"Mit Herz und Hand fürs Vaterland"

2014 jährte sich der Ausbruch des Ersten Weltkriegs zum hundertsten Mal: ein Krieg, der als „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“ (J. F. Kennan) bezeichnet wurde und nicht nur die bestehende europäische Staatenordnung umwälzte, sondern auch die gesamte Erfahrungswelt des modernen Menschen veränderte.

Die Ausstellung „Mit Herz und Hand fürs Vaterland“ widmet sich mit der Präsentation von Propaganda-Keramik aus der Zeit des Ersten Weltkriegs der zunehmenden Militarisierung des Alltags zwischen 1914 und 1918. Ob Kaiserbüste oder -bild, Kriegsspielzeug und Andenken an die Militärzeit – nationale und militärische Symbole dienten nicht nur der Kriegspropaganda sowie einer gezielten Vermarktung des Krieges, sondern zogen auch als Ausdruck für einen gesteigerten Patriotismus in viele private Haushalte ein. Erinnerungsartikel in Form von Gedenkblättern, Münzen oder Sammeltassen mit heimatliebenden Sprüchen oder Durchhalteparolen wurden massenhaft produziert und verkauft. Fast alle deutschen Keramik- und Porzellanmanufakturen beteiligten sich an der Produktion, die auch wesentlich zur Mobilisierung des Inlandmarktes beitrugen. Gleichzeitig dienten diese Erinnerungsstücke als Bindeglied zwischen Front und Heimat und ihr Kauf wurde von der Bevölkerung als moralische Unterstützung der Soldaten verstanden.


 





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Informationen

1.2. - 14.6.2015

Mi - Sa 14-17 Uhr
So 11-13 Uhr und 14-17 Uhr

Keramikmuseum Staufen
Wettelbrunnerstraße 3
79219 Staufen im Breisgau
Tel.: 07633 6721
keramikmuseum-staufen@t-online.de


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