Mystische Frauengestalten, von Fabelwesen bevölkerte Naturlandschaften, florale Ornamente und warme Farbtöne – die Formensprache des Jugendstils lädt ein, für eine Weile in andere Realitäten einzutauchen. In der großen Sonderausstellung Göttinnen des Jugendstils, die in Kooperation mit dem Allard Pierson Amsterdam und dem Braunschweigischen Landesmuseum entsteht, fühlen sich die Besucher*innen in eine Kunstwelt versetzt.
Bei näherem Hinsehen offenbart sich aber, dass der Jugendstil noch viele weitere Facetten hat. In seiner Mannigfaltigkeit spiegelt er die bewegten Zeiten seiner Entstehungsperiode wider. Die Industrialisierung wirkt sich massiv auf Gesellschaft und Umwelt aus. Der Nationalismus erstarkt in zahlreichen europäischen Ländern. Es etablieren sich neue Formen der Konsum- und Unterhaltungskultur. Wissenschaftliche Erkenntnisse sowie philosophische und religiöse Ansätze bringen das bisherige Menschenbild ins Wanken. Es entstehen neue radikale Lebensentwürfe. Fortschrittsglaube prallt auf Kulturpessimismus. In dieser Zeit des tiefgreifenden Wandels wendet sich der Jugendstil gegen das Althergebrachte und entwickelt dafür eine völlig neue Formensprache. Viele Künstler*innen verleihen ihren Gefühlen und Haltungen durch weibliche Figuren allegorischen Ausdruck. Ob makellose Naturgöttinnen oder sinnlich-dunkle Femmes fatales: Abbildungen nackter Körper, wallender Gewänder und üppigen Haars sind präsent in Malerei und Skulptur, Grafik und Schmuck. Kaum Widerhall in den künstlerischen Darstellungen finden die realen, häufig von Repressionen geprägten Lebensumstände vieler Frauen um die Jahrhundertwende – und das, obwohl sich gerade zu dieser Zeit erstmals organisiert und auf internationaler Ebene aktiver Widerstand formiert.
Frauen verlangen nach Bildung und Berufstätigkeit, gesellschaftlicher Teilhabe und politischer Mitsprache. In Karlsruhe wird 1893 das erste Mädchengymnasium Deutschlands eröffnet. Erste Studentinnen schreiben sich an den Universitäten von Freiburg und Heidelberg ein. Frauen wagen sich trotz schwieriger Voraussetzungen als freischaffende Künstlerinnen in die Selbständigkeit. Sie befreien sich im wahrsten Sinne des Wortes von alten Korsetts, entwerfen Reformkleider, die mehr Bewegungsfreiheit ermöglichen, und werden sportlich aktiv. Tänzerinnen wie Loïe Fuller und Theaterschauspielerinnen wie Sarah Bernhardt stehen auf den Bühnen der europäischen Metropolen, verzaubern das Publikum und erhalten nicht zuletzt durch die Plakatkunst namhafter Jugendstil-Künstler den Status lebender Ikonen.
All diese Themen greift die Sonderausstellung Göttinnen des Jugendstils auf. Die umfangreichen Bestände der drei Museen werden bereichert durch Leihgaben internationaler Jugendstil-Sammlungen wie den Königlichen Museen in Brüssel. Darunter finden sich einzigartige Objekte namhafter Jugendstil-Künstler wie Gustav Klimt, Franz von Stuck, René Lalique, Jan Toorop und Aubrey Beardsley, von dem eine bislang unbekannte Federzeichnung einer griechischen Rachegöttin, einer der Erinnyen, erstmalig der Öffentlichkeit präsentiert wird. Anhand großformatiger Gemälde, künstlerischen Bronzefiguren, exquisitem Goldschmuck und hochwertigen Keramiken sowie der begleitenden sozialhistorischen Spur zeigt die Ausstellung die Ambivalenzen einer bewegten Zeit und spannt einen Bogen bis in die Gegenwart – denn viele der gesellschaftspolitischen Fragestellungen jener Zeit sind heute wieder höchst aktuell.
Tipp: Besuchen Sie auch unsere exquisite Jugendstilsammlung im Museum beim Markt.
Der Eintritt ist kostenfrei.
