Museum digital

Unser digitales Angebot in Corona-Zeiten

Selbst gemacht! Kreatives für Kinder

Do-it-Yourself-Tutorials aus der Reihe "KiMO - Kinder im Museum Online"

In den Do it yourself-Tutorials der Reihe KiMO - Kinder im Museum Online zeigen wir Euch, wie man aus vorhandenem Material zuhause Spiele nach historischem Vorbild oder kleine Geschenke mit Museumsbezug gestalten kann.

Folge 1: Osterkörbchen

Ein Osterkörbchen selbst gestalten - ganz im Sinne von Nachhaltigkeit und Upcycling! In der ersten Folge unserer Do-it-Yourself-Tutorials zeigen wir Euch, wie Ihr allein oder mit der ganzen Familie ein passendes "Nest" für Eure Geschenke und Osterleckereien herstellen könnt.

Folge 2: Eine fürstliche Krone

Zu den größten Schätzen im Badischen Landesmuseum gehört die Krone der badischen Großherzogsfamilie. Mit einer eigenen Krone kannst auch Du in die Rolle einer Königin oder eines Königs schlüpfen. Wir zeigen Dir in dieser Anleitung, wie Du diese ohne großen Aufwand selbst herstellst.


Is ja 'n Ding! Geschichten für Kinder

Der Kinder-Podcast des Badischen Landesmuseums aus der Reihe "KiMO - Kinder im Museum Online"

Was haben die Menschen vor 12.000 Jahren mit einem Lochstab aus Geweih gemacht, war die mittelalterliche Burg Hohenbaden eigentlich gemütlich und warum darf heute keiner mehr auf dem badischen Thron sitzen? Der neue Kinder-Podcast Is ja ‘n Ding! aus der Reihe KiMO - Kinder im Museum Online stellt in jeweils 3- bis 5-minütigen Folgen ein Objekt aus dem Museum vor und versetzt kleine wie große Hörer*innen in vergangene Zeiten. Die Reihe startet mit gleich drei Folgen: lauscht dem Gespräch von der beiden Schildkröten-Terrinen Amelie und Lusie, entdeckt Euren Forscherdrang mit einer Käfermenagerie und lernt von dem jungen Schützen Murat die hohe Kunst des Bogenschießens im früheren Osmanischen Reich näher kennen.

Ab sofort findet Ihr hier jeden Sonntag eine neue Folge!


Humanimal - Das Tier und Wir

Der Podcast zur Ausstellung

Es geht um eure Liebsten – vom Ozean über den heimischen Fischteich folgen wir tierlichen Spuren bis ins Karlsruher Schloss. Nach einem Jahr "Humanimal"-Ausstellung schauen wir zurück und auf die Tiere, die Euch wichtig sind. Foto: ARTIS


Humanimal - Das Tier und Wir

Der Podcast zur Ausstellung

Vom gestiefelten Kater bis zu George Orwells "Animal Farm" - die Weltliteratur war zu allen Zeiten stets auch ein „tierisches“ Lesevergnügen. In dieser Episode des „Humanimal“-Podcasts wirft Stephanie Heck einen genaueren Blick auf das tierische Universum zwischen zwei Buchdeckeln. Foto: ARTIS


Räuber Hotzenplotz

Der Kurzfilm zur Ausstellung

Lust auf eine kleine Räuberjagd? Auch wenn unsere "Räuber Hotzenplotz"-Mitmachausstellung derzeit noch geschlossen bleiben muss, könnt Ihr Euch in diesem Kurzfilm einen Überblick über die spannenden Abenteuer verschaffen, die Kasperl und Seppel während ihrer Suche nach Großmutters Kaffeemühle im Karlsruher Schloss erleben.

#HotzenplotzinKa


Humanimal – Das Tier und Wir

Der Podcast zur Ausstellung

Menschen missbrauchten Tiere früher bewusst bei unterschiedlichsten Methoden der Strafvollstreckung. Tiere sollten in Gerichtsprozessen für ihre vermeintlichen Vergehen einstehen. Heute ist der Tierschutz hingegen im Grundgesetz verankert und viele Menschen setzen sich aktiv für das tierische Wohl ein. In der neuen Humanimal-Podcastfolge geht Volontärin Loretta Stritzel u.a. der nach wie vor virulenten Frage nach, ob Tiere Träger von Rechten und Pflichten sein können. Foto: ARTIS - Uli Deck


Digital durch Corona mit dem Badischen Landesmuseum: Weihnachtliche Stroh-Dekoration

Vor 300 Jahren fingen die Menschen im südlichen und mittleren Schwarzwald an, Stroh zu flechten. In der Abteilung "Baden und Europa" des Badischen Landesmuseums könnt Ihr diese alte Handwerkstechnik kennenlernen. Hier zeigen wir Euch, wie Ihr eine schöne weihnachtliche Dekoration aus Stroh selbst herstellen könnt. Foto: ARTIS - Uli Deck

Das Badische Landesmuseum auf YouTube


Der Räuber Hotzenplotz trifft den Nikolaus

Passend zur Adventszeit zeigen wir Euch hier, wie Ihr weihnachtliche Lesezeichen für Euren nächsten "Räuber Hotzenplotz"-Schmökerabend gestalten könnt.

www.landesmuseum.de/hotzenplotz

#HotzenplotzinKa


Der Adventskalender des Badischen Landesmuseums

Versüßen Sie sich gemeinsam mit uns das Warten auf den Weihnachtsmann: Wir haben für Sie hinter jedem Türchen unseres Adventskalenders spannende, lustige und auch kuriose Objekte aus dem Sammlungsbestand des Badischen Landesmuseums versteckt...Lassen Sie sich überraschen!

 

 


1 schützendes Auge

Hinter unserem ersten Adventstürchen verbirgt sich eines der bekanntesten und am häufigsten getragenen Amulette des alten Ägypten: das sogenannte Udjat-Auge. Es symbolisiert Schutz vor dem Bösen Blick, schnelle Heilung, Stärke und Vollkommenheit. Der falkenköpfige Lichtgott Horus wirft sozusagen immer „ein Auge“ auf die Tragenden / auf seine Besitzer*in. Der altägyptischen Sage nach, verletzt, raubt und verschlingt Seth – Gott des Chaos und des Verderbens – das Auge des Horus im Kampf. Die Göttin Isis heilt das Auge wieder und bringt es ihrem Sohn zurück. Somit ist das Udjat-Auge auch ein Symbol für die Ordnung der Welt, die gestört und wiederhergestellt wird.

 

 

Nimm zwei
Was ist besser als ein Geschenk? Zwei Geschenke! 1806 heiratete Stéphanie de Beauharnais (1789-1860), die Adoptivtochter von Napoléon Bonaparte, den badischen Erbprinzen Karl (1786-1818). Zu diesem Anlass machte Napoléon dem Paar ein wahrhaft kaiserliches Hochzeitsgeschenk: zwei prunkvolle Vasen aus Porzellan. Das dekorative Doppel ist somit nicht nur eine Erinnerung an die Eheschließung zweier Fürstenkinder, sondern auch an die geschichtsträchtige Verbindung zweier Fürstenhäuser: dem französischen Kaiserhaus und dem Großherzogtum Baden. Wenn auch Stéphanie in den ersten Jahren ihrer arrangierten Ehe mit Großherzog Karl nicht glücklich war, fanden die Eheleute 1810 nach einem gemeinsamen Sommer in Baden-Baden schließlich zueinander. Bis heute gilt ein Ausflug in die mondäne Kurstadt als „heilsam“ …

 

 

3er-Gespann
Aller guten Dinge sind drei – zumal, wenn sie so hübsch anzusehen sind: Das anmutige Dreiergespann zeigt die Grazien, die Töchter des Zeus und der Eurynome. Sie bringen den Menschen und Göttern Anmut, Schönheit und Festfreude, worauf auch ihre Attribute verweisen: Blütenbouquet, Getreidesträuße und Früchte in den Händen; gleichsam ist das Haar kunstvoll frisiert. Dieses Elfenbeinrelief ließ Markgräfin Sibylla Augusta von Baden-Baden (1675-1733) zusammen mit dem Relief „Vier nackte Frauen" sehr aufwendig und in gleicher Art rahmen, so dass ein Ensemble entstand.

 

 
4 Pferdestärken
Selbstsicherheit und Siegesstärke – seit Jahrtausenden symbolisiert eine Quadriga ein imposantes Motiv: triumphal und mit Leichtigkeit beherrscht ein Wagenlenker vier nebeneinander gespannte Pferde vor einem Streitwagen. Die berühmtesten Beispiele hierfür sind die spätantiken Pferde am Markusdom in Venedig und die Skulpturengruppe von Johann Gottfried Schadow auf dem Brandenburger Tor Ende des 18. Jahrhunderts. Unsere Quadriga ist noch um einiges älter: Sie entstand um 600 v. Chr. in Mittelgriechenland und verbildlicht ein Wagenrennen für die Götter. Alle vier Jahre wurden z.B. in Olympia pompöse Wettkämpfe zu Ehren von Zeus veranstaltet. Sich mit Pferd und Wagen auszurüsten, war allerdings nur Wohlhabenden und Adeligen vergönnt – für das sportliche Kräftemessen oder den Krieg. Was würden die alten Griechen wohl sagen, wenn Sie wüssten, dass wir heutzutage im Durchschnitt 150 PS lenken …

 

5 ist Trümpf
Ein Tor ist stets ein empfindlicher Übergang, der geschützt werden muss. Im alten Tibet besaß jedes Kloster und jeder Tempel einen „Gongchang“ – einen geheimen Zugang, der nur eingeweihten Mönchen vorbehalten war. In unserem Fall wurde er bewacht von der Gottheit Mahakala. Mahakala ist der zornvolle Ausdruck der Hindu-Gottheit Shiva und steht für Tod und Zerstörung. Sie wird auf der Tür mit den Zügen einer Tanzmaske dargestellt. Die fünf Totenköpfe stellen den Sieg des selbstzerstörerischen Ichs über die fünf emotionalen Hindernisse dar: Zweifel, Unruhe, Trägheit, Widerwillen und Verlangen. Diese Hindernisse stammen aus einer selbst erschaffenen Welt der Illusion. Insofern ist unser Objekt heute quasi ein 5-Kampf gegen den Schein, am Zugang zu einer besseren Welt …
 
Am 6. kommt der …
… Nikolaus! Im gesamten Christentum wird der 6. Dezember mit zahlreichen Bräuchen begangen, die sich von den vielen Legenden um den wohltätigen Bischof ableiten. Nikolaus wirkte in der ersten Hälfte des 4. Jahrhunderts als Bischof von Myra in der kleinasiatischen Region Lykien, damals Teil des römischen Reiches – der heutigen Türkei. Er soll vielen Menschen in Not geholfen haben. Das spätgotische Flachrelief stammt aus Passau. Erkennbar ist der Heilige an Mantel, Mitra und dem Bischofsstab, den er einst in der Rechten hielt. Mit der Linken reicht er drei Goldstücke bzw. goldene Kugeln. Sie sollten drei armen Schwestern als Mitgift dienen und ihnen die Verheiratung ermöglichen. Wer heute brav ist und rechtzeitig seine Schuhe rausstellt, erhält zwar kein Gold – aber einen Strumpf voll Schokolade …
 
7 auf einen Streich
Auf einem rechteckigen Kästchen ruht eine antik gekleidete weibliche Figur lässig auf einem Polster. Dabei hält die Dame das ganze Universum in Händen: Himmelsglobus und Zeigestab in ihrer Hand weisen sie als Urania, die Muse der Sternkunde, aus. Als Expertin für das Himmelsgeschehen ist sie quasi die ideale Personifikation auf einer Tischuhr: Sie verweist auf die Uhrzeit und die eingravierten Namen der sieben Planetengötter. Sieben Planeten? Nein das entspricht natürlich nicht mehr dem aktuellen Forschungsstand: Wir lassen heute nur noch Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun als Planeten gelten – der kleine Pluto als neunter in dieser Reihe hat diesen Status erst jüngst verloren. Doch bis ins 18. Jahrhundert hinein sah diese Liste ganz anders aus und umfasste alle mit bloßem Auge sichtbaren, scheinbar beweglichen Himmelskörper: Sonne und Mond sowie Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn. Insofern mag die Tischuhr vielleicht wissenschaftlich nicht mehr ganz up-to-date sein. Aber unsere Benennung der sieben Wochentage weist noch heute in vielen Sprachen auf die alte „Zählweise“ hin: Sonntag (Sonne), Montag (Mond), franz. Mercredi (Merkur), franz. Vendredi (Venus), franz. Mardi (Mars), lat. Dies Iovis (Tag des Jupiters) und engl. Saturday (Saturn).
 
