Vorschau der Studioausstellungen 2018 im Keramikmuseum Staufen

Amanda No. 1
Amanda No. 1
©Foto: Nepomuk Neunhoeffer, Zürich

23.03. – 13.05.2018
Sibylle Meier, CH-Zürich

Angesichts der täglich aussterbenden Arten hat Sibylle Meier (*1972) eine neue Spezies kreiert. Julie, Olga, August oder Leopold nennt sie ihre Wesen aus einer eigenwilligen Kombination von Organen und Gefäßen, die an Mensch und Tier erinnern. Durch Abstraktion und Reduktion auf bestimmte individuelle Merkmale setzt sie Akzente und bildet besondere Charakteren aus, die mit ihren ausgeprägten Eigenarten den Kontakt mit einem Gegenüber suchen.

 


18.05. – 01.07.2018
Xavier Duroselle, F-Sahune (Südfrankreich)

Fasziniert von den großen chinesischen Vorbildern, hat sich Xavier Duroselle (*1962) den Seladon- und Ochsenblutglasuren in ihrer besonderen Farbigkeit und Transparenz verschrieben. Von unverwechselbarem Charakter sind seine dünnwandigen, subtil deformierten und teils in Auflösung begriffenen Porzellanschalen. Der Künstler sucht die Nähe zur Natur, zu Blüten, Blättern und Früchten, deren Schönheit die Vergänglichkeit nichts anhaben kann.


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©FKM

13.7.2018 Eröffnung der Aktionstage:

Um 20 Uhr mit der Vernissage der Studioausstellung von Mathies Schwarze aus Oeschgen/ Schweiz und Anzünden der Feuersäule auf dem Museumsplatz.

14./15.7.2018 Aktionstage des Keramikmuseums Staufen mit Schautöpfern und Kurzführungen


13.07. – 19.08.2018
Mathies Schwarze, CH-Oeschgen

Der Töpfer Mathies Schwarze (*1944) sieht sich in der Tradition des alten Handwerks, für das die Fertigkeit des Drehens unverzichtbare Grundlage der Arbeit am keramischen Gefäß ist. Auf der Töpferscheibe lässt er Vasen unter seinen Händen wachsen, fasziniert vom unendlichen Spiel mit Volumen und Proportionen. Oft entziehen sie sich der Verwendbarkeit, genügen sich selbst als reine Formen und erfahren durch Glasuren bzw. Glasurbilder individuelle Vollendung.


 

24.08. – 07.10.2018
Antje Scharfe, Berlin

Die Ostberliner Keramikerin Antje Scharfe (*1953), nach der Wende langjährige Professorin des Studiengangs Plastik an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle, hat sich früh vom Gefäß im herkömmlichen Sinne verabschiedet. Ironisch und hintersinnig spielt sie mit Klischees. Alltägliche Gegenstände aus Küchenschrank und Kult finden sich als Silhouetten oder Fundobjekte in Stillleben wieder und entwickeln ein Eigenleben voller Erinnerungen und Assoziationen.


 

blaue Porzellanschalen
©Foto: Gomes da Costa

12.10. – 25.11.2018 Hozana Gomes da Costa, Leonberg

Die Porzellanschalen von Hozana Gomes da Costa weisen eine besondere Harmonie und Leichtigkeit auf. Die frei gedrehten, wohlproportionierten Gefäße sind von vollendeter Gleichmäßigkeit, ihre Rundungen makellos bis hin zum punktgleichen Boden, auf dem die Form ausschwingt. Eine zartfarbene, seidig matte Außenseite steht im Kontrast zu einer glasierten Innenseite, deren Farbintensität und Glanz wie ein Sog den Blick nach innen zieht.






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Sybille Meier
"Max und Leila"
©Foto: Nepomuk Neunhoeffer, Zürich


Markstand

Info- und Verkaufsstand des Förderkreis Keramikmuseum Staufen e.V. auf dem Kunsthandwerkermarkt 2017
©FKM