4 Euro / erm. 3 Euro, Gartensaal, ohne Anmeldung
 
Das mykenische Tiryns vor und nach der Katastrophe von 1200 v. Chr.

Prof. Dr. Joseph Maran, Universität Heidelberg
Do, 16. Mai, 18.30 Uhr

In der Zeit um 1200 v. Chr. ereignete sich eine der folgenschwersten politischen Umwälzungen der Geschichte des frühen Griechenlands. Zu dieser Zeit gingen von Thessalien im Norden bis Messenien im Südwesten alle mykenischen Palastzentren in Feuersbrünsten unter. Die Ursachen dafür werden nach wie vor kontrovers diskutiert. Danach verschwanden viele der Merkmale, welche die Palastzeit (ca. 1400-1200 v. Chr.) charakterisiert hatten.  Gegenstand des Vortrags bildet genau jener Zeitraum der Umformung der Gesellschaften der mykenischen Palastzeit in jene der Nachpalastzeit. 

Am Beispiel des mykenischen Palastzentrums von Tiryns (Argolis) soll eine Neubewertung dieses historischen Wandlungsprozesses vorgenommen und dabei deutlich gemacht werden, dass eine pauschale Klassifizierung der Zeit nach 1200 v.Chr. als „Dunkle Jahrhunderte“ unzutreffend ist. 

Im Gegenteil lassen sich in Tiryns anhand neuester Ausgrabungsergebnisse erstaunliche Kontinuitätslinien zwischen den Jahrzehnten vor und nach der Zerstörung des Palastes um 1200 v. Chr. aufzeigen.

 





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Großer Krater mit Tierfries, Archäologisches Museum Patras, © Hellenic Ministry of Culture and Sports / Badisches Landesmuseum, Foto: Gaul