Führungen und Veranstaltungen (vor Ort und online)
Überblicksführungen
Sa 15 Uhr, So und Feiertage jeweils 11 und 15 Uhr
sowie Di-So 15 Uhr in den Weihnachts- und Osterferien Baden-Württembergs
Zusätzliche Führungen um 14 Uhr am 26.12.2021 (Weihnachten) sowie am 17./18.4.2022 (Ostern)Kosten: 4 Euro pro Person, zzgl. Eintritt
Ohne AnmeldungThemenführungen
Di, 21.12.2021, 16.30 Uhr
140 Jahre Emmy Schoch. Werkstätte moderner FrauenkleidungSa, 22.1.2022, 16 Uhr
160 Jahre Loïe Fuller. Tänzerin, Choreographin und Geschäftsfrau - innovativ und inspirierendDi, 8.3.2022, 16.30 Uhr
Internationaler Frauentag. Frauen in BewegungKosten: 4 Euro pro Person, zzgl. Eintritt
Ohne AnmeldungFremdsprachige Führungen
Sa, 12.3.2022 und Sa, 28.5.2022, 16 Uhr
in französischer SpracheSa, 21.5.2022, 16 Uhr
in englischer SpracheKosten: 4 Euro pro Person, zzgl. Eintritt
Ohne AnmeldungKombiführung Jugendstil
Nach einer Führung durch die Sonderausstellung Göttinnen des Jugendstils geht es zu den Highlights der Jugendstilsammlung im Museum beim Markt.
Fußweg ca. 5 Minuten
Sa 12.2.2022 und Sa, 12.3.2022, 14 Uhr
Sa, 3.9.2022, 11 UhrNach einer Führung durch die Sonderausstellung Göttinnen des Jugendstils geht es zu den Highlights der Jugendstilsammlung im Museum in der Majolika.
Fußweg durch den Schlossgarten ca. 10 Minuten.
Sa, 9.4.2022, Sa, 7.5.2022 und Sa, 9.7.2022, 11 Uhr
Dauer: ca. 2 Stunden
Teilnahmegebühr: 21,- Euro inkl. Eintritt
Die Teilnahmezahl ist begrenzt.Bitte kaufen Sie Ihr Ticket spätestens 10 Tage vor dem Veranstaltungstermin. Sollte die Veranstaltung nicht stattfinden können, werden Sie eine Woche vorher informiert.
Buchbar ab 27. Mai über den Online-Shop.Fahrrad-Exkursion Jugendstil
Nach einer Führung durch die Sonderausstellung Göttinnen des Jugendstils erkunden Sie mit dem Fahrrad architektonische Meisterwerke des Karlsruher Jugendstils.
Bitte bringen Sie ein Fahrrad mit.
Sa, 14.5.2022, Sa, 11.6.2022, jeweils um 14 Uhr
Sa, 13.8.2022 um 16 Uhr
Dauer: ca. 2,5 Stunden
Teilnahmegebühr: 25,- Euro inkl. Eintritt
Die Teilahmezahl ist begrenzt.
Bitte kaufen Sie Ihr Ticket bis spätestens 10 Tage vor dem Veranstaltungstermin. Sollte die Veranstaltung nicht stattfinden können, werden Sie eine Woche vorher informiert.
Buchbar ab 27. Mai über den Online-Shop.Gesprächsforum am Vormittag
Di, 11.1.2022: Von Feen, Medusen und Göttinnen: Frauenbilder um 1900
Di, 15.2.2022: Zwischen Idealisierung und Realität: Frauenleben um 1900
Di, 15.3.2022: Reformkleider und florale Ornamente: Was ist neu am Jugendstil?