8tung kostbar!
Auf eine kostbare achteckige Zierplatte aus einem sog. Agalmatolith (Chinesischer Speckstein) wurde eine ebenfalls achteckige, fein ziselierte Silberplatte aufgelegt. In der Mitte prunkt – umrahmt von Rubinen und Türkisen – das Hauptstück: ein achtfach facettierter Bergkristall. Der klare Stein lässt die Aufschrift auf dem darunter lose eingelegte Zettel gut lesen: „Herr und Besitzer Hasan, Sohn des Hüseyin“. Der Name des letzten Besitzers ist damit wohl bekannt, aber was hat es mit dem Stein auf sich? Irrtümlich wurden solche Zierplatten oft als Pferdebrustschilde bezeichnet. Im Nachlassinventar des Markgrafen Hermann von Baden-Baden von 1691 wird er jedoch aufgeführt als „Ein türck. Pfaffen stein“. Dies ist ein Hinweis auf die Derwische des Bektashi-Ordens, die derartige Zierplatten am Leibgürtel getragen haben sollen. Heute befindet sich das Highlight in der sog. Karlsruher Türkenbeute.
 
Ach, du grüne 9!
An diesem Titel stimmen zwei Dinge schon einmal gar nicht: Erstens sind diese kleinen Fayence-Kacheln nicht grün, sondern blau, weiß und gelb glasiert. Zum anderen waren es wohl auch sehr viel mehr als nur neun Stück. Sie stammen aus dem Alten Ägypten, wohl aus der Zeit Ramses III., der von 1188 bis 1156 v. Chr. über das Reich am Nil regierte. Die Kacheln zierten einst die Wände eines Palastes und sind ein Beleg für die luxuriöse Hofhaltung und den hohen Wohnstandard zu der damaligen Zeit. Mit Ramses III. nahm es aber bei allem Lebenskomfort ein äußert ungemütliches Ende: Untersuchungen an seiner sehr gut erhaltenen Mumie zeigten eine 7 cm lange Wunde am Hals, die die Speiseröhre, Luftröhre und alle Blutgefäße in dem Bereich komplett durchtrennte und sofort zum Tod geführt hat. Man muss also davon ausgehen, dass er ermordet wurde - ach, du grüne Neune!
 
Gesundheit im 10er-Pack

11 wären eins zu viel, 9 eins zu wenig. Genau 10 Gefäße möchten wir euch heute vorstellen: Es handelt sich um Apothekengläser und Salbentöpfe. Wir haben diese Anzahl ausgewählt, weil sie unser Leben ordnet: Man denke nur an die 10 Gebote, die Abgabe des Zehnten im Mittelalter, einen Countdown oder die 10 Finger an der Hand, die beim Zählen und Orientieren helfen und unser Zahlensystem bestimmen – die runde Zahl 10 ist ein Symbol für die Aufgeräumtheit der Welt! Und auch diese Gefäße stehen für eine „Ordnung“: Denn erst wenn unsere Körperfunktionen ins Gleichgewicht gebracht und wir gesund sind, ist unser Leben im wahrsten Sinne in Ordnung. Eine Thematik, die uns derzeit mehr denn je beschäftigt …Die Gefäße aus dem 16. und 17. Jahrhundert wurden am Heidelberger Kornmarkt gefunden. Hier befand sich einst das Heilig-Geist-Spital sowie eine Apotheke. Das Bodenpflaster kennzeichnet noch heute die Umrisse der ehemaligen Spitalskapelle. Bei Bauarbeiten für eine Tiefgarage wurden in den 1980er Jahren unter dem Platz Mauerreste des Spitals sowie Reste des Spitalfriedhofs ausfindig gemacht. Und auch unsere zehn Gefäße gehören zu den Funden: Sie sind wie Puzzleteile, die uns heute mehr über Alltagsleben, Gesundheitsvorsorge sowie über die Stadtgeschichte Heidelbergs erzählen.
11er raus!
Voilà – für das heutige Adventskalendertürchen haben wir wieder einmal unsere Depots durchforstet … Doch viel ist es leider nicht, was wir über diese elf Scheibenbeile wissen: Sie stammen aus Vordingborg auf der dänischen Insel Seeland und sind aus grauem Feuerstein gefertigt. Feuerstein, auch Flint genannt, war wegen seiner extremen Härte und guten Spaltbarkeit in der Steinzeit sehr beliebt. Die Bruchkanten sind extrem scharf. Unsere Objekte sind als Beile zu bezeichnen, nicht als Äxte, weil sie keine Schaftlöcher besitzen. Scheibenbeile wurden aus einer Feuersteinknollenscheibe oder einem Abschlag gewonnen. Typisch ist die breite Schneide vorne und das trapezförmig-schmale, abgerundete hintere Ende. Sie sind recht unregelmäßig geformt, denn die Funktionalität des Beils stand bei der Bearbeitung im Vordergrund, nicht die Ästhetik. Da sie nur sehr wenig Gewicht haben, sind sie vom Gebrauch her nicht mit einer heutigen Metallaxt vergleichbar. Für eine sinnvolle Handhabung und den nötigen Schwung brauchte es noch einen schweren knieförmigen Stiel aus Holz oder Geweih. So kam es dann für unsere kleine 11er-Mannschaft zum Einsatz: vor allem bei der Holzbearbeitung.
Alle 12!
Dieses kunstvoll geschnitzte Relief lebt geradezu: Die Hl. Maria Muttergottes fährt in den Himmel auf – und alle gucken zu: Um sie herum wimmeln in einem voluminösen Wolkenkranz 6 Engel und ehemals 13 Engelköpfchen, von denen 11 noch erhalten sind. Gottvater oben in der Mitte überwacht das Geschehen. Zu Marias Füßen knien die 12 Apostel um den leeren Sarkophag als Augenzeugen der wundersamen Handlung. Die Gesichter jedes einzelnen sind detailliert und liebevoll ausgearbeitet. Die Staffelung der Figuren und die präzisen Gewandfalten, die aus den Wolken herauslugenden Knie der Engel und der schräg gestellte Sarkophag schaffen eine raumgreifende Dreidimensionalität. Und wenn man die Betrachterin oder den Betrachter vor dem Objekt auch noch mitzählt, kann man mit Recht behaupten: Wirklich alle waren dabei!
 
Zum 13.
Glück gehabt: Am heutigen 13. ist weder Freitag, noch ist uns eine schwarze Katze über den Weg gelaufen. Außerdem haben wir ja diese Zauberrolle, mit der uns garantiert nichts mehr passieren kann: Denn auf der Papierbahn aus dem 18. Jahrhundert finden sich allerhand Siegel, Kreuz- und Zauberzeichen, darunter Sechsstern und fünfzackiger Drudenfuß, sowie ein Initialsegen gegen die Pest. Wer die Abkürzungen und Texte in lateinischer und deutscher Sprache laut vorliest, ist geschützt gegen „feuer und wasser“, „untreü und falschheit“ sowie gegen einen „ungerechten Todt". Eine echte Alternative zum Aluhut!
 
14 Behüter
Ob 14 Englein oder 14 Nothelfer: Bei dieser Zahl ist man immer gut behütet. Das gilt vor allem für den weltbekannten Trachtenhut aus dem Schwarzwald. Typisch sind die 14 handgefertigten, verschieden großen Pompons aus Wolle. Diese sitzen kreuzförmig auf einem Strohhut – dem sog. „Gupfen“. Er ist mit Gipsmasse verstärkt, damit die bis zu 2 kg schweren Bollen ihn nicht verformen. Die Farbe der Wollkugeln signalisiert den Ehestand der Trägerin: rot = ledig, schwarz = verheiratet. Der Bollenhut entstand zwischen 1830 und 1860 und gehörte zur Frauentracht von nur drei Gemeinden des mittleren Schwarzwaldes: Gutach, Reichenbach und Kirnbach. Im Laufe der Zeit wurden die Wollkugeln immer größer. Und allmählich entwickelte sich der Bollenhut zum Symbol für den gesamten Schwarzwald – nein, vielmehr: Er wurde ähnlich der bayrischen Lederhose zum weltweiten Merkmal deutscher Lebensart.
Gar nicht Nullacht15!
Diese Druckplatte für einen großformatigen Kupferstich ist ein außergewöhnliches Objekt zur Karlsruher Stadtgeschichte. Zum seitenrichtigen Abdruck wurde sie spiegelbildlich gefertigt. Kurz nach der Grundsteinlegung Karlsruhes 1715 gibt sie die frühe Konzeption der Gesamtanlage aus der Vogelperspektive wieder. Der Karlsruher Stadtgrundriss ist weltweit einzigartig und kann es locker mit den großen Metropolen aufnehmen. Zum Beweis: Auch in Rom, in der ehemaligen französischen Hauptstadt Versailles und in Sankt Petersburg gibt es Straßen, die auf einen zentralen Punkt zulaufen. Wohlgemerkt: drei Straßen! Aber nirgendwo ist das Prinzip so allumfassend zu Ende geführt wie in Karlsruhe: Hier laufen 32 Achsen und Wege auf den Schlossturm zu – und in umgekehrter Richtung strahlen sie wie eine Sonne in alle Welt. Insofern ist Karlsruhe idealtypisch für die vom Absolutismus geprägten Planstädte des Barock. Daher haben die Karlsruher auch allen Grund stolz zu sein und immer wieder Anlass zu feiern: In einem 15er-Jahr fallen die Festivitäten zur Erinnerung an die Grundsteinlegung von 1715 immer besonders groß aus: 1815 zum 100. Jubiläum, 1915 zum 200. und vor 5 Jahren zum bedeutenden 300. Stadtgeburtstag.
16 Mal 16. Jahrhundert
Beim sog. Schröpfen wird mit erhitzen Schröpfköpfen oder mit Saugglocken an einer bestimmten Körperstelle ein Unterdruck erzeugt. Diese durchblutungsfördernde Maßnahme wird bis heute von Heilpraktikern oder Akupunkteuren angewandt. Früher meinte man gar, damit Krankheiten aus dem Körper schwemmen zu können, indem man die Haut vor oder nach der Behandlung anritzte – eine ziemlich blutige Angelegenheit ... Doch die Vorstellung, Krankheiten im wahrsten Sinne des Wortes „aus dem Körper zu ziehen“, ist uns auch heute noch vertraut. Bereits in der Antike war das Schröpfen bekannt, z.B. in Mesopotamien, Ägypten, Indien, Griechenland sowie im Römischen Reich. Unsere 16 Schröpfköpfe aus Messing stammen aus dem 16. bzw. 17. Jahrhundert. In dieser Zeit wurde die Prozedur zur Hautreinigung und gegen Erkrankungen der Ohren, Augen und Leber eingesetzt. Barbiere und Badegehilfen boten sie als Dienstleistung im Badehaus an: Die Durlacher Badeordnung von 1536 hatte z.B. „Wasser geben, zwangen (Baden) oder schröpfen“ als Service im Angebot. Schröpfen und Haareschneiden kostete für Männer 3 Pfennige; Baden und Schröpfen bei Frauen 2 Pfennige – ein Wellness-Paket für Schönheit und Wohlbefinden!
17 Leugen musst du gehen …
… und das ist ganz schön weit! Römische Meilensteine informieren immer über die Strecke bis zur nächstgelegenen Bezirksstadt: In unserem Falle ging der Weg nach „Aquae“, dem heutigen Baden-Baden. Während man für die Angabe der Entfernung zunächst noch römische Meilen verwendete (1 römische Meile = 1,478 km), ging man im Nordwesten des Reiches ab dem 3. Jahrhundert n. Chr. auf das gallische Maß der Leuge über. Daher handelt es sich hier nicht um einen Meilen-, sondern steng genommen um einen Leugenstein. Und da 1 Leuge heutigen 2,2 km entsprechen, hatte der antike Reisende in Anbetracht dieses Entfernungsmessers noch ganze 37 km Weg vor sich. Puh, da hätten ihm also auch keine 17-Meilen-Stiefel etwas genutzt …
 
