Das Keramikmuseum Staufen eröffnet am 4. Juli 2010 eine Retrospektivausstellung zum keramischen Schaffen von Renate und Hans Heckmann (Schwäbisch Hall).
Die beiden Griemert-Schüler arbeiten seit 1965 zusammen und gehören zur „oberen Riege“ der deutschen Keramiker.
Als typische Vertreter der sog. Studiokeramik widmen sie sich neben der Geschirrproduktion auch dem Einzelgefäß und der Baukeramik. Dabei legt Hans Heckmann sein Hauptgewicht auf gebrauchsfähige frei gedrehte Gefäße, während Renate Heckmann mehr zur freien künstlerischen Formulierung strebt. So entstehen montierte Plastiken – von der Gefäßkeramik bis zum wandfüllenden Relief – die trotz ihrer abstrakten Formen lebendig, natürlich und erdverbunden wirken. Die Glasuren werden von Heckmanns gemeinsam entwickelt. Zunächst dominieren Asche-, Lehm- und Feldspatglasuren in Naturtönen. Seit den 1980er Jahren werden zunehmend bunte Feldspatglasuren kombiniert.
2004 haben Renate und Hans Heckmann ihre Werkstatt, die als Ausbildungsbetrieb selbst wieder viele gute Keramiker hervorgebracht hat, an ihren Sohn Michael übergeben.