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Frauen-Silber

Silberschmiedinnen der Bauhauszeit

Pressestimmen zur aktuellen Sonderausstellung "Frauen-Silber. Paula Straus, Emmy Roth & Co. Silberschmiedinnen der Bauhauszeit" im Museum beim Markt (19.2. bis 19.6.2011)

„“Frauensilber: Paula Straus, Emmy Roth & Co. Silberschmiedinnen in der Bauhauszeit“ ist aber mehr als eine glänzend gemachte Ausstellung schöner Gegenstände. Das Badische Landesmuseum strebt vielmehr eine bislang ausgebliebene Korrektur in der Geschichte des Kunsthandwerks und des Designs im 20 Jahrhundert an […]. Die in ihrer Art bisher einzigartige Ausstellung mit vielen Leihgaben privater Sammler soll dieses „Frauensilber“ aufpolieren, wozu der hervorragend gemachte Katalog einen nachhaltigen Beitrag leisten dürfte. […] Jede dieser 15 Frauen-Biografien fasziniert, weil sie nicht nur die sehr besonderen Persönlichkeiten, sondern auch ihr politisches und gesellschaftliches Umfeld reflektiert.“
Badisches Tagblatt, 26.02.2011

„200 Exponate von 15 Silberschmiedinnen sind in Karlsruhe ausgestellt, darunter kleine Überraschungen wie ein Kinderbesteck mit abgerundeten Zinken oder Plätzchen-Ausstechformen. Das Museum widmet sich in der Ausstellung nicht nur der künstlerischen Leistung dieser weiblichen Pioniere, sondern würdigt auch deren Beitrag zur Emanzipation.
Südwest Presse, 02.03.2011

„Die Ausstellung zeigt mehr als 180 Exponate, darunter viele aus Privatbesitz, die in Karlsruhe erstmals zu sehen sind. Gemeinsam mit dem Begleitbuch nimmt sie so eine bislang ausgebliebene Korrektur in der Geschichte des Kunsthandwerks und des Designs im 20. Jahrhundert vor. […] Roths weltweit bekannte und beachtete Unikate befinden sich heute meist in Privatbesitz, da sie oft Auftragsarbeiten waren und nur wenige Museen die Werke der ausgewiesenen Produktdesignerin zu ihrer Lebzeit ankauften. […] „Frauen-Silber“ wird in Karlsruhe von einem abwechslungsreichen Programm begleitet.“
Altertuemliches.at, 28.02.2011

„An Industriedesignerinnen der ersten Stunde erinnert die Schau „Frauen-Silber“ in Karlsruhe. Zu sehen sind über 180 Exponate von Silberschmiedinnen, die nach dem Ersten Weltkrieg Werkstätten betrieben. […] Ihre Formgestaltung wirkt zeitlos schön und erinnert an Arbeiten der Bauhaus-Kunstschule in Weimar (1919-1925), die in dieser Zeit das Design maßgeblich beeinflusste. Neben der Präsentation glänzender Werke legt die Ausstellung Wert auf die Lebensgeschichte der Kunsthandwerkerinnen.“
NWZ Göppinger Kreisnachrichten, 24.02.2011

„Trotz des gemeinsamen Nenners einer sachlichen Gestaltung gelang es jeder Silberschmiedin, einen eigenständigen Stil zu entwickeln. Er ließ Geist und Haltung, aber auch die einzigartige Technik der Urheberin erkennen und machte ihre Arbeit unverwechselbar.“
Pforzheimer Zeitung, 24.02.2011

„Praktische Dinge in edlem Design haben die emanzipierten Künstlerinnen, deren Namen lange vergessen waren, in den 20er-Jahren entworfen. Die silbern funkelnden Kannen, Vasen, Service und Bestecke sind jedoch von zeitloser Eleganz.“
Karlsruher Stadtbuch, 2011

Die 15 bedeutendsten Silberschmiedinnen aus dem deutschsprachigen Kulturkreis (Deutschland, Österreich und der Schweiz) werden jetzt erstmalig in großer Breite und mit überwiegend unbekannten Arbeiten der Öffentlichkeit präsentiert. […] Dabei gelang es jeder einzelnen der genannten Silberschmiedinnen, einen ganz eigenständigen Stil zu kreieren, der das aus Silber geformte Gebrauchsgerät in signifikanter Weise prägte. […] Das macht die Präsentation der gut 180 Arbeiten in der Ausstellung so spannend: Sie wurden überwiegend nur ein einziges Mal und häufig für einen bestimmten Kunden hergestellt. Obwohl die Bandbreite der gestellten Aufgaben, abhängig von den Funktionen der Tischgeräte, eher schmal ausfällt, staunt man über das große Spektrum der gestalterischen Lösungen. Ebenso ist man überrascht über manch technische Kniffe, die das gewohnte Hantieren mit diesen Objekten in neue Bahnen lenkt.“
Momente, Januar 2011