18tausend Stempel
„Unser tägliches Brot gib uns heute …“, aber sag uns bitte auch den Hersteller, das Mindesthaltbarkeitsdatum und ob es glutenfrei ist! Wer heute in die Bäckerei oder in den Supermarkt geht, findet auf seiner Verpackung nahezu alle Informationen über die Backware. Aber wie wurde das eigentlich früher gehandhabt? Mit Stempeln! Wie praktisch: Denn seit der Antike kennzeichnen Stempel aus den verschiedensten Materialien Waren, Tiere, Urkunden, Mauern, Ziegeln, Gefäße u.v.m. Heute ist uns kaum mehr bewusst, wie vielseitig die kleinen Werkzeuge eingesetzt wurden. So konnte eben auch der Bäcker das Brot mit seinem Monogramm sowie Angaben zum Gewicht bzw. der Mehlart versehen oder für den sakralen Bereich kennzeichnen. Die beiden abgebildeten Stempel werden im Inventarbuch unseres Museums als „Brotstempel“ geführt. Sie stammen aus der berühmten Sammlung Zacos: George Zacos und seine Frau Janet waren begeisterte Sammler byzantinischer Kunstwerke. Unglaubliche 18.000 Stempel aus byzantinischer Zeit konnten sie zusammentragen – eine der größten Sammlungen weltweit. Nach dem Tod von George Zacos 1983 wurde die umfassende Kollektion aufgeteilt und fand Eingang in zahlreiche Museen. Ein Teil der Sammlung konnte in den neunziger Jahren vom Badischen Landesmuseum erworben werden.
Schönheit um 19hundert
Sie ist wunderschön, geheimnisvoll, göttlich … Ein Ideal – so würde man gerne aussehen! Doch der Künstler Alfons Mucha hat in seinem Meisterwerk aus kostbarsten Materialien keine reale Frau porträtiert, nicht die zeitgenössische Schauspiel-Diva Sarah Bernhardt oder die betörende Tänzerin Cléo de Mérode. Es geht um die Verkörperung einer abstrakten Idee! „La Nature“ heißt der Titel dieser Büste, die im Jahr 1900 auf der Pariser Weltausstellung erstmals präsentiert wurde. Heute ist sie der Stolz des Badischen Landesmuseums und ab Herbst 2021 das Starstück der Sonderausstellung „Göttinnen des Jugendstils“. In ihr verkörpert Mucha mit den Mitteln der Kunst, der Pracht von Gold, Silber und Halbedelstein ein völlig neues Streben nach allumfassender Ästhetik: Die Dame ist mit ihren halb geschlossenen Augen allem Irdischen entrückt und scheint sich stattdessen in mystische Fernen zu träumen, die uns verschlossen bleiben. Die kunstvolle Linienführung des Haars entfacht ein Feuerwerk der Sinne, umspielt es doch mannigfaltig den jugendlichen Körper und den perfekten Busen. Das Diadem mit dem rätselhaften Ei weisen sie als eine Königin eines märchenhaften Reiches, als Priesterin oder Göttin aus. All das macht diese Büste zum Faszinosum – kurz: zum Inbegriff des Jugendstils. Mit uns und unserem schnöden Alltag hat das alles nichts zu tun – Gott sei dank! Denn diese Skulptur enthebt uns der Wirklichkeit und weckt unsere Sehnsucht nach überirdischer Schönheit und Unvergänglichkeit. Ach, man müsste nochmal 19 sein …
20 Milliarden – jede Menge Holz
20 Milliarden Mark war dieser Geldschein einmal wert. Eine fantastisch hohe Summe! Allerdings konnte man sich damals, als der Schein gedruckt wurde, fast gar nichts davon kaufen: Er stammt nämlich aus dem Jahr 1923 und damit aus der Hochphase der Inflation nach dem Ersten Weltkrieg. Herausgeber dieses Scheins war die Stadt Mosbach. Um ihm überhaupt noch den Anschein eines Wertes zu geben, bürgte die „Michelherd“, der Mosbacher Stadtwald. Auf der Rückseite des 20 Milliarden Mark-Scheins findet sich ein Dialog zwischen dem Papierschein und der „Michelherd“. Der Stadtwald beschwert sich und meint sarkastisch: Statt zu einem „Gutschein“ wäre manche Tanne wohl besser ein stattlicher Weihnachtsbaum geworden!
 
Ausblick auf 21
Selbst wenn Corona zahlreiche Verunsicherungen mit sich gebracht hat, dürfen wir gewiss sein: Auch dieses in vieler Hinsicht schwierige Jahr wird einmal zu Ende gehen. So blicken wir voller Hoffnung und Vorfreude auf 2021: dann, wenn das gesellschaftliche Leben wieder hochfährt und wir uns persönlich begegnen. Hinter den verschlossenen Pforten des Badischen Landesmuseums wird auf diesen Moment fleißig hingearbeitet: Der aufwendig restaurierte badische Thron samt textilem Baldachin und weiterem Mobiliar sollen ab dem Frühjahr in einer neuen Ausstellung präsentiert werden. Und auch die Kroninsignien sind dann wieder zu sehen: Krone, Zepter und Schwert, die 1811 in großer Eile für die Beisetzungsfeierlichkeiten des ersten badischen Großherzogs gefertigt wurden. Kaum zu glauben aber wahr: Das Grundgerüst der Krone besteht aus Pappe, die mit vergoldetem Silberblech belegt wurde. Doch die Edelsteine sind alle echt: 214 Rubine und Spinelle, 450 Smaragde, 9 Saphire und weit über 1.000 Diamanten. Die funkelnde Pracht lässt jedem die Augen übergehen und weckt an dieser Stelle schon einmal die Vorfreude auf "Schloss und Hof: Der Thronsaal - neu präsentiert". Na, wenn das keine glänzenden Aussichten sind!
22 Freunde sollt ihr sein…
Fußball schauen = Emotion pur! Seinen Verein im Stadion zu unterstützen, ist Pflicht jedes waschechten Fußballfans und die Liebe „seiner“ Mannschaft fast wie Religion. So bleiben auch Fan-Rivalitäten nicht aus: wie z.B. beim KSC und dem VfB Stuttgart – will man doch seine 11 ganz oben in der Liga sehen ... Noch im November 2019 kochten die Gemüter beim Spiel in der 2. Bundesliga. Doch in der Rückrunde ein halbes Jahr später herrschte auf einmal Ruhe! Nicht, weil der VfB zu dem Zeitpunkt bereits aufgestiegen war, sondern weil wir alle mit einem neuen Gegner zu kämpfen hatten: Corona ließ die Fans verstummen und 90 Minuten-Fußball-Derbys zu „Geisterspielen“ mit wenigen Besucher*innen werden. Aber das Herz, das schlägt natürlich weiter! In der Hoffnung, dass Spiele bald wieder „normal“ stattfinden können, hat der KSC Fan-Masken aufgelegt. Als Zeitdokument fanden sie nun Eingang in unsere Corona-Museumssammlung. Sie dokumentieren für die Nachfolgegenerationen die einschneidenden Maßnahmen im Jahr 2020 und die Auswirkungen auf den Fußball. Für uns sind sie aber noch mehr: Maske tragen heißt Verantwortung übernehmen – für die Gesellschaft, für jeden einzelnen, der gerade neben einem steht. Ganz egal ob VfB- oder KSC-Fan, ob Spieler von hier oder dort, Corona macht keinen Unterschied! Jetzt gilt es zusammenzuhalten, Rücksicht zu nehmen, auf dass wir bald wieder gemeinsam im Stadion stehen. Liebe Fußballer des VfB und KSC: 22 Freunde sollt ihr sein! – mit Fans, die Fußball-Kultur gemeinsam leben, mit Rücksicht und Abstand, sobald es wieder möglich ist.
23 Register für Coney Island
Coney Island! Musikalisches Durcheinander, romantische Fahrgeschäfte und flanierende Menschen zwischen Zuckerwatte-Buden. Das charmante Amüsierviertel mit seinem Riesenrad am Strand von Brooklyn, New York, wurde durch zahlreiche Filme von Alfred Hitcock, Woody Allen oder Steven Spielberg weltberühmt. Seit den 1910er und 20er Jahren sollten spektakuläre Attraktionen wie unsere selbst spielende Karussellorgel finanzkräftige Gäste anziehen. Die sog. „Militär-Symphonie-Orchester Selection" der Firma „Gebr. Bruder Waldkirch – Germany“ war eine Auftragsarbeit für den Restaurantbesitzer Mr. Feltmann und wurde 1912 in die USA exportiert. Ein automatisches Glockenspiel sowie ein Schlagwerk mit Pauke, Trommel und Becken erzeugt imposante Töne. Ganze 426 Pfeifen sind in 23 Registern angeordnet. Register sind Pfeifenreihen unterschiedlicher Klangfarben, die ein- und ausgeschaltet werden können – für eine Klangvielfalt wie in einem Orchester. In Zusammenspiel mit den 15 Androiden, die Arme, Hände, Köpfe, Augen und Augenbrauen bewegen konnten, muss die Karussellorgel die Restaurantbesucher*innen sicher beeindruckt haben. Bis heute zählt die Karussellorgel zu den schönsten Jahrmarktorgeln, die je in Deutschland gebaut wurden, und ist vermutlich auch das einzige Exemplar der Firma Bruder in dieser Ausführung. Über mehrere Besitzer gelangte sie schließlich wieder nach Deutschland zurück und 1988 in den Besitz des Badischen Landesmuseums, wo sie aufwändig restauriert wurde. Heute kann man sie im Deutschen Musikautomaten-Museum in Bruchsal bestaunen – optisch wie akustisch!
Worauf es am 24. ankommt!