Jeweils 10.30–12 Uhr
Kosten: 4 Euro zzgl. Eintritt
Ohne AnmeldungPodiumsgespräche
Nicht nur „Malweiber“: Jugendstilkünstlerinnen wiederentdeckt
Ilna Ewers-Wunderwald: begabte und außergewöhnliche Künstlerin. Sie kontrastierte mit ihrer maskulinen Kleidung, ihren kurzen Haaren und selbstbewusstem Auftreten das damalige Rollenverständnis der Frau. Julie Wolfthorn: großartige Netzwerkerin in Sachen Kunst und erfolgreiche Porträtistin der Berliner Gesellschaft. Beide waren zu ihrer Zeit von Rang und Namen, wurden aber von der Nachwelt vergessen. Erst Anfang 2000 wurden die Werke von Julie Wolfthorn wiederentdeckt, 2019 stieß Dr. Sven Brömsel durch Zufall auf Ilna Ewers-Wunderwald. Was macht diese Künstler*innen aus? Weshalb sind sie zunächst in Vergessenheit geraten? Erleben Sie mit Dr. Heike Carstensen, Kunsthistorikerin und Kuratorin, und Dr. Sven Brömsel, Philosoph und Literaturwissenschaftler, einen aufschlussreichen und spannenden Nachmittag.
So, 24.4., 16 Uhr
Tickets am Veranstaltungstag an der Museumskasse oder vorab unter shop.landesmuseum.de verfügbar„Lebenswelten“: Leben der modernen Frau um 1900
Frauen strebten nach Bildung, Unabhängigkeit und Beruf. Sie verfochten Ansprüche fernab der traditionellen Rollen und eroberten sich ihre Rechte – gegen allen Widerstand. Wie trug das Engagement der bürgerlichen Frauenbewegung dazu bei, weibliche Partizipations- und Handlungsräume zu erweitern? Dies wird Frau Mette Bartels (Uni Göttingen) am Beispiel des neu aufkommenden Berufs der Fotografin aufzeigen. Dabei richtet sie den Blick auch nach München, wo die frauenbewegten Akteurinnen Anita Augspurg und Sophia Goudstikker in den 1890er Jahren ein eigenes Fotoatelier gründeten. Die Gegenströmungen zum aufstrebenden Feminismus beleuchtet Frau Prof. Dr. Sylvia Schraut in ihrem Impulsvortrag Kampf gegen die Frauenrechtlerinnen: Ludwig Langemann (1859-1921) und der Deutsche Bund zur Bekämpfung der Frauenemanzipation.Erleben Sie ein aufschlussreiches Podiumsgespräch mit den beiden Referentinnen.
So, 12.6.22, 16 Uhr
Kosten: jeweils 5 Euro /erm. 4 Euro
Im Gartensaal
Ohne AnmeldungMuseumsTalk online
Immer am 3. Donnerstag im Monat laden wir zum MuseumsTalk online ein, der die Ausstellung „Göttinnen des Jugendstils begleitet: Warum fasziniert uns der Jugendstil bis heute? Welche Frauenbilder werden in der Kunst vermittelt? Wie ist es um gesellschaftliche Diversität heute bestellt? Diese oder ähnliche Fragen möchten wir gerne mit Ihnen sowie Expert*innen, Künstler*innen oder Sammler*innen diskutieren. Worüber möchten Sie gerne mehr wissen oder sprechen? Wir freuen uns über Ihre Vorschläge und Anregungen!
Im Mai wollen wir mit der Jugendstil-Sammlerin Frau Ratz-Coradazzi ins Gespräch kommen. Ihre Leidenschaft gilt dem Jugendstil-Schmuck. Was treibt Sie an? Nach welchen Kriterien sammelt sie? Wo und wie findet sie Ihre Stücke?
Der Museums Talk online findet auf BigBlueButtom statt. Das Angebot ist kostenlos.
Anmeldung zu den einzelnen Terminen unter: service@landesmuseum.de
Termine: 19. Mai,16. Juni (Fronleichnam)
jeweils 19 Uhr, Dauer max. 60 MinKooperation mit der Kinemathek Karlsruhe
In Anlehnung an die Ausstellung zeigt die Kinemathek Karlsruhe Filme über Frauen aus Kunst, Kultur und Wissenschaft um 1900. Die Eintrittskarten der beiden Einrichtungen ermöglichen jeweils einen reduzierten Eintritt. Mit der Kinokarte eines dieser Filme erhalten die Besucher*innen der Ausstellung einen ermäßigten Eintritt von 1 Euro. Ausstellungbesucher*innen erhalten bei Vorlage der Museumseintrittskarte eine Preisermäßigung von 1 Euro/Person in einer Kinovorstellung.
Gestartet wird mit dem Film zu Loïe Fuller Die Tänzerin (2016), Regie: Stéphanie de Guisto.
