Christine Hitzblech

Christine Hitzblech liebt Kontraste. Sie hat sich daher zwei Arbeitsfelder ausgesucht, wie sie unterschiedlicher kaum sein können: Porzellan und Raku. Hier der Inbegriff von Eleganz und Leichtigkeit, dort die Auswirkungen der archaischen Gewalt des Feuers.


Das Porzellan formt Christine Hitzblech auf der Töpferscheibe zu zarten Schalen, deren Wandung durch ein leichtes Relief belebt wird. Oft betont ein schmaler Goldrand ihre Kostbarkeit. Die Raku-Arbeiten, die glühend dem Ofen entnommen und in einen Bottich mit Sägespänen oder Laub versenkt werden, das sich durch die Hitze entzündet, erhalten durch den Temperaturschock die charakteristischen Glasurrisse und durch die beim Nachbrand entstehenden Kohlenstoffeinlagerungen das typische Schwarz. Das endgültige Aussehen der Oberfläche lässt dem Zufall weiten Raum.

Umso genauer erarbeitet Christine Hitzblech die Form ihrer meistens aus zwei oder drei gedrehten Elementen montierten Vasen. Glasierte und unglasierte, glatte und raue Teile treten in ein sensibel ausgewogenes Verhältnis.

Bild Vasenpaar
Naked Raku
 
Bild Vase
Naked Raku

Mit Keramik hat Christine Hitzblech sich seit ihrer Jugend beschäftigt. Sie wusste, dass dies ihr Material ist. Um sich eine solide Grundlage zu schaffen, hat sie nach dem Abitur in einer Tübinger Werkstatt das Töpferhandwerk erlernt und nach der Gesellenzeit in verschiedenen Betrieben und dem Besuch der Meisterschule vor der Handwerkskammer Stuttgart die Meisterprüfung abgelegt. 1998 richtete sie sich in Karlsruhe ihr eigenes Atelier ein, das sie vor zwei Jahren ins nahe gelegene Stutensee-Spöck verlegt hat.





Öffnungszeiten

17. Oktober bis 30. November 2008
Keramikmuseum Staufen


Mittwoch bis Samstag:
14.00 bis 17.00 Uhr
Sonntag:
11.00 bis 13.00 / 14.00 bis 17.00 Uhr

Eröffnung: 17.10., 19 Uhr