Alle Jahre wieder … steht Weihnachten vor der Tür. In diesem Jahr ist alles ein bisschen anders. Doch nur weil es anders ist, heißt es nicht, dass es nicht gut wird! Nehmen wir diese Krippe: Sie ist anders – und dennoch eine vollständige Krippe: Maria, Josef und Kind bilden die „Minimalausstattung“. Eine geringe Formveränderung verleiht den Flaschen wesenhafte Züge. Die Bügelverschlüsse setzen dem Ganzen buchstäblich „die Krone“ auf und verwandeln die drei weiteren Glasflaschen in „die Weisen aus dem Morgenland“. Die Krippe reduziert die Szenerie auf das Minimalistische, Puristische und Allernotwendigste. Sie funktioniert, so wie sie ist! Genau wie Weihnachten 2020: ein stilles Fest, ohne Klimbim, nur mit den allerwichtigsten Personen oder heute eben auch ganz bewusst ohne sie – weil wir sie liebhaben! Und weil wir auch im nächsten Jahr wieder zusammen feiern wollen.
Wir wünschen Ihnen ein besinnliches Weihnachten!
Ihr Team aus dem Badischen Landesmuseum

Humanimal – Das Tier und Wir

Der Podcast zur Ausstellung

Geschätzt wie Gold, auf Glanz poliert, aber eng an die Bedrohung eines der größten Lebewesen unseres Planeten geknüpft: Elfenbein wird seit Jahrtausenden verwendet. In jüngerer Zeit verliert sich jedoch der Glanz in der Blutspur von Wilderei. In der neuesten Humanimal-Podcastfolge befasst sich die Volontärin Marte Zepernick mit der Kulturgeschichte des Elfenbeins, von der Steinzeit bis heute.


"Der Räuber Hotzenplotz" mit prominenten Lesepat*innen

Vorleseaktion zum bundesweiten Vorlesetag 2020

Zum bundesweiten Vorlesetag am 20. November 2020 laden wir Euch gemeinsam mit unseren prominenten Lesepaten dazu ein, in die Welt des Räubers mit den sieben Messern einzutauchen. Martin Wacker, Alexander Salomon (MdL) und Dr. Alexander Pischon haben bei uns im Museum Ausschnitte aus Otfried Preußlers "Räuber Hotzenplotz" gelesen. Die Videos der Vorleseaktion finden alle großen wie kleinen Fans des struppigen Kaffeemühlendiebes hier:

 

Das Badische Landesmuseum auf YouTube

 

#HotzenplotzinKa  #vorlesetag

Foto: ARTIS - Uli Deck

Digitale Museumskoffer

Steinzeit in Baden und Römer am Oberrhein

Unsere Digitalen Museumskoffer Steinzeit in Baden und Römer am Oberrhein bringen das Museum direkt zu Ihnen! Mit dem Schwerpunkt auf die Region Baden bieten die Lern-Websites faszinierende Objekte und spannende Themen. Ausgewählte Hintergrundinformationen sowie Filme und Quizfragen runden den digitalen Ausflug in unsere gemeinsame Vergangenheit ab. Lassen Sie sich ganz von Ihren Interessen leiten – oder nutzen Sie die methodisch-didaktischen Hinweise speziell für den Einsatz im Unterricht.

Foto: © ARTIS - Uli Deck

Digitale Museumskoffer


Humanimal – Das Tier und Wir

Der Podcast zur Ausstellung

Tierverehrung gibt es in verschiedenen Kulturen unserer Erde noch heute. Aber wie stehen eigentlich die größten Religionen – das Christentum, der Hinduismus und der Islam – zu der Verehrung heiliger Tiere? Und wie verhalten sich heutige Glaubensgemeinschaften zu Tierschutz und Fleischkonsum?

Silke Hockmann und Stephanie Heck beschäftigen sich in dieser zweiten Folge zum "Tier in Kult und Religion" mit religiösen Vorstellungen unserer Zeit und was man daraus für seinen eigenen Umgang mit Tieren lernen kann.


Räuber Hotzenplotz im Badischen Landesmuseum

Making-of Teil 2

Im zweiten Teil des Making-of zur Mitmachausstellung verrät Projektleiterin Elke Kollar, was große und kleine Fans vom Räuber Hotzenplotz ab dem 24. Oktober im Karlsruher Schloss erleben können.

www.landesmuseum.de/hotzenplotz
#HotzenplotzinKa


Räuber Hotzenplotz im Badischen Landesmuseum

Making-of Teil 1

Wo hat der Räuber Hotzenplotz nur die Kaffeemühle versteckt? In der liebevoll inszenierten Mitmachausstellung im Schloss Karlsruhe erleben Kinder und Familien vom 24. Oktober 2020 bis 25. April 2021 die Abenteuer aus Otfried Preußlers Kinderbuchklassiker hautnah. Im ersten Teil des Making-of spricht Ausstellungskoordinator Lars Petersen über den Aufbau der Ausstellung und die besonderen Herausforderungen in Corona-Zeiten.

www.landesmuseum.de/hotzenplotz
#HotzenplotzinKa


Shortcut Hotzenplotz

Podcast zur Sonderausstellung

Erinnern Ihr euch noch an den Räuber Hotzenplotz?

Anlässlich der kommenden Mitmachausstellung Räuber Hotzenplotz (ab dem  24. Oktober im Schloss Kalrsuhe) haben wir eine Podcastfolge produziert, mit der wir alle unser Gedächtnis wieder auffrischen können. Dabei nehmen wir die weltbekannte Geschichte des Kinderbuchautors Otfried Preußler rund um die Abenteuer von Kasperl und Seppel einmal genauer unter die Lupe ...


"Kaffee mit Kolleg*innen"

Staffel II, Folge 9

Zum Abschluss der zweiten Staffel steht Podcasterin Leilah im Fokus. Damit sie sich jedoch nicht selbst interviewen muss, übernimmt Christiane Lindner aus dem museum x diese Rolle. Sie sprechen über die Produktion des Podcasts, die in Zeiten von Corona oft Kreativität erforderte.


Humanimal – Das Tier und Wir

Der Podcast zur Ausstellung

Das Tier wurde im Laufe der Zeit ganz verschieden angesehen: Verehrungswürdig, gottähnlich oder als kultisches Opfertier. Wie kam es, dass die Menschen begannen, Tiere zu verehren? Warum mumifizierten die Ägypter Tiere, während Griechen und Römer sie den Göttern opferten?

Silke Hockmann und Stephanie Heck beschäftigen sich in dieser Folge mit lange zurückliegenden Kultpraktiken und religiösen Vorstellungen. In einem zweiten Teil werden sie dann die aktuellen Weltreligionen auf ihr Verhältnis zum Tier befragen.


"Kaffee mit Kolleg*innen"

Staffel II, Folge 8

Im Podcast spricht Leilah mit Solveig Wiener. Als Eventmanagerin ist sie auch für die Buchungen des Gartensaals im Schloss Kalrsruhe zuständig. Sie sprechen über verschobene Hochzeiten, vertagte Konferenzen und darüber, warum der Gartensaal jetzt noch strahlender erscheint.


"Kaffee mit Kolleg*innen"

Staffel II, Folge 7

In der siebten Folge des Podcasts spricht Leilah mit Dagmar Vituschek über ihre Arbeit als freie Kulturvermittlerin am Badischen Landesmuseum. Sie reden über das fehlende Lächeln und schwierige Situation von freien Mitarbeiter*innen zur Zeit - aber auch über die gewachsene menschliche Nähe.


"Kaffee mit Kolleg*innen"

Staffel II, Folge 6

Heute spricht Leilah mit Ausstellungskoordinator Lars Petersen. Dabei geht es um den Abbau der Großen Landesausstellung "Kaiser und Sultan" unter besonderen Bedingungen sowie um die Herausforderungen beim Vorbereiten der kommenden Mitmachausstellung "Räuber Hotzenplotz".


"Kaffee mit Kolleg*innen"

Staffel II, Folge 5

In der neuen Folge sprich Leilah mit Marion David, der Leiterin der Reinigungskräfte. Dabei geht es um die neuen Herausforderungen mit den aktuellen Hygieneregeln, aber auch um die alten Herausforderungen ihres Arbeitsalltags: hunderte Quadratmeter alter, empfindlicher Parkettboden.


Dein Geschenk

Die neue App des Badischen Landesmuseums

Mit unserer neuen App könnt Ihr Euren Liebsten ab sofort ganz individuelle Geschenke aus dem Museum machen. Einfach ein Objekt auswählen, es fotografieren, eine persönliche Sprachnachricht aufnehmen und schon könnt Ihr einer oder mehreren Personen Ihr Geschenk per Nachricht schicken. Mehr Infos zur kostenfreien App findet Ihr hier.

Wir haben auch schon einmal drei Objekte aus unserem Museum für Euch ausgesucht – viel Spaß beim Geschenke auspacken!

geschenk.landesmuseum.de


Ein Schloss im Mittelpunkt

Denkmalwochen digital

Eine lebendige Reise in die Stadtgeschichte kann man am Tag des offenen Denkmals unternehmen, der in diesem Jahr virtuell seltene Einblicke hinter alte Mauern bietet. Über spannende Kurzfilme und vielerlei weitere digitale Formate lassen sich Denkmale in Karlsruhe, der Kulturregion und in ganz Baden-Württemberg bequem von zu Hause aus entdecken. Das Schloss als Mittelpunkt des Karlsruher Stadtgrundrisses und Sitz des Badischen Landesmuseums darf da natürlich nicht fehlen.

Der Clip ist eine Kooperation der Stadt Karlsruhe mit dem Badischen Landesmuseum und dem Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart. Mehr Informationen zu den Denkmalwochen finden Sie unter www.karlsruhe-erleben.de/veranstaltungen/denkmaltag


"Kaffee mit Kolleg*innen"

Staffel II, Folge 4

Heute spricht Leilah mit Silke Hockmann, wissenschaftliche Volontärin am Museum. Sie reden über ihre Arbeit im Direktionsbüro, Recherchen während der Pandemie und über ihre Tätigkeiten während der strengen Kontaktbeschränkungen.


"Kaffee mit Kolleg*innen"

Staffel II, Folge 3

Heute spricht Leilah mit Eckart Köhne, dem Direktor des Badischen Landesmuseums. Sie sprechen über die Schwierigkeit, langfristige Pläne zu schmieden und den Einfluss der Corona-Maßnahmen auf den Museumsbetrieb.


Humanimal – Das Tier und Wir

Der Podcast zur Ausstellung

Hartmut Kiewert - "Brothers from different mothers" (2016)

Dieses und andere Bilder des Künstlers und Tierrechtsaktivisten sind in der Volontär*innenausstellung "Humanimal - Das Tier und Wir" als Postkarten zu sehen. In der neuesten Folge des Podcasts spricht Clara im Interview mit Hartmut Kiewert über alternative Tier-Mensch-Beziehungen und wie die humanimalen Utopien in seinen Arbeiten zu realisieren wären.


"Kaffee mit Kolleg*innen"

Staffel II, Folge 2

In der zweiten Folge spricht Leilah mit Michael Danz, dem Verantwortlichen für die Online-Kommunikation am Badischen Landesmuseum. Es geht um das digitale Angebot des Museums während der Corona-bedingten Schließung, wie dieses nach der Wiedereröffnung weitergeführt wird und darüber, wie schön sie es finden, bequem vom Sofa aus auch weit entfernte Museen digital besuchen zu können.