Als weibliche Pioniere gelten Paula Straus (1894-1943), Emmy Roth (1885-1942) und Christa Ehrlich (1903-1995), die unter anderem Kaffee- und Teeservice, Kannen und Becher, Tafelsilber und Besteck entwarfen und in Serie herstellten. Ihre Formgestaltung wirkt zeitlos schön und erinnert an die Arbeiten der Bauhaus-Kunstschule (1919-1925), die in dieser Zeit das Design beeinflusste.“
Ludwigsburger Kreiszeitung, 24.02.2011

„Dem Titel „FrauenSilber“ zum Trotz ist das, was sie schufen, durchaus nicht frauenspezifisch und am allerwenigsten seicht verspielt und ins Ornament verliebt. Im Gegenteil, neben der soliden handwerklichen Ausführung ihrer Tee- und Kaffeeservices, ihrer Gedecke, Schalen und anderer Gebrauchsgegenstände für den gehobenen Bedarf bestechen sie durch eine ersichtliche Funktionalität und klare, einfache Formensprache. Kein Wunder, dass sie seit 1912 in den Branchenzeitungen Aufmerksamkeit fanden, bald als Bahnbrecherinnen der Schmiedekunst gelobt wurden. […] Resümee: Die gestern eröffnete Ausstellung hat im besten Sinne ein Stück Frauen-Kunstgeschichte aufgeschlagen, das es noch zu entdecken galt.“
BNN, 19.02.2011

„Glänzendes macht sich breit im Museum beim Markt in Karlsruhe. Im zentralen Raum fällt viel Licht auf hohe runde Vitrinen. Die ganze Aufmerksamkeit wird so gelenkt auf praktische und gleichsam kunstvolle Objekte: Teekannen, Obstschalen oder Becher. Die eher schlicht geformten Dinge geben sich zurückhaltend und strahlend zugleich. Das liegt am Material. Alle sind aus Silber und alle wirken zeitlos modern. Design und technische Perfektion rechtfertigen, dass diese Objekte aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg ins rechte Licht gerückt werden. […] Die Schau ermöglicht eine Wiederentdeckung großer Kunsthandwerkerinnen und ist, auch dank der Gestaltung von Joachim Henrich, weit mehr als ein Silberstreif am Ausstellungshorizont. Das Museum glänzt damit.“
Der Sonntag, 20.02.2011

„Martha Flüeler-Haefeli, Paula Straus oder Emmy Roth – diese Namen sagen Ihnen nichts? Nun, das könnte sich bald ändern, zeigt eine Ausstellung im Badischen Landesmuseum in Karlsruhe doch Werke dieser Künstlerinnen. […] Die ganze Bandbreite der Silberschmiedekunst wird dargestellt an den Biografien von fünfzehn verschiedenen Künstlerinnen. […] Die kunsthandwerklichen Arbeiten, die gestalterischen und emanzipatorischen Leistungen der Silberschmiedinnen, die vielfach jüdischer Herkunft waren, gerieten aufgrund der politischen Situation in den dreißiger und vierziger Jahren jedoch in Vergessenheit und wurden auch nach 1945 nicht wissenschaftlich aufgearbeitet. Es ist deshalb eine beachtenswerte Leistung der Karlsruher Ausstellung, das künstlerische Œuvre dieser Frauen nun in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken.“
Designlines.de, 10.03.2011

„“Form ist Ausdruck meines Wesens“ […]. Emmy Roths Aussage ist programmatisch für die 15 frühen Industrie-Designerinnen, die – als „Kuriosum“ ihrer Zeit belächelt – vom Badischen Landesmuseum vorgestellt werden. [Die] Ausstellung [bietet] einen faszinierenden Blick auf Künstlerinnen, die neben Auftragsarbeiten für Tafelsilber häufig auch als Schmuckdesignerinnen tätig waren. […] Schwierig war es, die Exponate zusammenzutragen, weil die Arbeiten zumeist für private Auftraggeber als Unkate angefertigt wurden und in privaten Haushalten verschwanden. Umso bedeutender ist, dass es dem Landesmuseum gelang, fast alle von Paula Straus bekannten Entwürfe in der Ausstellung zu versammeln.“
INKA, 15.03. – 14.04.2011





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