So, 6.2., 15 Uhr und So, 20.3., 18 Uhr
Kinemathek, Kaiserpassage 6
Kosten: 8 Euro, erm. 7 Euro
Weitere Informationen unter www.kinemathek-karlsruhe.deIm Mai präsentiert die Kinemathek den Film "Paula Modersohn-Becker. Ein Atemzug" (2007), Regie: Nathalie David.
Di, 10.5. und Mi, 18.5. jeweils 19 Uhr
Kinemathek, Kaiserpassage 6
Kosten: 8 Euro, erm. 7 Euro
Weitere Informationen unter https://kinemathek-karlsruhe.de/film/paula-modersohn-becker-ein-atemzug/Workshop für Erwachsene
Mit spitzer Nadel ans Werk: Gestalten und Drucken einer Kaltnadelradierung
Nach einer Führung durch die Sonderausstellung Göttinnen des Jugendstils gestalten Sie, angeregt durch Plakate und Ornamente des Jugendstils, ein eigenes Motiv und setzen dies in der Technik der Kaltnadelradierung um.Sa, 30.4.2022, 14 Uhr
Sa, 10.9., 10.30 Uhr
Dauer: ca. 4,5 Stunden (inkl. 30 Minutrn Pause)
Teilnahmegebühr: 45,- Euro inkl. Eintritt und Material
Die Teilnahmezahl ist begrenzt.Bitte kaufen Sie Ihr Ticket spätestens 10 Tage vor dem Veranstaltungstermin. Sollte die Veranstaltung nicht stattfinden können, werden Sie eine Woche vorher informiert.
Buchbar ab 27. Mai über den Online-Shop.Museumssprechstunde: Jugendstil-Special
Sie haben Jugendstil-Schätze oder Liebhaberstücke, über die Sie gern mehr erfahren würden? Begleitend zur Ausstellung Göttinnen des Jugendstils lädt das Badische Landesmuseum zur Museumssprechstunde in den Gartensaal des Schlosses ein. Besucher*innen können ihre Gegenstände mit Jugendstil-Bezug mitbringen. Die Expert*innen des Museums besprechen die kunst- und kulturhistorische Bedeutung der Stücke. Angaben zum Marktwert werden nicht vorgenommen.
So, 3.4.2022, 11-15 Uhr
Gartensaal, Schloss Karlsruhe
Anmeldungen unter sprechstunde@landesmuseum.de mit Objektfotos und -informationen
Die Teilnahme ist kostenfreiExklusive Abendveranstaltungen
Kulturgenuss am Abend: Göttinnen zur grünen Stunde
Die Ausstellung Göttinnen des Jugendstils exklusiv am Abend erleben und mit einem Gläschen Champagner bei anregendem Gespräch ausklingen lassen.
Einlass ab 18.30 Uhr. Die erste Führung beginnt um 18.45 Uhr.
Dauer der Führung: 60 Minuten
Ende der Veranstaltung: 20.45 Uhr
Termine: Fr, 8.4. und 6.5.
Gebühr: 25 Euro inkl. EintrittDie Teilnahmezahl ist begrenzt. Bitte kaufen Sie Ihr Ticket spätestens 10 Tage vor dem Veranstaltungstermin. Sollte die Veranstaltung nicht stattfinden können, werden Sie eine Woche vorher informiert.
Buchbar über den Online-Shop.Exklusive Abende
Die ursprünglich angekündigten exklusiven Abende können aufgrund der Corona-Lage leider nicht stattfinden.
Barrierefreie Führungen
Führungen für gehörlose Besucher*innen
So, 8.5., 14 Uhr, mit Übersetzung in DGS
Anmeldung bis 28.4.Führungen in Leichter Sprache
Sa, 5.3. um 11 Uhr
Ohne AnmeldungKosten: jeweils 2,-Euro zzgl. erm. Eintritt
Anmeldung unter: service@landesmuseum.de oder 0721/926-6520Kultur am Telefon – Inklusive Hörführungen mit Audiodeskription
Die Veranstaltung wird über Telefonkonferenz live aus der Ausstellung geschaltet.