"Kaffee mit Kolleg*innen"

Staffel II, Folge 1

Zum Start der zweiten Staffel unseres Podcasts spricht Leilah mit Gudrun Kohrmann. Als Aufsichtskraft im Museum ist Frau Kohrmann immer mittendrin im Geschehen und erzählt aus erster Hand von der Wiedereröffnung und der Rückkehr der Besucher*innen in die Ausstellungen. Außerdem verrät sie, wie sie persönlich die letzten Monate erlebt hat und wie sicher sie sich mit den aktuellen Maßnahmen fühlt.


Podcast "Kaffee mit Kolleg*innen"

Trailer Staffel II

Es geht weiter! Ab dem 6. August gibt es jeden Donnerstag eine neue Folge unseres Podcasts. In der zweiten Staffel spricht Leilah zusammen mit Kolleg*innen aus unterschiedlichen Abteilungen darüber, wie der Museumbetrieb in Zeiten von Corona angelaufen ist und ob bereits so etwas wie eine "neue Normalität" eingekehrt ist. 


Die Gegenreformation in der Kunst

Um eine weitere Ausbreitung der Reformation zu verhindern, versuchte die katholische Kirche ihrerseits eine Erneuerung und berief das Konzil von Trient (1545-1563) ein. Umstrittene Glaubenssätze wurden neu formuliert und das stark in der Kritik stehende Ablass- und Ämterwesen beseitigt. Das Konzil führte allerdings auch zu einer klaren Distanzierung von evangelischen Glaubensvorstellungen, was sich in der Wiederbelebung mittelalterlicher Frömmigkeit, in der Aufwertung der Liturgie und in der Zuschaustellung der Religiosität äußerte. Zu den Trägern der Gegenreformation wurden die neu gegründeten Orden der Jesuiten und Kapuziner, die durch Seelsorge und volkstümliche Predigten großen Einfluss gewannen. Zudem bereicherten großzügige Stiftungen die Kirchen aufs Neue mit Kelchen, Monstranzen und Tafeln.

Das Badische Landesmuseum stellt dieses neue Selbstverständnis der katholischen Kirche in einem eigenen Raum vor, der mit einem prächtigen Sakristeischrank, Heiligendarstellungen und liturgischen Geräten ausgestattet ist. Da dieser Bereich aktuell bis auf Weiteres geschlossen bleiben muss, stellen wir einige Objekte daraus digital vor.

Bildergalerie


Podcast "Kaffee mit Kolleg*innen"

Staffel I

In der ersten Staffel des Podcasts hat Leilah aus dem Team Creative Collections / museum x zahlreiche Mitarbeiter*innen des Badischen Landesmuseums nach ihren Erfahrungen in der Corona-Krise befragt. Ehe im August die zweite Staffel beginnt, könnt Ihr hier alle Folgen gesammelt noch einmal anhören!


Humanimal – Das Tier und Wir

Der Podcast zur Ausstellung

Nachhaltige Ernährung und Veganismus bekommen zunehmend gesellschaftliche Bedeutung. Dabei ist die Jagd für die einen ein wenig präsentes und für die anderen ein umstrittenes Thema geworden. Im Gespräch mit dem Jäger Marcus Heisig zeigen wir eine sehr persönliche Perspektive auf das Töten von Tieren, Naturschutz und Fleischerzeugung.

Jagddolch, Süddeutschland, 2. Hälfte 19. Jh., Foto: Bruno Kelzer | kelzer.de


DEN STIER BEI DEN HÖRNERN - GUTE VORSÄTZE FÜR EUROPA!

Videoprojekt LEBENDIGE ANTIKE (Folge 5)

Wovon träumt ein Kontinent, der den Namen einer mythologischen Frau trägt? Die Königstochter Europa erlegt den Stier, der sie entführen möchte. Im Angesicht dieses Mordes beschreibt sie den Gründungsmythos ihres Kontinents als hoffnungsfrohen, zukunftsgewandten Moment: „ich werde einen kontinent erschaffen, wo platz ist für jeden, um seine wurzeln in die erde, und seine arme in die luft zu strecken.“ Ensemblemitglied Sonja Viegener liest zum Finale der Reihe aus dem dramatischem Gedicht EUROPA FLIEHT NACH EUROPA von Miroslava Svolikova.


Machines of Enlightenment

Historische Musikautomaten

Musikmaschinen sind schon seit dem Barock sowohl Faszinosum als auch philosophische Herausforderung. Wieviel mehr gilt das heute, im Zeitalter des Computers, in der die Kategorien des Menschlichen und des Technischen zunehmend ineinanderfallen?

Das interdisziplinäre Ensemble »gamut inc« um die Computermusikerin und Architektin Marion Wörle und den Komponisten und Gitarristen Maciej Sledziecki hat sich seit 2011 elektroakustischer Musik, neuem Musiktheater und Maschinenmusik verschrieben und arbeitet dafür projektweise mit verschiedenen Künstlerinnen und Künstlern zusammen.

Die Videos und Fotos ihrer eigenen Musikmaschinen stellen sie für den »Mannheimer Sommer« Aufnahmen historischer Musikautomaten aus dem Deutschen Musikautomaten-Museum Bruchsal gegenüber. Mit einem Einführungsvortrag über die Idee von Maschinen und Maschinenmusik, von Descartes über La Mettrie bis heute, liefern sie den Materialien einen gedanklichen Überbau, der informativ und sinnlich ist.




ES KANN NUR EINEN GEBEN? - EIN UNENTSCHIEDENER ZWEIKAMPF

Videoprojekt LEBENDIGE ANTIKE (Folge 4)

Im vierten Teil des gemeinsamen Videoprojektes zeigen das STAATSTHEATER KARLSRUHE und das BADISCHE LANDESMUSEUM eine Szene aus dem Trojanischen Krieg. Unter den Blicken ihrer Mütter treten sich der griechische Held Achill und sein Widersacher Memnon im Zweikampf gegenüber. Schauspielerin Sarah Sandeh liest aus DER UNTERGANG TROJAS des griechischen Dichters Quintus von Smyrna.


Kunst- und Wunderkammer

Markgräflich-badische Sammlung

Sammelleidenschaft, wissenschaftliches Interesse und höfische Etikette waren die Triebfeder für das Aufkommen fürstlicher und bürgerlicher Kunstsammlungen im 16. Jahrhundert. In diesen Kabinetten spiegelte sich das Weltverständnis jener Zeit wider. Aus ihnen gingen bei der Aufteilung der Sammlungen im 18. Jahrhundert die Museen im modernen Sinne hervor. Auch das Badische Fürstenhaus trug eine bemerkenswert vielfältige Kunst- und Wunderkammer zusammen. Ihr scheinbar unsystematisches Vielerlei erklärt sich aus dem Sammlungsziel, im Kleinen ein Abbild des Weltganzen zu dokumentieren. So wurden gesammelt

„Naturalia“, z.B. Mineralien, Fossilien, Muscheln oder Korallen,
„Artificalia“, künstlich bearbeitete oder kostbar gefasste Naturalia sowie Beispiele menschlichen Schaffens von hoher Kunstfertigkeit,
„Scientifica“, Zeugnisse wissenschaftlich-technischer Errungenschaften wie Uhren oder Automaten.

In der badischen Sammlung finden sich besonders viele Exemplare aus der Gruppe der „Artificalia“. Schönheit, Rarität und Kostbarkeit exotischer Materialien, die kunstvoll zu wertvollen Gefäßen verarbeitet sind, machten derlei Objekte zu begehrten Kunstkammerstücken.

Da die Sammlung aufgrund von Umbauarbeiten aktuell nicht gezeigt werden kann, stellen wir einige ihrer Objekte in einer Bildergalerie vor.

Bildergalerie


KEIN SCHAFSKOPF! - EINE ABENTEUERSTORY

Videoprojekt LEBENDIGE ANTIKE (Folge 3)

Im dritten Teil des gemeinsamen Videoprojektes zeigen das STAATSTHEATER KARLSRUHE und das BADISCHE LANDESMUSEUM, wie es Odysseus gelingt, aus der Höhle des einäugigen Riesen Polyphem zu fliehen. Ensemblemitglied Thomas Schumacher liest zu den Bildern des griechischen Skyphos (um 370/60 v.Chr.) im Karlsruher Schloss eine Passage aus Homers ODYSSEE.


ICH WERD' ZUM HIRSCH! - TOD EINES SPANNERS

Videoprojekt LEBENDIGE ANTIKE (Folge 2)

Dramatik und Komödie, Liebe und Leidenschaft, Weisheit und Torheit – die antiken Mythen und Erzählungen um Odysseus, Europa oder Helena und Paris sind ein Spiegel des menschlichen Seins. Ihre Geschichten werden seit Jahrtausenden weitergetragen; sie sind zeitloses Weltwissen und werden in Kunst, Musik, Literatur und Film immer wieder neu adaptiert. Mit größter künstlerischer Feinheit und Liebe zum Detail finden sich die Geschichten auch auf den griechischen Vasen im Karlsruher Schloss wieder. Die Figuren und mythologischen Szenen der keramischen Kunstwerke werden nun in einem gemeinsamen Videoprojekt vom STAATSTHEATER KARLSRUHE und dem BADISCHEN LANDESMUSEUM zum Leben erweckt: In drei- bis vierminütigen Filmen wurde antike Kunst mit ihrer epochenübergreifenden Wirkungsgeschichte kombiniert.

Teil 2 der fünfteiligen Reihe befasst sich mit dem Schicksal des Jägers Aktaion. Ensemblemitglied Marie-Joelle Blazejewski liest dazu eine Passage aus Ovids METAMORPHOSEN.


Humanimal – Das Tier und Wir

Der Podcast zur Ausstellung

Der Schimpanse Congo erschuf Zeit seines Lebens fast 400 Zeichnungen und Gemälde mit einem ganz eigenen Stil. In der neuen Folge des Humanimal-Podcasts erzählen Loretta und Silke nicht nur von Congo, sondern auch von Kühen auf der Flucht und widerständigen Führhunden. Welche Macht und Wirkung hat das Handeln dieser Tiere?


GNTM – GRIECHENLANDS NEXT TOPMODEL zum Paris-Urteil

Videoprojekt LEBENDIGE ANTIKE (Folge 1)

Dramatik und Komödie, Liebe und Leidenschaft, Weisheit und Torheit – die antiken Mythen und Erzählungen um Odysseus, Europa oder Helena und Paris sind ein Spiegel des menschlichen Seins. Ihre Geschichten werden seit Jahrtausenden weitergetragen; sie sind zeitloses Weltwissen und werden in Kunst, Musik, Literatur und Film immer wieder neu adaptiert. Mit größter künstlerischer Feinheit und Liebe zum Detail finden sich die Geschichten auch auf den griechischen Vasen im Karlsruher Schloss wieder. Die Figuren und mythologischen Szenen der keramischen Kunstwerke werden nun in einem gemeinsamen Videoprojekt vom STAATSTHEATER KARLSRUHE und dem BADISCHEN LANDESMUSEUM zum Leben erweckt: In drei- bis vierminütigen Filmen wurde antike Kunst mit ihrer epochenübergreifenden Wirkungsgeschichte kombiniert.

Die fünfteilige Reihe startet mit GNTM – GRIECHENLANDS NEXT TOPMODEL zum sogenannten Paris-Urteil. Eingesprochen wurden die Tonsequenzen der Videos von den Ensemblemitgliedern Marie-Joelle Blazejewski, Sarah Sandeh, Sonja Viegener, Jannek Petri und Thomas Schumacher. Im BADISCHEN STAATSTHEATER wirkten darüber hinaus Jan Pallmer für den Schnitt sowie Dramaturg Eivind Haugland an der Realisierung mit. Das inhaltliche Konzept und die Umsetzung auf Seiten des BADISCHEN LANDESMUSEUMS lagen bei Kuratorin Susanne Erbelding und Marketingleiterin Katrin Lorbeer.


