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Baden und Europa

1918 bis heute

Mit der Revolution 1918 beginnt der letzte Abschnitt der Abteilung "Baden und Europa". Hier durchschreiten die Besucher die Zeit der Weimarer Republik, begegnen der Bauhausarchitektur, den historischen Jugendbewegungen und der Frage, ob Deutschland und Frankreich Erbfeinde waren. Auch Baden im Dritten Reich wird nicht ausgespart, die Hitlerjugend, die Verfolgungen politischer und ethnischer Gegner und schließlich der Zweite Weltkrieg. Es folgt der Wiederaufbau aus den Trümmern und das Problem der Südweststaat-Bildung. Dem Badnerlied mit seinen unendlich vielen Strophen ist ein eigener Bereich gewidmet.

Der Bereich über die Nachkriegszeit spricht die Welt der zeitgenössischen Jugendbewegungen an, die Urlaubsreisen, den Alltagskitsch und die Musik der 50er Jahre. Breiten Raum nimmt auch der Schwarzwald als Kunstraum ein, vom „Schwarzwaldmädel“ über die „Schwarzwaldklinik“ bis hin zur Schwarzwaldfamilie „Die Fallers“. Die Abteilung endet mit der Darstellung des Spitzensports in Baden mit zahlreichen hochrangigen Trophäen.
 
Im Bereich über das Dritte Reich wird eine Sammlung von Taschenuhren gezeigt. Sie wurde dem Badischen Landesmuseum 1940/41 von Karlsruher und Pforzheimer Polizeibehörden für jüdisches Vermögen übergeben. Es handelt sich ziemlich sicher um konfisziertes Eigentum jüdischer Bürger, die vermutlich deportiert und gar in den KZs ermordet wurden.

Das Badische Landesmuseum ist dem "Washingtoner Abkommen" beigetreten, das die Museen verpflichtet, unrechtmäßiges Raubgut aus der NS-Zeit an die Eigentümer bzw. deren legitime Erben zurückzugeben.




Bildergalerie


1918 bis heute (6 Bilder)


Abteilungsführer


Der Sammlungsführer durch die Abteilung ist im Museumsshop erhältlich, im Onlineshop zu bestellen oder telefonisch unter 0721 / 926 6518.