Für blinde, sehbehinderte und sehende Menschen geeignet.Mi 12.1.: Aufbruch in eine neue Zeit. Von Göttinnen, Feen und Furien
Mi 9.2.: Lebenswelten der modernen Frau. Der Beginn der emanzipierten Frau im 20. Jahrhundert.
Mi 9.3.: Von Beruf Künstlerin - starke Frauen leben ihre Berufung aus.Jeweils um 16.30 Uhr
Kosten: 5,- Euro
Anmeldung bis jeweils eine Woche vor der Veranstaltung unter service@landesmuseum.de oder 0721/926-6520Alle Führungen und Hörführungen sind auch für Gruppen buchbar.
Kinder und Familien
Familienführungen
Sonn- u. Feiertage 14.30 Uhr
Am Sa, 25.12.2021, Sa, 1.1.2022 und So, 15.5.2022 finden keine Familienführungen statt.
Kosten: 2 Euro Erw. mit Kindern/ 4 Euro Erw. ohne Kinder / Kinder 2 Euro zzgl. Eintritt / Pers.Geburtstag im Museum
Eingeprägt – Dein Post-It aus Metall
Angeregt durch Plakate, Bilder und Objekte aus der Ausstellung, prägst Du eigene Motive und Ornamente in goldene Metallfolie. Mit einem Magnetband versehen wird es zum kunstvollen Post-It für Kühlschrank oder Magnettafel.Für Kinder ab 8 Jahren
Dauer: ca. 2 Stunden
Kosten: werktags 75 Euro pro Gruppe zzgl. 2,50 Euro Materialkosten pro Kind, Samstage 85 Euro pro Gruppe zzgl. 2,50 Euro Material pro Kind
Gruppengröße: max. 8 Teilnehmer*innen (inkl. Begleitpersonen), für zwei Begleitpersonen ist der Eintritt frei, alle weiteren zahlen den ermäßigten Eintrittspreis.
Anmeldung: Bis zu 21 Tage vor dem gewünschten Termin über das BuchungsformularCover Up! - Offene Werkstatt in den Oster- und Pfingstferien
Gestalte Deinen eigenen Heftumschlag mit Jugendstilmotiven!
Mehr Informationen finden Sie hier.Für Schulklassen, Kinder- und Jugendgruppen
Buchbare Angebote
Überblicksrundgang: Kunst- und Lebenswelten um 1900
Die Schüler*innen tauchen ein in die faszinierende und facettenreiche Welt des Jugendstils. Anhand zahlreicher Objekte von Jugendstil-Künstler*innen lernen sie die Kunst-, Konsum- und Lebenswelten um 1900 kennen. Im Fokus steht dabei die gesellschaftliche Rolle bzw. die Darstellung der Frau in dieser Zeit, die im Zusammenspiel von Kunst und Sozialgeschichte besonders anschaulich wird .Zielgruppe: Klasse 1–13 (angepasst an die jeweilige Altersstufe)
Dauer: 60 min
Kosten: 40 Euro zzgl. Eintritt p.P., 2 Begleitpersonen frei
Gruppengröße: max. 25 Teilnehmer*innen (inkl. Begleitpersonen), größere Gruppen werden geteilt und zeitversetzt geführt.Themenrundgang mit Workshop: Zwischen Zeichnung und Druck
Bei einem Rundgang durch die Ausstellung lernen die Schüler*innen die Lebenswelten um 1900 und die Kunst des Jugendstils mit seinen typischen Ornamenten und Gestaltungsmitteln kennen. Angeregt durch die Plakatkunst der Zeit setzen sie sich im Anschluss selbst kreativ mit dem Medium Druck auseinander. Sie fertigen mit Motiven des Jugendstils eine Monotypie an.Zielgruppe: Klasse 1–13 (angepasst an die jeweilige Altersstufe)
Dauer: 120 min
Kosten: 60 Euro zzgl. Eintritt und 2 € Materialkosten p.P., 2 Begleitpersonen frei
Gruppengröße: max. 25 Teilnehmer*innen (inkl. Begleitpersonen), größere Gruppen werden geteilt und zeitversetzt geführt. Für den anschließenden Workshop sind max. 15 Teilnehmer*innen zugelassen, größere Gruppen werden geteilt.Themenrundgang mit Workshop: Mit spitzer Nadel ans Werk