Folge 31

Flötenuhren: Ein Schwarzwälder Exportschlager

Das Objekt mit dem palastartigen Aufbau über einer Straßen- oder Marktplatzszene entstand im Jahr nach Napoleons Tod. Einige Figuren oben erinnern an die Schlacht von Austerlitz 1805, als Napoleon den besiegten Franz II. von Österreich empfing. Der Orientale mit Säbel könnte der damalige osmanische Sultan Selim III. sein, dessen Regierung 1807 mit einer Staatskrise endete. Unten zeigt sich auf städtischer Ebene vielfältig mechanisches Leben: Rechts ein Schlachter mit Rind, ein Schmied am Amboss, ein Schneider und eine Schneiderin beim Nähen. Links zückt eine Frau den Geldbeutel, und ein Pfeifenraucher schlägt Feuersteine, ein Schuster arbeitet und ein Mann spaltet Holz. In der Mitte sind zwei gegenläufige Kreisel: Auf dem Inneren drehen sich Paare und Einzelfiguren. Auf dem Äußeren reiten Offiziere und Husaren der französischen Kaiserlichen Garde. Ihre Art lässt erkennen, dass sie in der Herstellung einst wohl Spielzeugsoldaten waren. Unklar bleibt die Bedeutung des „B“ in der zentralen Kartusche. Bezieht es sich auf den Familiennamen Bruder – die Uhr wird von einigen Seiten als ein Hochzeitsgeschenk gewertet  -oder Bonaparte?

Sign: „Ignaz Bruder, Spi(e)luhren Macher in Simonswald in Breisgau, 1822“, Stiftwalze, 28 Claves,112 Pfeifen in 4 Registern, 8 Melodien, Inv. Nr. 2006/1007


Videoguide

Begeben Sie sich mit der Kuratorin Dr. Schoole Mostafawy auf eine Virtuelle Tour durch die Ausstellung, die in Karlsruhe aus Anlass des 100. Jubiläums des Badischen Landesmuseums im Oktober 2019 eröffnet wurde. Infolge der Pandemie 2020 musste die Ausstellung mit ihrer Fülle an nationalen und internationalen Exponaten aus berühmten Sammlungen vorzeitig schließen. Für den während der Schließungszeit gedrehten und produzierten Film zeichnen sich Benjamin Breitkopf und David Loscher verantwortlich. Verlinkungen mit dem für diese Ausstellung von mehr als 50 renommierten Wissenschaftler*innen erarbeiteten, z. T. neuen Forschungsmaterial übernahm Alexander Kim. Die englischen Untertitel erfolgten auf der Grundlage der Übersetzungen von Joanne Eysell, Magda Kästel und Dr. Geraldine Schuckelt.


Corona-Objekte aus unserer Sammlung


Zahlreiche Museen in Deutschland – darunter auch das Badische Landesmuseum – sammeln derzeit gezielt Objekte und Bilder, die einen Bezug zur Corona-Krise aufweisen. Auf diesem Wege möchten wir diese besondere und historisch bedeutsame Zeit dokumentieren und für die Nachwelt festhalten.

Doch auch ein Blick in die existierenden Sammlungen bringt mitunter Erstaunliches zutage: Unter den rund 500.000 Objekten aus den Beständen des Badischen Landesmuseums finden sich viele, die derzeit ein Revival erleben: Exponate, die in Zeiten von Maskenpflicht und Social Distancing auf kuriose Weise hochaktuell sind, Artefakte, die den Umgang mit Krisen längst vergangener Tage bezeugen oder Gebrauchsgegenstände, die auf den Namen "Corona" hören ... 

Auf Instagram stellen wir Euch diese Objekte vor und erzählen ihre Geschichte.

Zum Instagram-Kanal des Badischen Landesmuseums


Humanimal – Das Tier und Wir

Der Podcast zur Ausstellung

Kulturanthropologin Raffaela Sulzner beleuchtet in der neuen Folge des Humanimal-Podcasts die Rolle der Biene als Arbeitstier. Am Beispiel der urbanen Imkereien Wiens erzählt sie im Gespräch mit Nicolas Dittgen von den ambivalenten Beziehungen zwischen dem Mensch und den kleinen summenden Tieren – aber auch, was die Bienen mit Nationalismus verbindet.
 


Folge 30

„Alte Objekte neu befragt“

Die Sammlungsausstellung Baden und Europa im Karlsruher Schloss zeigt die badische Geschichte von 1789 bis heute in einem europäischen Kontext. Nicolas Dittgen, Wissenschaftlicher Volontär im Referat Volkskunde, möchte im Rahmen einer "Intervention" Objekte, die antisemitische, rassistische, kolonialistische und homophobe Sichtweisen aufweisen, identifizieren und kritisch hinterfragen. Dabei nimmt er die Exponate als historische Quellen in einen Dialog mit aktuellen gesellschaftlichen Prozessen und Veränderungen. Durch zusätzliche erklärende Texte sollen künftig Besucher*innen sensibilisiert und angeregt werden, auch andere Objekte aus neuen Perspektiven zu betrachten und zu hinterfragen.


Organetten & Co.

Wer kennt noch die „Organette“ – vor über hundert Jahren beworben als kleine Drehorgel „für das vornehme Haus und den feinen Salon“?
Das Deutsche Musikautomaten-Museum stellt einige dieser Musikautomaten aus seiner Sammlung vor.

Mit der sich ausweitenden Musikindustrie um 1900 steigerte sich der Wunsch, selbst Musik machen zu können. Es waren kleine, speziell für den Hausgebrauch hergestellte Tischdrehorgeln, die schließlich die privaten Haushalte der bürgerlichen Gesellschaftsschicht eroberten. Bei den „Organetten“ handelt es nicht, wie der Name es vermuten lässt, um kleine Orgeln, sondern um kleine Musikgeräte mit Zungenstimmen zum Kurbeln. Sie funktionieren ähnlich wie Harmonikas.

Durch die Verwendung von Lochplatten und Papiernotenrollen anstelle teurer Stiftwalzen, waren sie preisgünstig und einfach zu bedienen. Auch das Musikangebot konnte erheblich gesteigert werden. Innerhalb weniger Jahre wurden Hunderttausende verkauft

Die Hersteller produzierten eine Vielzahl an Modellen. In ihrer Funktionsweise sind sie im Prinzip alle gleich. Führend in der Europäischen Herstellung waren die deutschen Produzenten. Ein großes Produktionszentrum war Leipzig.


Internationaler Museumstag

#MuseenEntdecken


Am 17. Mai feiern wir den Internationalen Museumstag!
Unter dem diesjährigen Motto „Das Museum für alle: Museen für Vielfalt und Inklusion“ möchten wir ein respektvolles gesellschaftliches Miteinander fördern. Mit dem Hashtag #MuseenEntdecken könnt Ihr digital die vielfältige Museumslandschaft von der Nordsee bis in den Schwarzwald erkunden.


Podcast

Folge 10

In der zehnten und letzten Folgen des Podcasts "Kaffee mit Kolleg*innen" hat Leilah unsere beiden Digital Catalysts interviewt. Christiane Lindner und Johannes Bernhardt sprechen über ihr Jobprofil, unbegrenzte Möglichkeiten im museum x  und das Ziel, Museen auch im digitalen Raum zu dialogischen Räumen zu machen.


Folge 29

Das Badische Landesmuseum verfügt über eine Antikensammlung von internationalem Rang. Römische Skulpturen, griechische Vasen und ägyptische Reliefs vermitteln ein umfassendes Bild alter Kulturen des Mittelmeerraums. Marte Zepernick ist Wissenschaftliche Volontärin im Referat "Antike Kulturen" und stellt uns zwei kleine, fast unscheinbare Exponate vor, die einst eine ganz besondere Rolle spielten!


Wiedereröffnung am 12. Mai

Wir freuen uns sehr, dass wir das Museum im Karlsruher Schloss ab dem 12. Mai wieder für Sie öffnen können!  Zunächst öffnen wir die Abteilungen Antike Kulturen im Erdgeschoss sowie Mittelalter und Renaissance im ersten Obergeschoss dienstags bis sonntags von 1017 Uhr. Der Eintritt wird in den ersten Wochen kostenfrei sein. Damit der Neustart gelingt, bitten wir um Unterstützung und die Einhaltung bekannter Abstands- und Hygieneregeln.
Hier gibt's alle Informationen zur Wiedereröffnung:

www.landesmuseum.de/wiederoffen

Wir sind wieder da!


Private Tour

Mehr Exklusivität geht nicht! Mit einer privaten Tour durch derzeit noch geschlossene Ausstellungen an Wochenenden werden unsere Besucher*innen zu Kultur-Pionieren:

www.landesmuseum.de/privatetour


Podcast

Folge 9

Detlef Sippel ist Fachrestaurator für Metall und spricht in einer neuen Folge unseres Podcasts "Kaffee mit Kolleg*innen" mit Leilah u.a. darüber, was seine Arbeit am Badischen Landesmuseum so besonders macht.


Tag der Befreiung

Auch 75 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges ist die Herkunft dieses Puppenservices eines Karlsruher Kindes ungeklärt.

Das kleine Kaffeeservice aus Meissner Porzellan wurde im Mai 1941 von der „Abteilung jüdisches Vermögen, Polizeipräsidium Karlsruhe“ dem Badischen Landesmuseum angeboten und für 15 Reichsmark erworben. Die Eigentümer*in ist unbekannt, doch der unrechtmäßige Entzug ist offensichtlich. Das Service wurde deshalb in die Datenbank www.lostart.de aufgenommen.

Die Provenienzrecherche nach diesen und vielen weiteren Kulturgütern im Besitz des Badischen Landesmuseums dauert an.

Provenienzforschung am Badischen Landesmuseum


Podcast

Folge 8

In der neuen Folge des Podcasts spricht Leilah mit unserer Kaufmännischen Direktorin Susanne Schulenburg. Diese erklärt, wie das Museum finanziert ist und was es bedeutet, wenn von heute auf morgen alle Umsätze wegfallen.


@badischeslandesmuseum


Folge 28

Fast alle kennen sie, viele lieben sie: die goldene Winkekatze oder "Maneki-neko", die uns aus Asia Läden und asiatischen Schnellimbissen freundlich zuwinkt.

Nicolas Dittgen, Wissenschaftlicher Volontär im Referat Volkskunde, stellt uns das Hauptmotiv der aktuellen Volontariatsausstellung Humanimal einmal genauer vor. Außerdem hat er ein ganz besonderes Exemplar mitgebracht, das sich in der aktuellen Corona-Krise noch als wahrer Hoffnungsträger erweisen könnte ...


Podcast

Folge 7

Heute spricht Leilah mit Katarina Horst. Die Chefkuratorin spricht über den Bildungsauftrag von Museen in Corona-Zeiten und über ihren Spaß an neuen digitalen Angeboten.


Folge 27

Wie Social Distancing, Solidarität und Nachbarschaftshilfe im Zeichen von Corona derzeit einen Platz in unserer Sammlung finden, führt uns heute Brigitte Heck vor Augen, die das Referat Volkskunde leitet.

Wenn auch Ihr Ideen und kreative Vorschläge habt, was zur Corona-Krise in die Sammlung des Museums aufgenommen werden sollte, so freuen wir uns über eine Nachricht an brigitte.heck@landesmuseum.de.


