Cyberangriff auf das Badische Landesmuseum Karlsruhe

Benachrichtigung gemäß Artikel 34 DSGVO


Art des Datenschutzvorfalls

Das Badische Landesmuseum wurde Ziel eines Cyberangriffs, der am 19. Juni 2026 festgestellt wurde. Erste Analysen spezialisierter IT-Forensiker ergaben, dass Daten unrechtmäßig kopiert und entwendet wurden. 

Zum Schutz aller Beteiligten informieren wir darüber, dass vom Datenabfluss unter anderem geschäftliche oder persönliche Daten von Mitarbeitenden, Partnerunternehmen sowie Besucherinnen und Besuchern betroffen sind. Welche Daten und Personen konkret betroffen sind, ist noch Gegenstand der laufenden Untersuchungen und Ermittlungen. Betroffene Personen werden gezielt informiert.
 

Eingeleitete Schritte und Gegenmaßnahmen

Um eine weitere Schadensausbreitung zu verhindern, wurde unmittelbar nach Entdeckung des Angriffs die komplette IT- und Kommunikationsinfrastruktur kontrolliert heruntergefahren. Diese präventive Maßnahme führte temporär zur Beeinträchtigung der wesentlichen IT-Dienste des Badischen Landesmuseums. Diese sind für den Publikumsbetrieb inzwischen größtenteils behoben.

Zur Bewältigung der Situation wurde umgehend ein Krisenstab etabliert. Gemeinsam mit externen Cybersicherheits-Spezialisten wird intensiv an der forensischen Aufarbeitung sowie an der kontrollierten Wiederinbetriebnahme der betroffenen Systeme gearbeitet.

Das Badische Landesmuseum hat umgehend Anzeige erstattet und arbeitet eng mit den zuständigen Ermittlungsbehörden, insbesondere dem LKA und der Kriminalpolizei Karlsruhe, zusammen. Zudem wurden unverzüglich alle gesetzlichen und regulatorischen Meldepflichten erfüllt: Der Vorfall wurde dem Landesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit Baden-Württemberg (gemäß Art. 33 DSGVO) sowie dem Beauftragten für Informationssicherheit (ISB) des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg (MWK) gemeldet. Zur technischen Unterstützung und Analyse wurde darüber hinaus die Cybersicherheitsagentur Baden-Württemberg (CSBW) vollumfänglich eingebunden.

Die interne Datenschutzbeauftragte (erreichbar unter datenschutz@landesmuseum.de) ist involviert.

Die Mitarbeitenden des Badischen Landesmuseums sind inzwischen zum größten Teil wieder wie gewohnt per E-Mail zu erreichen.
 

Mögliche Risiken und Handlungsempfehlungen

Verlässliche Aussagen über die potenziellen Folgen des IT-Sicherheitsvorfalls für Einzelpersonen können derzeit noch nicht getroffen werden. Sofern konkrete Informationen zur Veröffentlichung sensibler Daten vorliegen, werden Maßnahmen ergriffen, um die betroffenen Personen zu informieren. 

Wir bitten Sie, auch unabhängig von diesem Vorfall die üblichen Sicherheitsstandards einzuhalten und bei unerwarteten Aktivitäten aufmerksam zu reagieren. Bitte berücksichtigen Sie dabei vor allem die folgenden Punkte:

  • Verifizieren Sie eingehende E-Mails, Kurznachrichten oder sonstige Kontaktversuche sorgfältig auf ihre Echtheit, um Phishing-Versuche frühzeitig zu erkennen.
  • Klicken Sie nur auf Links und öffnen Sie nur Dokumente aus sicheren Quellen. Da Cyberkriminelle entwendete Daten nutzen können, um täuschend echte Nachrichten mit realen Bezugspunkten zu generieren, ist doppelte Vorsicht geboten. Bestätigen Sie die Identität des Absenders im Zweifel über einen unabhängigen Kommunikationskanal – nutzen Sie dafür keinesfalls die in der Nachricht angegebenen Kontaktdaten.
  • Geben Sie Passwörter, PINs oder andere vertrauliche Daten nicht per Nachricht oder Anruf heraus. Seien Sie extrem skeptisch, wenn Sie dazu aufgefordert werden, und melden Sie den Vorfall bspw. an den/die Informationssicherheitsbeauftragte/n. 
  • Halten Sie Betriebssysteme und Virenschutzprogramme durch fortlaufende Updates auf dem neuesten Stand.
  • Nutzen Sie für jeden digitalen Zugang ein individuelles Kennwort. Tauschen Sie Zugangsdaten sofort aus, falls Anmeldeversuche fehlschlagen oder Ihnen Unregelmäßigkeiten auffallen.
  • Überprüfen Sie Ihre Bankkonten und Kreditkartenabrechnungen regelmäßig. Melden Sie unbefugte Abbuchungen unverzüglich Ihrem Kreditinstitut, um betroffene Konten gegebenenfalls sperren zu lassen.
  • Wenden Sie sich bei konkreten Verdachtsmomenten an die Strafverfolgungsbehörden. Für Institutionen, Firmen und Vereine ist die Zentrale Ansprechstelle Cybercrime (ZAC) des LKA Baden-Württemberg (Tel.: +49 711 / 5401-2444, E-Mail: cybercrime@polizei.bwl.de) erreichbar. Privatpersonen kontaktieren bitte ihre lokale Dienststelle oder nutzen die digitale Onlinewache der Polizei Baden-Württemberg.

    Ergänzende Handlungsempfehlungen zum Schutz Ihrer Daten nach einem Sicherheitsvorfall können Sie den Basistipps zur IT-Sicherheit des BSI entnehmen: Cyber-Sicherheitsempfehlungen des BSI

Über aktuelle Entwicklungen und neue Erkenntnisse informieren wir Sie über unsere Website. 

Badisches Landesmuseum

Stand 31. Juli 2026