Bei einem Rundgang durch die Ausstellung lernen die Schüler*innen die Kunst- und Lebenswelten um 1900 kennen und werfen einen besonderen Blick auf die Plakatgestaltung der Zeit. Im Anschluss entwerfen und drucken die Schüler*innen eine kleinformatige Kaltnadelradierung (Tiefdruck) mit Motiven aus Schrift und Ornamentik des Jugendstils.Zielgruppe: Klasse 7–13 (angepasst an die jeweilige Altersstufe)
Dauer: 150 min
Kosten: 60 Euro zzgl. Eintritt und 3 € Materialkosten p.P., 2 Begleitpersonen frei
Gruppengröße: max. 25 Teilnehmer*innen (inkl. Begleitpersonen), größere Gruppen werden geteilt und zeitversetzt geführt. Für den anschließenden Workshop sind max. 15 Teilnehmer*innen zugelassen, größere Gruppen werden geteilt.Informationen zur Buchung
Anmeldung: Bis zu 21 Tage vor dem gewünschten Termin über das Buchungsformular
Alle Gruppen müssen sich bei unserem Buchungsservice vor ihrem Besuch anmelden. In unseren Sonderausstellungen sind keine Führungen in Eigenregie möglich. Wenn Sie eine Führung wünschen, kontaktieren Sie bitte unseren Buchungsservice.
Storno: Absagen in schriftlicher Form sind bis 8 Tage vor der Veranstaltung möglich. Andernfalls muss das Honorar in voller Höhe in Rechnung gestellt werden.Informationen rund um den Museumsbesuch
Die Aufsichtspflicht liegt während des gesamten Museumsbesuchs bei den betreuenden Lehrer*innen bzw. Erzieher*innen.
Um zeitliche Abstände zwischen mehreren Gruppen zu überbrücken, bietet es sich z.B. an, den Robinson-Spielplatz im Schlossgarten (Richard-Willstätter-Allee, 76131 Karlsruhe) zu besuchen.
Bedenken Sie bei Ihrer Buchung, dass das Baden-Württemberg-Ticket erst ab 9 Uhr gültig ist.
Weitere Hinweise für den Besuch im Badischen Landesmuseum mit einer Gruppe finden Sie hier. Gerne steht Ihnen bei Fragen unser Buchungsservice zur Verfügung.Radierungen zum Thema Jugendstil
Grötzinger Begleitveranstaltungen
Malweiber der Jahrhundertwende - Zwischen Umbruch und Tradition
Mit dem Ende des 19. und dem Beginn des 20. Jahrhunderts setzte sich überall in Europa ein kultureller und sozialer Wandel durch. Vor allem die gesellschaftliche Rolle der Frau begann sich nach und nach zu verändern. Der Wunsch nach gleichberechtigter Bildung, beruflicher Entfaltung und politischer Mitsprache der Frauen wurde lauter. Auch in dem kleinen beschaulichen Dörfchen Grötzingen am Rande der stetig wachsenden Residenzstadt Karlsruhe ließen sich im ehemaligen markgräflichen Schloss Augustenburg eine Reihe von Künstler*innen nieder, die auf vielfältige Weise neue Wege beschritten.
Die beiden Malerinnen Margarethe Hormuth-Kallmorgen und Jenny Fikentscher bilden in ihrem künstlerischen Schaffen und ihren biographischen Entwicklungen zwei spannungsreiche Pole, die in der kleinen Präsentation im Bürgersaal des Grötzinger Rathauses einander gegenüberstehen. Mit Gemälden der beiden Künstlerinnen, verschiedenen Vergleichsbeispielen, zahlreichen Fotos und einigen Texten wird ihr wechselvolles Leben dem Besucher eindrücklich lebendig gemacht.
Die kleine Präsentation stellt eine Ergänzung zur aktuellen, großen Sonderausstellung Göttinnen des Jugendstils im Badischen Landesmuseums Karlsruhe dar.Eine Ausstellung der Ortsverwaltung Grötzingen
12.6. - 17.7.