Podcast

Folge 6

Seit März 2019 leitet Elke Kollar die Abteilung Kommunikation im Badischen Landesmuseum. Im Podcast „Kaffee mit Kolleg*innen“ spricht die Kulturvermittlerin u.a. darüber, wie Museen die aktuelle Krise als Chance nutzen können, über eine digitale Öffnung ein neues Publikum zu erreichen.


Folge 26

DIY: Der Hase im Tulpenbeet

In einem weiteren Tutorial der Kulturvermittlung könnt Ihr Euch den Frühling in die eigenen vier Wänden holen.

Musik: Pjotr Tschaikowski, Blumenwalzer


Podcast

Folge 5

"Kaffee mit Kolleg*innen": In der fünften Folge spricht Leilah mit Dr. Alexander Wolny. Der Leitende Explainer stellt ein ganz neues Berufsfeld im Museum vor und spricht über das Ziel des Badischen Landesmuseums, Besucher*innen zu Nutzer*innen zu machen. Wie das konkret aussieht, zeigt er in zwei Videos zur Objektvorlage (Folge 9) und zum 3D-Scan (Folge 18).



Heute recherchieren, nach der Wiedereröffnung des Museums als Nutzer*in durchstarten: Mit dem Digitalen Katalog ermöglicht das Badische Landesmuseum auch in Zeiten von Corona Zugänge zu seinen Sammlungen und damit zu unserem kulturellen Erbe.

Digitaler Katalog


Folge 25

Walzenorchestrion, Hubert Blessing, 1863


Das Deutsche Musikautomaten-Museum beherbergt als Außenstelle des Badischen Landesmuseums im Schloss Bruchsal rund 500 selbstspielende Musikinstrumente. Beeindruckende, raumfüllende Orchestrien erweisen sich im Innern als wahre technische Meisterwerke. 1863 baute Hubert Blessing aus Unterkirnach für seinen Landesherren, den Fürsten zu Donaueschingen, dieses beeindruckendes Walzenorchestrion. Mit der Elektrifizierung des Donaueschinger Schlosses 1896 erhielt die Orgel einen Elektromotor. Restaurator Klaus Biber zeigt, wie das selbstspielende, mit 358 Pfeifen in 10 Registern ausgestattete Instrument funktioniert.
© Hoyer Media / Deutsches Musikautomaten-Museum Bruchsal


Humanimal – Das Tier und Wir

Der Podcast zur Ausstellung

"Wenn die aktuelle Seuche nicht Deine Schuld ist" – gefunden bei @artmemescentral

Wie Seuchen, Tiere und menschliches Verhalten stattdessen zusammenhängen, darum geht es im neuesten Podcast von Humanimal mit Clara Blomeyer und Nicolas Dittgen.


Folge 24

Die Corona-Krise hat unseren Alltag und das soziale Leben in den vergangenen Wochen gründlich durcheinandergewirbelt. Wir alle müssen lernen, mit immer neuen Herausforderungen wie Social Distancing, Maskenpflicht und Ausgangsbeschränkungen umzugehen. Aber Not macht erfinderisch und viele haben kreative Lösungen gefunden, um ihren Alltag zu meistern. Brigitte Heck, Oberkonservatorin für die Alltagsgeschichte Badens, zeigt uns, wie das Badische Landesmuseum diese besondere Zeit dokumentiert und in seiner Sammlung archiviert.


Podcast

Folge 4

Heute spricht Leilah im Podcast "Kaffee mit Kolleg*innen" mit Dr. Schoole Mostafawy über Geduld, Ausdauer und Überzeugungsarbeit im Vorfeld von großen Ausstellungsprojekten. Die Kuratorin verrät außerdem, wie Ihr die Große Landesausstellung Kaiser und Sultan trotz vorzeitiger Corona-bedingter Schließung digital weiterhin besuchen könnt.


Folge 23

Loretta Stritzel hat als Wissenschaftliche Volontärin an der Ausstellung Humanimal – Das Tier und Wir mitgearbeitet. Im Video stellt sie uns Bob vor, der normalerweise im Sturm die Herzen von kleinen wie großen Besucher*innen erobert. Doch momentan ist Bob einsam und kann es kaum erwarten, dass unser Museum endlich wieder seine Türen öffnet ...


Podcast

Folge 3

In der dritten Folge von "Kaffee mit Kolleg*innen" spricht Leilah mit Clara Blomeyer über Spontanität im Museum und den Wunsch, endlich wieder Menschen gegenüber zu sitzen. Clara ist Volontärin in der Kulturvermittlung und für Humanimal selbst bereits als Podcasterin aktiv.


Folge 22

Kalligraphie mit Ahmad Ghadban


"Kalligraphie ist die Wiege der Weisheit."

Im Rahmen der Großen Landesausstellung Kaiser und Sultan – Nachbarn in Europas Mitte 1600–1700 gab Ahmad Ghadban Einblicke in die faszinierende Kunst der Kalligraphie. In einem Workshop zeigte er die nötigen Vorbereitungen, wie das Zuschneiden der Bambusfeder, und leitete die Teilnehmer*innen an, mit einem Kalligrafie-Stift, Tusche und Papier selbst Buchstaben und Worte zu schreiben.

Da der zweite Termin aufgrund der Schließung leider ausfallen musste, präsentiert Ahmad Ghadban im Video Grundlagen der Kalligraphie.


Folge 21

"Audienz im Schloss"


Im Mittelbau des Karlsruher Schlosses befand sich einst der prächtige Marmorsaal. Hier empfingen die Großherzöge den europäischen Hochadel und feierten im Glanz von Kronleuchtern, Gold und Marmor feudale Feste. Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg lebt nun die vergangene Pracht dank Virtual Reality wieder auf.

Anlässlich des 1-jährigen Jubiläums stellen wir die Audienz im Schloss für die Dauer der Schließung des Museums als 2D-Film für alle kostenfrei zur Verfügung. Sobald das Museum wieder zugänglich ist, kann die Zeitreise dank VR-Brille wieder immersiv in 3D am Originalschauplatz erlebt werden! Das VR-Erlebnis ist im Ticket für die Sammlungsausstellungen des Badischen Landesmuseums enthalten.

Das Projekt wurde vom Darmstädter Studio Faber Courtial realisiert und dank der großzügigen Unterstützung des Vereins der Freunde des Badischen Landesmuseums e.V. und der BBBank ermöglicht.

Freunde des Badischen Landesmuseums


Podcast

Folge 2

Direktor Eckart Köhne spricht in der zweiten Folge mit Leilah über das vorzeitige Ende der Großen Landesausstellung Kaiser und Sultan und erklärt, warum eine Verlängerung der Ausstellung leider nicht möglich ist. Außerdem wagt er einen Blick in die Zukunft und erzählt, wie der Betrieb nach der Krise weitergehen könnte.


Folge 20

Bereits unsere Großeltern wussten, wie wir frische Zutaten wie Tomaten haltbar machen können: durch Einmachen! Archäologe und Koch Nils Stadje verrät anhand eines Glases eingemachter Tomaten aus dem Jahr 1928 in unserer Sammlungsausstellung Baden und Europa, wie das kinderleicht funktioniert und was man damit Leckeres auf den Tisch zaubern kann.


Podcast

Kaffee mit Kolleg*innen

Mitte März hat Leilah Jätzold angefangen, am Badischen Landesmuseum zu arbeiten - pünktlich zur Schließung. Um ihre Kolleg*innen trotz Homeoffice kennenzulernen, verabredet sie sich mit ihnen zum Kaffeetrinken via skype oder mit ausreichend Abstand in Persona.  

Dabei sprechen sie über die Arbeit am Museum, wie die sich aktuell durch die Corona-Maßnahmen verändert hat und wie sich Museen langfristig verändern und anpassen könnten.

Trailer & Folge 1


Folge 19

DIY: Ein Osterkörbchen aus Zeitungspapier


Zur Osterzeit zeigt unsere Kulturvermittlung in einem Tutorial, wie Ihr aus Zeitungspapier ein Osterkörbchen flechten könnt. Viel Spaß bei der Eiersuche!


Folge 18

In der Sammlungsausstellung Archäologie in Baden – Expothek¹ können registrierte Nutzer*innen sich nicht nur Originalobjekte vorlegen lassen und einige davon in die Hand nehmen, sondern diese auch vor Ort dreidimensional einscannen. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Erforschung der Objekte und helfen mit, die Bestände des Museums digital zu dokumentieren. Wie das funktioniert, erklärt unser Leitender Explainer Alexander Wolny.

Der Digitale Katalog

Mit dem Digitalen Katalog ermöglicht das Badische Landesmuseum neue Zugänge zu seinen Sammlungen und damit zu Ihrem kulturellen Erbe. Wir haben begonnen, unsere Daten online zu stellen. Das Angebot wird stetig erweitert, immer mehr Objekte können recherchiert und erfahren werden.

Digitaler Katalog

@badischeslandesmuseum


Engelsgeschichten

aus der Sammlung Maud Pohlmeyer

"Engel, damit verbinden die meisten die Weihnachtszeit. Doch auch in der Osterzeit – in der das Badische Landesmuseum dieses Jahr geschlossen bleiben muss – hat er seine Bedeutung. Denn es war einer von diesen, der am Grabe Jesus Christus die Auferstehung verkündigte und Hoffnung auf bessere Zeiten verbreitete. Es spricht für das breite kulturhistorische Verständnis unseres kürzlich verstorbenen einstigen Direktors, Harald Siebenmorgen, dass er z.B. auch populärwissenschaftliche  Sammlungen zur religiösen Volkskunde in den Bestand des Museums aufnahm. So wie die Engel-Objekte der Hamburgerin Maude Pohlmeyer (1925- 2007) aus aller Welt, die bereits 2013 vorgestellt wurden. Aber gerade in der gegenwärtigen Situation mögen „Schutzengel“ über einiges hinweg helfen. Es ist ein buntes Kaleidoskop von ihnen, die unter anderen Vorzeichen aus der Sammlung Pohlmeyer damals ausgesucht und besprochen wurden. Aber vielleicht mag mancher nun darunter einen Favoriten finden, der im Depot des Badischen Landesmuseums wartet."
– Andreas Seim, Kurator für Volkskunde


Folge 17

Tag der Provenienzforschung

Seit 2010 betreibt das Badische Landesmuseum intensiv Provenienzforschung. Dr. Katharina Siefert untersucht dabei Objekte, die vor 1945 entstanden und nach 1933 vom Museum erworben wurden. Dabei gilt es zu überprüfen, ob diese während des NS-Regimes unrechtmäßig entzogen wurden.

Zum internationalen Tag der Provenienzforschung am 8. April beleuchtet sie die Provenienz eines Durlacher Birnkruges und berichtet von ihrer oftmals detektivischen Arbeit.

Weitere Infos und Beiträge zum Tag der Provenienzforschung: www.arbeitskreis-provenienzforschung.org


Folge 16

Automatenuhren

Mechanisch wie ästhetisch meisterhafte Automatenuhren aus Süddeutschland erfreuten sich an den Höfen Europas und des Osmanischen Reiches großer Beliebtheit. Kuratorin Schoole Mostafawy stellt zwei dieser Prestigeobjekte vor, die in der Großen Landesausstellung "Kaiser und Sultan" zu sehen waren.

