Corona-Sammlung

Desinfektionsmittel? Normalerweise nichts für die Sammlung eines kulturhistorischen Museums, sollte man meinen. Doch die Corona-Pandemie änderte das.

Das volkskundliche Fachreferat, das die Gegenwart schon lange im Blick hat, startete am 15. März eine Corona-Sammlung. Desinfektionsmittel wurde dabei zu einem großen Thema, denn bereits zu Beginn der Krise war es zur Mangelware geworden – in Privathaushalten, aber viel schlimmer noch, auch in Krankenhäusern und Arztpraxen. Viele Alkoholproduzenten (Brauereien, Winzer und Sprituosenfabriken) zweigten daher in vermehrten Mengen Basisalkohol aus ihren Produktionen zur Herstellung von Desinfektionsmitteln ab. Als historische Zeugnisse dieser ‚Notproduktion‘ gelangten von der Staatsbrauerei Rothaus, der Schnapsfabrik Schladerer und der Winzergenossenschaft Alde Gott Vorprodukte und Abfüllungen in die Corona-Sammlung. Hier sollte das Thema Handhygiene nun - neben der Maske als Schlüsselbild der Krise - eine besondere Repräsentanz erlangen.

Ihre Ansprechpartnerin

Brigitte Heck

Leitung Referat Volkskunde, Oberkonservatorin Alltags- und Landesgeschichte Badens 18.-21. Jh.

T +49 (0)721 926-6528

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Zu den Objekten

"Corona sammeln" - Ein Beitrag von Brigitte Heck und Sonja Thiel im „Zbiór Wiadomości do Antropologii Muzealnej”, nr 8/2021 gibt einen Überblick, wie an Museen Corona gesammelt wurde. 

Collecting Corona

 


Bildergalerie

Weitere Objekte unserer Corona-Sammlung

Nachbarschaftsgeschenk zu Ostern 2020 in Coronazeiten: ein selbstgebackener Hase, ein Schoko-Ei und ein handgeschriebener Notizzettel mit dem Text: "Frohe Ostern & bleibt gesund"
Ein runder Pin zum Anstecken, der den groben Umriss eines Virus andeutet, in dem der Text "Corona Besieger" in Großbuchstaben steht.
Ein großes Grußbanner der Erzieherinnen des Karlsruher kath. Kindergartens St. Matthias an seine Kinder und ihre Familien mit einem Regenbogen und dem Text: "Wir grüssen alle Kinder + Familien/ Wir denken an euch / Bitte bleibt gesund".
Plakatkampagne der Stadt Bruchsal von März bis Juni 2020, hier mit einem gefährlich wirkenden Bären, der das Maul aufreißt mit dem Text: "Wir halten Abstand. Wir gegen Corona"

Unsere Corona-Sammlung im Video

Die Corona-Krise hat unseren Alltag und das soziale Leben gründlich durcheinandergewirbelt. Wir alle mussten lernen, mit immer neuen Herausforderungen wie Social Distancing, Maskenpflicht und Ausgangsbeschränkungen umzugehen. Aber Not macht erfinderisch und viele haben kreative Lösungen gefunden, um ihren Alltag zu meistern. Brigitte Heck, Oberkonservatorin für die Alltagsgeschichte Badens, zeigt uns, wie das Badische Landesmuseum diese besondere Zeit dokumentiert und in seiner Sammlung archiviert.


Wenn auch Sie Ideen und kreative Vorschläge haben, was zur Corona-Krise in die Sammlung des Museums aufgenommen werden sollte, so freuen wir uns über eine Nachricht an brigitte.heck@landesmuseum.de.