Rathaus Grötzingen, BürgersaalEröffnung: 12. Juni 2022, 11 Uhr
Öffnungszeiten: So, 14-18 Uhr und Mi, 18-20 UhrÖffentliche Führungen: So, 12.6. / 26.6. / 10.7.22, jeweils um 17 Uhr
Kosten: 5 Euro
Anmeldung unter: groetzingen@karlsruhe.deKunstgeschichtliche Spaziergänge "Auf den Spuren der Malerkolonie"
Fr, 29.4., 18 Uhr
So, 22.5., 11 Uhr
Rathaus Grötzingen
Kosten: 10 Euro
Anmeldung: Simone Maria Dietz, KundtFilter Karlsruhe (0721 47178032, www.kunstfilter-karlsruhe.de)
Teilnahmezahl begrenztHinaus ins Freie! „Grüne Buben“ in Grötzingen - Eine Malerkolonie vor den Toren der Stadt
Lesung mit Jutta Leyendecker
„Grüne Buben“ nannte man an der Karlsruher Großherzoglichen Kunstschule die Maler, die zum Malen aus den Ateliers hinaus in die Natur zogen. In Grötzingen gründeten einige von ihnen um 1900 die einzige Künstlerkolonie des deutschen Südwestens. Die Autorin Jutta Leyendecker erzählt in ihrem Buch „Die Grötzinger Malerkolonie. Hinaus ins Freie!“ vor dem zeit- und kunstgeschichtlichen Hintergrund anschaulich vom Leben der fünf Malerfamilien, ihrer Gemeinschaft, ihrem Alltag und ihren Festen.
So, 15.5., 16 Uhr
Museum beim Markt, Karl-Friedrich-Straße 6, 76133 Karlsruhe
Kostenfrei, ohne AnmeldungEinladung ins Atelier
Ein Abend im ehemaligen Atelier des Malers Otto Fikentscher (1862-1945)Um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert fanden sich im Grötzinger Schloss Augustenburg vier Malerfamilien zusammen: Jenny und Otto Fikentscher, Anna und Gustav Kampmann, Ida und Franz Hein, Ellinor und Karl Biese. Sie hatten sich der Plein-Air-Malerei verschrieben und wollten gemeinsam die neue Lebensform ausprobieren, die damals in der Luft lag: die Künstlerkolonie. Otto Fikentscher fuhr nicht wie die anderen nach Karlsruhe zum Arbeiten, er hatte sein Atelier im Schloss, und nach ein paar Jahren (1901) ließ er sich an der Kirchstraße noch eigens ein Atelierhaus bauen. Nachdem sich 1905 die Malerkolonie weitgehend aufgelöst hatte, blieben Jenny und Otto Fikentscher in Schloss und Atelierhaus wohnen. Heute wohnt und arbeitet dort der Maler Horst Leyendecker, seine Frau Jutta wird das Atelier zeigen und vom Leben der Familien in der Malerkolonie erzählen.
Freitag, 20.5., 19 Uhr
1. Stock des Hauses Kirchstraße 18 in Karlsruhe-Grötzingen
Kosten: 5 Euro.
Anmeldung unter: groetzingen@karlsruhe.deEine Wiese voller Margeriten - Impressionen aus Künstlerkolonien und Salons
Musikalischer Abend mit Claus Temps, Heike Bleckmann und Simone Maria Dietz
Mi, 29.6., um 20 Uhr, Rathaus Grötzingen
Kosten: 5 Euro
Anmeldung unter: groetzingen@karlsruhe.deIm Sinne der Malerweiber - Grötzinger Gemeinschaftsgärten
Kleiner Rundgang mit Erläuterungen und Tipps der verschiedenen Gemeinschaften.
Mi, 22. 6., um 18.30 Uhr, Treffpunkt vor dem Rathaus
Kosten: 5 Euro
Anmeldung unter: groetzingen@karlsruhe.de„Malen – ja, das war Arbeit!“: Jenny Fikentscher und die Grötzinger Malerkolonie
Ein Leseabend im Bürgersaal
Jenny Fikentscher und Margarethe Hormuth-Kallmorgen waren die weiblichen Protagonisten des jungen Malerkreises, der sich um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert im Grötzinger Schloss Augustenburg und im benachbarten Haus „Hohengrund“ zusammenfand. Neben den Malern Otto Fikentscher, Friedrich Kallmorgen, Gustav Kampmann, Franz Hein und Karl Biese versuchten auch diese beiden Frauen, das strenge Korsett des Wilhelminischen Zeitalters zu lockern und sich in Kunst und Alltag neue Perspektiven zu eröffnen. Vom Zusammenschluss dieser Malerinnen und Maler und ihrem alltäglichen, gesellschaftlichen und künstlerischen Leben wird Jutta Leyendecker erzählen, dabei auch Passagen aus ihrem im Dezember 2021 erschienenen Buch „Die Grötzinger Malerkolonie. Hinaus ins Freie!“ lesen.