Vergoldete Automatenuhr / Meistermarke „AS“ (Andreas Stahel) / Augsburg / um 1600
Das Automatenwerk setzt die Figuren in Bewegung: Die Ziegen wippen und drehen ihre Hälse, ein Hund setzt zum Spruch an, der Wagen fährt und der mit den Augen rollende Amor schießt auf den Papagei.
© Badisches Landesmuseum


Folge 15

"Weisweiler Altar"

Ein Highlight und Blickfang der Mittelalter-Ausstellung im Karlsruher Schloss ist der sog. Weisweiler Altar (Freiburg im Breisgau, 1515-1525, Badisches Landesmuseum). Kurator Oliver Sänger stellt uns das Exponat vor und spricht über den bemerkenswerten Weg des Flügelaltars aus dem südbadischen Weisweil in die Sammlung des Museums.


Folge 14

Die antike Aktaion-Sage handelt von Schuld, Strafen und einer tragischen Verwechslung. Silke Hockmann erzählt die Geschichte anhand eines der ältesten Exponate der Volontär*innenausstellung Humanimal – Das Tier und Wir.

Mehr zur Ausstellung:
Humanimal to go


Folge 13

"Jamnitzerburg"

Tafelaufsätze und Räucherburgen stellten wesentliche Elemente in der höfischen Raumausstattung und Tafelzier der Renaissance dar. Ob die sog. Jamnitzerburg (Nürnberg, um 1590, Badisches Landesmuseum) auch zur Bekämpfung von Krankheitserregern taugte, verrät Dr. Katharina Siefert, Kuratorin für Renaissance am Badischen Landesmuseum.


Folge 12

Das mit Abstand größte und prächtigste Exponat der Großen Landesausstellung "Kaiser und Sultan – Nachbarn in Europas Mitte 1600–1700" ist das sogenannte "Blaue Zelt" aus Krakau (Königsschloss auf dem Wawel, Staatliche Kunstsammlungen). Es wurde von Johann III. Sobieski 1683 nach der osmanischen Belagerung von Wien erbeutet. Kuratorin Schoole Mostafawy erzählt im Video von der monumentalen Wirkung und Ornamentik des Zeltes.


Folge 11

"Klingendes Schiff"

Die Museen von Straßburg, Marseille und Vizille bereiten derzeit gemeinsam eine Ausstellung über die Marseillaise vor, die diese Melodie unter verschiedenen Aspekten skizziert: als Revolutionslied, als Militärlied und als Nationalhymne. Bei der Suche nach Objekten wurden die französischen Kolleg*innen im Deutschen Musikautomaten-Museum in Bruchsal fündig: Das "Klingende Schiff" ist eine Miniaturausgabe des Panzerschiffs "Le Croiseur Cuirassé MARÉCHAL FOCH", das nach dem französischen Marschall Ferdinand Foch (1851-1929) benannt wurde. Eine Antriebsmechanik bewegt das Schiff auf und ab, um die Fahrt auf hoher See zu imitieren und eine seltene Kombination von Platten- und Walzenspielwerk bringt das Schiff zum Klingen.


Folge 10

Grillen zirpen. Ein Hund bellt. Das dumpfe Klingeln einer Kuhglocke – so beginnt der Podcast zur Ausstellung „Humanimal – Das Tier und Wir“. Die Volontär*innen führen die Hörer*innen in die Welt der Zwei- und Vierbeiner von der Antike bis heute. Clara Blomeyer spricht über die Idee und die Entstehung des Podcasts und stellt die Protagonistin der zweiten Folge vor, die ab sofort gehört werden kann.

Der Podcast zur Ausstellung

Ein tierisch abwechslungsreiches Hörvergnügen bietet der „Humanimal“-Podcast, der eigens zur Ausstellung von den Volontär*innen konzipiert wurde. Viel Spaß beim Anhören!


Folge 9

Archäologie zum Anfassen! Das gilt seit Sommer 2019 in der Sammlungsausstellung Archäologie in Baden – Expothek¹im Karlsruher Schloss. Dr. Alexander Wolny ist Leitender Explainer und spricht über eineganz neue Erfahrung, die dank Nutzerausweis möglich wird: die Objektvorlage. Wie diese funktioniert und wie es sich anfühlt, ein jahrtausendaltes Objekt in Händen zu halten, demonstriert er im Video.

Der Digitale Katalog

Ihr wollt heute schon sehen, welche Objekte Ihr Euch nach Wiedereröffnung vorlegen lassen könnt? Dann schaut doch mal in unseren Digitalen Katalog!

Mit dem Digitalen Katalog ermöglicht das Badische Landesmuseum neue Zugänge zu seinen Sammlungen und damit zu Ihrem kulturellen Erbe. Wir haben begonnen, unsere Daten online zu stellen. Das Angebot wird stetig erweitert, immer mehr Objekte können recherchiert und erfahren werden.

Digitaler Katalog


Folge 8

Für die Große Landesausstellung „Kaiser und Sultan“ wurde in Kooperation mit soundgarden audioguidance GmbH erstmalig anstelle eines klassischen Audioguides ein Storyguide entwickelt. Mit ihm lauschen die Besucher*innen einem Zwiegespräch zwischen der ungarischen Freiheitskämpferin Ilona Zrínyi (1643–1703) und dem deutschen Schriftsteller Eberhard Werner Happel (1647–1690). In ihrem spannenden und fantasievoll ausgeschmückten Dialog erzählen sie von den vielen Geschichten rund um die präsentierten Objekte.

Der komplette Storyguide steht ab sofort für alle zur Verfügung!

Storyguide

Prolog

Der Lange Türkenkrieg

Kapitel 1

Janitscharen und Großwesire

Kapitel 2

Türkenmode

Kapitel 3

Fremde Länder, fremde Sitten

Kapitel 4

Siebenbürgische Goldschmiedearbeiten

Kapitel 5

Der Türkenkrieg

Kapitel 6

Die sächsische Kroatenleibgarde

Kapitel 7

Magnatenverschwörung

Kapitel 8

Der Große Türkenkrieg

Kapitel 9

Der Kaffee

Kapitel 10

Sarmatismus

Kapitel 11

Der Wandel eines Streitkolbens

Kapitel 12

Die Schlacht bei Buda

Kapitel 13

Markgraf Hermann von Baden-Baden

Kapitel 14

Die Schlacht bei Slankamen

Kapitel 15

Der Türkenlouis

Kapitel 16

Ein Dreigestirn der Geschichte

Kapitel 17

Schmelztiegel der Kulturen

Kapitel 18

Frieden

Kapitel 19

Diplomaten und Geschenkkultur

Kapitel 20

Die Uhr als begehrtes Geschenk

Kapitel 21

Gesandtschaftsgeschenke der Osmanen

Kapitel 22


Folge 7

Das Sammeln gehört zu den klassischen und wichtigsten Aufgaben des Museums. Doch was sammelt man von der heutigen Zeit, die von einer globalen Krise gezeichnet in die Geschichtsbücher eingehen wird? Brigitte Heck, Leiterin des Referats Volkskunde, stellt uns ihre neuesten Erwerbungen vor und ruft zum gemeinsamen Sammeln auf:

Ob Dinge des Alltags, skurrile Objekte, Bilder oder Memes rund um das Thema Corona – wir freuen uns über Eure Ideen und Vorschläge für eine zeitgenössische Sammlung an  brigitte.heck@landesmuseum.de.


Folge 6

Dressierte Tanzbären wurden ab dem Mittelalter bis ins 20. Jahrhunderts auf Jahrmärkten und öffentlichen Plätzen eingesetzt, um das schaulustige Publikum zu unterhalten. Ayla Toprakci hat sich in der Volontär*innen-Ausstellung Humanimal – Das Tier und Wir mit diesem Phänomen kritisch auseinandergesetzt und beleuchtet mithilfe eines Exponats aus dem Deutschen Musikautomaten-Museum in Bruchsal anschaulich tierethische Aspekte.


Folge 5

Heute geht es für unsere jüngsten Mitarbeiterinnen ganz hoch hinaus!
Wie viele Fenster hat eigentlich das Karlsruher Schloss? Unsere beiden FsJ-lerinnen Clara Heitmann und Bonnie Bayer sind dieser und weiteren spannenden Fragen rund um das Badische Landesmuseum nachgegangen und präsentieren vor traumhafter Kulisse auf dem Schlossturm einige ihrer Ergebnisse.


Kein Klopapier? Kein Problem!

Sonderbeitrag museum x


Wie können Museen in der Krise einen relevanten Beitrag leisten? Diese Frage treibt uns im Team Creative Collections / museum x seit Tagen um. Hier ein erster humorvoller Versuch: Hilfestellung für ein aktuelles Problem. Dr. Schoole Mostafawy zeigt uns, wie der Gang zum stillen Örtchen trotz der aktuellen Klopapierknappheit entspannt bleiben kann.


Folge 4

Vom gefangenen christlichen Knaben zum kampferprobten Elitesoldaten der Osmanen –  zum mächtigen Großwesir? Schoole Mostafawy, Kuratorin der Großen Landesausstellung Kaiser und Sultan, erzählt im Video von ungewöhnlichen Karrieremöglichkeiten, die den Janitscharen offenstanden.


Folge 3

Bereits zum dritten Mal haben unsere Volontär*innen im Rahmen ihrer zweijährigen Ausbildung eine eigene Ausstellung kuratiert. Humanimal – Das Tier und Wir  zeigt die Ambivalenzen im Mensch-Tier-Verhältnis auf und eröffnet zeitgebundene tierethische Perspektiven, die zum Nachdenken anregen sollen. Die Ausstellung ist bis Februar 2021 zu sehen. Stephanie Heck verrät heute, was Euch nach der Wiederöffnung erwartet.


Folge 2

Mit der notwendigen Schließung des Badischen Landesmuseums musste auch die ursprünglich bis 19. April angesetzte Große Landesausstellung Kaiser und Sultan – Nachbarn in Europas Mitte 1600–1700 vorzeitig beendet werden. Mit Kuratorin Schoole Mostafawy haben wir über das internationale Kooperationsprojekt gesprochen, dessen Botschaft in globalen Krisenzeiten wichtiger denn je ist.
 

Unser Lektüreangebot in Coronazeiten

Den Katalog zur Ausstellung könnt Ihr Euch ganz bequem nach Hause schicken lassen. Darin findet Ihr neben aktuellen Beiträgen renommierter Wissenschaftler*innen die beeindruckenden Exponate der Ausstellung großformatig in Szene gesetzt!

Ausstellungskatalog Kaiser & Sultan
29,90 Euro zzgl. 6 Euro Versand (EU-Ausland 12 Euro)
Bestellung per Email an shop@landesmuseum.de


Folge 1

Wir starten die digitale Reihe mit unserem Direktor Eckart Köhne. Schon als Schüler hat der klassische Archäologe viel Zeit in der Antikenabteilung im Karlsruher Schloss verbracht. Ein Objekt hat es ihm besonders angetan ...


Das Badische Landesmuseum musste wegen der dynamischen Verbreitung des Coronavirus am 14. März bis auf Weiteres schließen. Bis es weitergeht, versorgen wir Euch täglich mit digitalen Einblicken in unsere Ausstellungen, Projekte und Sammlungen. 


Sonderausstellung to go

Zur Ausstellung „Die Etrusker – Weltkultur im antiken Italien“ präsentierte das Badische Landesmuseum 2017 erstmals sein neues digitales Vermittlungsangebot: ein eigenes  Online-Format zu den großen Sonderausstellungen des Badischen Landesmuseums. Der eigenständige Auftritt dient seitdem zur Einstimmung und Vorbereitung des Ausstellungsbesuchs und bleibt auch nach dem Ende der Ausstellung bestehen – ein zeitgemäßes Angebot für alle Wissensdurstigen.