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Typisch deutsch?

Fremdes und Vertrautes aus der Sicht von Migranten

Das Badische Landesmuseum Karlsruhe richtet mit seinen umfangreichen Sammlungsbeständen den Blick auf viele alte Kulturen der Welt: Ägypten, Mesopotamien, Griechenland, den Mittelmeerraum und viele andere mehr. Nur: Es ist der Blick, wie wir andere sehen. Aber wie sehen und bewerten unsere Mitbürger mit einem andern kulturellen Hintergrund unsere Kultur?
 
In einer kleinen Sonderausstellung, untergebracht in der Abteilung "Baden und Europa 1789 bis heute" - werden typisch "Badisches" bzw. "Deutsches" von Migrantinnen und Migranten aus Karlsruhe ausgewählt und aus ihrer Sicht kommentiert.

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Darunter sind sowohl Gegenstände als auch Eigenheiten: von der Kuckucksuhr bis zum lautstarken Nasenputzen in der Öffentlichkeit. Der interkulturelle Dialog dient nicht nur dazu, Stereotypen zu durchschauen und zu hinterfragen, mit denen wir die ‚anderen' belegen. Vielmehr sollten auch "Fremdbilder", die uns oft unbemerkt selbst anhaften, Thema sein. Erst das stete Wechselspiel von Selbst- und Fremdwahrnehmung wirkt entlarvend.
 
Diese temporäre Präsentation im Ausstellungsbereich des 20. Jahrhunderts ist der Migrationsgeschichte der jüngsten Vergangenheit geschuldet. Sie ist auch Reminiszenz an die durch ‚Ausländer' bestimmte Gründungsphase der badischen Residenz Karlsruhe im Jubiläumsjahr der 200 Wiederkehr der Erhebung zum Großherzogtum.
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Öffnungszeiten


21.5. - 24.9.2006
Schloss Karlsruhe


Di - Do 10 - 17 Uhr
Fr - So 10 - 18 Uhr