Mi, 6.7., 20 Uhr
Bürgersaal des Rathauses Grötzingen
KostenfreiBegegnung von Minnesang und neuen Göttinnen
Amouröses zwischen Literatur und Kunst mit Wolfgang Wegner und Simone Maria Dietz
Mi, 13. 7., um 20 Uhr, Rathaus Grötzingen
Kosten: 5 Euro
Anmeldung unter: groetzingen@karlsruhe.de„Die Männer der Malweiber“
12.6.–31.7. 2022
Ausstellung der Heimatfreunde Grötzingen, Schultheiß – Kiefer – Str. 6
Eröffnung: So, 12. 6., 14 Uhr
Öffnungszeiten: So, 14 – 18 UhrBuchbare Führungen für Gruppen (Erwachsene)
Buchen Sie einen einstündigen Führungs-Rundgang durch die Ausstellung Göttinnen des Jugendstils für Ihre Gruppe. Auch als inklusive Führung buchbar.
Max. 20 Personen, auch in englischer, französischer Sprache buchbar. Weitere Sprachen auf Anfrage.Weitere Informationen undie Möglichkeit zur Anmeldung erhalten Sie bei unserem Buchungsservice unter service@landesmuseum.de oder +49 (0)721 926-6520 (Mo–Do 9–12 und 14–17 Uhr
Fr 9–12 Uhr) sowie in unserem Buchungsformular.Audioguide
Unseren Audioguide können Sie mit dem eigenen Smartphone über das WLAN des Museums nutzen (Angebote in Deutsch, Englisch, Französisch sowie speziell für Kinder, Kosten: 4 Euro); den Zugang erhalten Sie vor Ort. Hierzu rufen Sie bei Ihrem Besuch die entsprechende Website auf, was auch via QR-Code möglich ist. Danach können Sie den Audioguide auch offline nutzen. Bitte denken Sie an Ihre Kopfhörer! Eine begrenzte Anzahl an Leihgeräten halten wir bereit, für alle, die kein Smartphone nutzen.
Hinweis: In unseren Sonderausstellungen sind keine Führungen in Eigenregie möglich. Wenn Sie eine Führung wünschen, kontaktieren Sie bitte unseren Buchungsservice.






Alfons Mucha, „La Nature“
Paris, 1899/1900 Badisches Landesmuseum © Badisches Landesmuseum, Foto: Schoenen
Cover der Zeitschrift „Jugend“
Entwurf: Julie Wolfthorn München, November 1897 Allard Pierson, Sammlungen der Universität Amsterdam © Allard Pierson, Foto: Stephan van der Linden
Koloman Moser, Umschlag für die Zeitschrift "Ver sacrum"
Wien, April 1899 Allard Pierson, Sammlungen der Universität Amsterdam © Allard Pierson, Sammlungen der Universität Amsterdam
Cover der Zeitschrift „Jugend“
Entwurf: Karl Bauer München, Juli 1896 Allard Pierson, Sammlungen der Universität Amsterdam © Allard Pierson, Foto: Stephan van der Linden
Alfons Mucha (Entwurf), Zyklus “Les fleurs”
Paris 1897 / Ausführung Druckerei F. Champenois Imprimeur-Editeur, Paris 1898 Seidenatlas, Farblithographie H 100,7 cm, B 41,7 cm (je Stoffbahn) Signiert auf allen Stoffbahnen unten "Mucha" Badisches Landesmuseum © Badisches Landesmuseum, Foto: Peter Gaul
Hans Christiansen (?), "Meerjungfrau"
Darmstadt, 1895 Badisches Landesmuseum © Badisches Landesmuseum, Foto: Thomas Goldschmidt