschlagen der Wand gelangen ihm die vielleicht ungewöhnlichsten „Ansichten“ von Gefäßen. Jüngere Arbeiten zeugen vom zunehmenden Interesse am Verhältnis von Zeit und Raum, wenn etwa zerschlagene oder aufgemeißelte Objekte archäologische Grabungsfunde simulieren. Zerschnittene und zwischen vertikalen Glasplatten versetzt aneinandergefügte Gefäßsegmente spielen auf den Zellschnitt in der Biologie an und erzeugen ein Bild von fast surrealer Schwerelosigkeit.

 

Zur Ausstellungseröffnung am Freitag, den 15. Februar 2019 um 19 Uhr, laden wir Sie und Ihre Freunde herzlich ein.

 

 

Begrüßung
Dr. Wilfried Kollnig, 1. Vorsitzender des Förderkreis Keramikmuseum Staufen e.V.

 

Einführung
Christiane Grathwohl M.A., Freiburg

 

Musik
Bärbel Libera, Freiburg
Gitarre





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©Foto: McWilliam

Öffnungszeiten

15. Februar – 31. März 2019

Eröffnung am 15. Februar um 19 Uhr

Mittwoch bis Samstag 14 - 17 Uhr
Sonntag 12 - 17 Uhr


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©Foto: McWilliam