Mit einer kleinen Ausstellung im Foyer des Karlsruher Schlosses erinnert das Badische Landesmuseum im Herbst dieses Jahres an den 200. Geburtstag von Friedrich Hecker, der am 28. September 1811 in Eichtersheim (heute Gemeinde Angelbachtal) geboren wurde. Die Ausstellung ist vom 28. September 2011 bis zum 8. Januar 2012 zu sehen.
Wie kein zweiter steht Friedrich Hecker für die revolutionären Ereignisse in Baden im Jahr 1848. Durch seinen Aufruf zum bewaffneten Aufstand im April 1848 erwarb er sich den Ruf eines „Manns der Tat“. Zwar scheiterte dieser Aufstand schon nach wenigen Tagen, und Hecker floh ins Exil in die Schweiz und später in die USA. Doch das Bild des Revolutionärs mit dem typischen „Heckerhut“ blieb bestehen und wurde zum Sinnbild für die gesamte Erhebung der Jahre 1848/49.
Die Ausstellung zeichnet den Lebensweg Heckers nach: Abgeordneter der badischen Ständeversammlung in den 1840er Jahren, Heckerzug und Emigration 1848, Teilnahme am amerikanischen Bürgerkrieg 1861-1864, Besuch in Deutschland 1873. Bis zu seinem Tod 1881 blieb Hecker ein engagierter Republikaner, der sich am politischen Leben in den USA beteiligte und zu den Verhältnissen in Deutschland kritisch Stellung nahm. Populär war er deshalb auf beiden Seiten des Atlantiks.
In welcher Form sich diese Popularität äußerte, wo überall Hecker-Darstellungen zu finden sind, wird die Ausstellung ebenfalls anhand überraschender Exponate aufzeigen. Eine bisweilen religiöse Züge annehmende Verehrung für den „Held der Revolution“ steht dabei neben Belegen für die scharfe Kritik am unüberlegt scheinenden Handeln des „Räuberhauptmanns“ Hecker.
Am Sonntag, 11. Dezember 2011, 20 Uhr, findet die Lesung "Friedrich Hecker. Der badische Che Guevara" der Badischen Landesbühne im Gartensaal des Karlsruher Schlosses statt.
Eintritt: 8 €, erm. 5 € (Vorverkauf auch im Schloss Karlsruhe möglich)
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