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Klötzle-Schloss!
Das Karlsruher Schloss aus Klemmbausteinen
Das Karlsruher Schloss entsteht neu: Stein für Stein, aus rund 200.000 Klemmbausteinen. Ein vier breites und über ein Meter hoches Modell bildet das Schloss detailreich nach und ist ab dem 8. Mai im Museum beim Markt zu sehen. Entworfen und gebaut wird das Miniaturprojekt von der Karlsruher Klemmbausteinfirma Stone Heap gemeinsam mit einem Team aus Baumeisterinnen und Baumeistern, darunter zahlreiche „AFOLs“ also „Adult Fans of LEGO“ aus der Region.
Besonders spannend: Die Parkseite bleibt offen, sodass auch das Innere des Gebäudes erlebbar wird. Zunächst sind dort die Sammlungsausstellungen vor der Renovierung zu sehen. Perspektivisch soll das Modell aber auch den Baufortschritt sowie die Planungen für das künftige Landesmuseum veranschaulichen. Während das Schloss selbst für die Sanierung vorbereitet wird, entsteht so parallel ein zugängliches Abbild, das Einblicke in Architektur und Nutzung ermöglicht.
Auch technisch überzeugt die Konstruktion durch Präzision und Komplexität. Vier Segmente, linker und rechter Flügel, Mittelbau sowie der Gartensaal-Trakt mit Turm, bilden eine transportfähige Gesamtstruktur im Maßstab 1 zu 34. Der Schlossturm erreicht eine Höhe von etwa 1,2 Metern. Für Stabilität sorgen verklebte Fassadenelemente, während das Innere flexibel steckbar bleibt. Neben dem klassischen Stapelbau kommen auch sogenannte SNOT-Techniken zum Einsatz. SNOT bedeutet „Studs Not On Top“ also „Noppen Nicht Nach Oben“ und meint, dass die Steine mit ihren Seitenteilen gesteckt werden dürfen. Das ermöglicht die komplexen Fassadendetails und filigrane Dachstrukturen perfekt nachzubilden.







