Zuhause-Unterwegs

Auf internationalen Spuren mechanischer Musik

Menschen sind seit jeher unterwegs. Sie überschreiten Grenzen, lassen sich an neuen Orten nieder und bringen dabei Wissen, Erfahrungen und Ideen mit. Doch auch Wissen und Technologien verbreiten sich über Grenzen hinweg, durch Handel, Austausch und internationale Netzwerke. Diesen vielfältigen Formen von Mobilität und Migration widmet sich die trinationale Ausstellungsreihe Zuhause-Unterwegs. Mehr als 30 Museen in Deutschland, Frankreich und der Schweiz beleuchten das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven.

Das Deutsche Musikautomaten-Museum im Schloss Bruchsal zeigt im Rahmen der trinationalen Ausstellung vom 25. September bis 26. September 2026 den Schwarzwald als internationales Zentrum für mechanische Musik im 19. Jahrhundert. Hier wurden Musikautomaten entwickelt und produziert, die ihren Weg in die ganze Welt fanden. Die Sonderpräsentation führt dabei wie ein thematischer Pfad durch die Dauerausstellung: Ausgewählte Objekte werden gezielt hervorgehoben und erzählen von internationalen Handelswegen, Migration und dem Austausch von Wissen.

Blick in die Ausstellung des Deutschen Musikautomaten-Museums mit mehreren historischen Musikautomaten, darunter eine große, reich verzierte Jahrmarktsorgel und eine Orgel der Gebrüder Bruder aus Waldkirch. Das Badische Landesmuseum präsentiert hier Kultur und Technikgeschichte der mechanischen Musik.
Blick in die Präsentation des Deutschen Musikautomaten-Museums mit zwei historischen Musikautomaten in hohen Holzgehäusen. Die Ausstellung „Zuhause – Unterwegs“ des Badischen Landesmuseums verbindet die Kultur mechanischer Musik mit ihrer internationalen Geschichte.
Historische Orgel in einem reich verzierten Holzgehäuse mit sichtbaren Pfeifen im Deutschen Musikautomaten-Museum. Das Badische Landesmuseum präsentiert das Instrument im Rahmen von „Zuhause – Unterwegs“ und vermittelt Kultur, Technikgeschichte und den internationalen Austausch im Orgelbau.

Der Schwarzwald als Tech-Hub

Mit der Industrialisierung entwickelte sich der Schwarzwald zu einem Zentrum für die Herstellung mechanischer Musikinstrumente. Zahlreiche Unternehmen produzierten hier Musikautomaten und entwickelten neue technische Lösungen. Musikautomaten aus dem Schwarzwald wurden ins Britische Empire, ins Russische Kaiserreich und in die USA exportiert. Unternehmen aus der Region agierten damit bereits im 19. Jahrhundert als Global Player.

Wenn Wissen Grenzen überschreitet

Doch nicht nur die Musikautomaten waren unterwegs. Auch Fachkräfte wanderten aus und nahmen ihr Wissen und ihre handwerklichen Fähigkeiten mit. Mit ihnen gelangte das Know-how der Schwarzwälder Musikautomatenindustrie in andere Länder und zu neuen Produktionsstandorten. Die Sonderpräsentation zeigt, wie eng Mobilität, Migration, technischer Fortschritt und wirtschaftlicher Austausch miteinander verbunden waren. 

Porträt eines älteren Mannes mit weißer Perücke, der an einem Tisch sitzt und eine technische Zeichnung hält. Das Bild zu Roentgen und zur Ausstellung „Zuhause – Unterwegs“ im Deutschen Musikautomaten-Museum des Badischen Landesmuseums vermittelt Kultur sowie die Bedeutung von technischem Wissen und internationalem Austausch.
Historisches Schwarz-Weiß-Porträt von Daniel Imhof als junger Mann im 19. Jahrhundert. Die Aufnahme zur Ausstellung „Zuhause – Unterwegs“ im Deutschen Musikautomaten-Museum des Badischen Landesmuseums steht im Kontext von Kultur, Migration und internationalem Wissenstransfer rund um mechanische Musik.
Historische Schwarz-Weiß-Fotografie zweier Männer vor der Orgelfabrik Carl Frei und Sohn in Waldkirch. Das Bild zur Ausstellung „Zuhause – Unterwegs“ im Deutschen Musikautomaten-Museum des Badischen Landesmuseums verweist auf die Kultur und Tradition des Orgelbaus sowie die internationale Geschichte mechanischer Musik.

Trinationale Ausstellung am Oberrhein

Zuhause-Unterwegs…Auf internationalen Spuren mechanischer Musik ist Teil der trinationalen Ausstellungsreihe Zuhause-Unterwegs des Netzwerks Museen. Zwischen dem 25. September und dem 26. September 2026 beteiligen sich mehr als 30 Museen in Deutschland, Frankreich und der Schweiz mit eigenen Ausstellungen und unterschiedlichen Perspektiven auf Mobilität und Migration. Mehr Infos in der Linkliste.