Über die Problematik der Hehlerei mit antiken Fundstücken informiert eine kleine Sonderausstellung im oberen Foyer des Schlosses. Sie wurde vom Römisch-Germanischem Zentralmuseum in Mainz (RGZM) zusammengestellt, das sich schon seit Jahren für eine wirksame Bekämpfung des Handels mit archäologischen Kulturgut einsetzt. Die Preise, die die Antiken auf dem Markt erzielen, sind Motor für Plünderung und Zerstörung archäologischer Stätten.
Am Beispiel spektakulärer Kriminalfälle der jüngsten Vergangenheit verdeutlicht das RGZM die enge Kooperation von Archäologen und Kriminalisten. Auf mehreren großen Informationswürfeln wird u.a. die spannende Suche nach dem offenbar erst vor wenigen Jahren von Plünderern im Irak entdeckten Grab einer sumerischen Prinzessin aus dem 3. Jahrtausend v.Chr. erzählt. Berichtet wird auch von fünf türkischen Bronzegefäßen, die kürzlich die diplomatischen Drähte zwischen der Türkei und Deutschland zum Glühen brachten.





