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Archiv der Studioausstellungen

Der Förderkreis des Keramikmuseum Staufen e.V. veranstaltet jährlich sechs Studioausstellungen zeitgenössischer Keramik im Keramikmuseum Staufen. Hier finden Sie das Archiv der Ausstellungen seit 1996.

2019

  • Martin McWilliam, Oldenburg

    Martin McWilliam, Oldenburg

    15. Februar – 31. März
    Der britische Keramiker und Bildhauer Martin McWilliam (*1957) aus Oldenburg fordert uns nicht nur im Sehen, sondern auch in unseren selbstverständlich gewordenen Wahrnehmungen heraus. Im Umgang mit dem Thema Was ist ein Gefäß wechselt er ständig die Perspektive, bricht mit traditionellen Vorstellungen und spielt mit dem Unerwarteten. Einst ging er von der japanischen Teekeramik und einer vom Zen-Buddhismus geprägten Ästhetik aus. Der japanische Holzofen bildet noch heute den Mittelpunkt seiner Werkstatt.

  • Kiho Kang, Bad Ems

    Kiho Kang, Bad Ems

    12. April – 19. Mai
    In der minimalistischen Reduktion findet der Koreaner Kiho Kang (*1980) seinen größtmöglichen Spielraum. Seine Vasen, Dosen und Teekannen sind Variationen von Kugel, Kegel und Zylinder. Durch Handaufbau in Wulsttechnik erhalten sie ihre individuelle Ausformung. Wie Figuren betreten sie eine Bühne. In der Gruppe bilden sie eine harmonische Einheit durch das zugrunde liegende Ordnungsprinzip. Der hohe Anspruch an Perfektion zwingt den Künstler zu viel Geduld und Disziplin.

  • Angela Burkhardt-Guallini, CH-Luzern

    Angela Burkhardt-Guallini, CH-Luzern

    24. Mai – 30. Juni
    Parallel laufende und sich kreuzende Linien und Bänder in Anthrazit, Grau und Rot durchziehen weiße Porzellanschalen von seidenmatter Oberfläche. Das abstrakte Konstruktionsprinzip und die Reduktion auf wenige Farben kennzeichnen die Arbeiten von Angela Burkhardt-Guallini (*1953) aus Luzern. Seit sie 1984 den Kalligraphen, Keramiker und Dichter Mitsuya Niiyama traf, pflegt sie die uralte japanische Neriage-Technik. Beeindruckt von Konzepten der Konkreten Kunst, entwickelte sie schließlich ihre eigenen „Bilder“ in Porzellan.

  • Stefan Jakob, CH-Zürich

    Stefan Jakob, CH-Zürich

    5. Juli – 18. August 2019
    Die Faszination für das Feuer, ursprüngliche Brenntechniken und der Bau einfacher Keramikbrennöfen liegen im besonderen Interesse von Stefan Jakob (*1961) aus Zürich. Nicht nur weil es ein Abenteuer ist, diese Techniken wiederzuentdecken, sondern auch, weil sie frühe Gefäßkultur unmittelbar erfahrbar und begreifbar machen. Mit seinen erlebnisorientierten Bränden konnte Jakob schon viele begeistern.

  • Hans Fischer, Passau

    Hans Fischer, Passau

    23. August – 6. Oktober 
    Ob kräftige Pinselstriche oder fein geritzte Linien, rasch und entschieden gezogen und mit leichter Hand koloriert, die Malerei von Hans Fischer (*1957) ist von ungewöhnlicher Präsenz. Sie zeichnet sich durch stille Poesie und Witz oder auch durch ungebändigte Leidenschaft und Dynamik aus. Der Keramiker und Bildhauer versteht es, dem persönlich Empfundenen unmittelbar und expressiv Ausdruck zu verleihen.

  • Manfred Emmenegger-Kanzler, Ottersweier

    Manfred Emmenegger-Kanzler, Ottersweier

    11. Oktober – 24. November
    Der Bildhauer und Keramiker Manfred Emmenegger-Kanzler (*1953) aus Ottersweier fertigt kleine Wandarbeiten bis hin zu Großplastiken für den öffentlichen Raum. Die Spannung und Intensität seiner komplexen, geometrisch konstruktivistischen Objekte zeigt sich in polarisierenden Gegensätzen wie stabil - labil, ruhig – bewegt, rund - eckig, voll - leer, etc. Bis heute hat der Künstler den Bezug zur Gefäßkeramik, in der er einst ausgebildet wurde, nicht verloren .

2018

  • Corinna Petra Friedrich, Leipzig

    Corinna Petra Friedrich, Leipzig

    9. Februar – 18. März
    Während ihres Studiums der Malerei und Grafik in Leipzig entdeckte Corinna Petra Friedrich (*1982) den Werkstoff Ton für sich und absolvierte schließlich eine keramische Ausbildung mit Aufbaustudium im Studiengang Plastik an Burg Giebichenstein in Halle. Seit 2015 hat sie ihre eigene Werkstatt in Leipzig. Ob Einzelstück oder Kleinserie, ihre Keramik zeichnet ein großer Reichtum von Ornamenten in Collagetechnik und eine Malerei von eigenwilliger Farbigkeit aus.

  • Sibylle Meier, CH-Zürich

    Sibylle Meier, CH-Zürich

    23. März – 13. Mai
    Angesichts der täglich aussterbenden Arten hat Sibylle Meier (*1972) eine neue Spezies kreiert. Julie, Olga, August oder Leopold nennt sie ihre Wesen aus einer eigenwilligen Kombination von Organen und Gefäßen, die an Mensch und Tier erinnern. Durch Abstraktion und Reduktion auf bestimmte individuelle Merkmale setzt sie Akzente und bildet besondere Charakteren aus, die mit ihren ausgeprägten Eigenarten den Kontakt mit einem Gegenüber suchen.

  • Xavier Duroselle, F-Sahune

    Xavier Duroselle, F-Sahune

    18. Mai – 1. Juli
    Fasziniert von den großen chinesischen Vorbildern, hat sich Xavier Duroselle (*1962) den Seladon- und Ochsenblutglasuren in ihrer besonderen Farbigkeit und Transparenz verschrieben. Von unverwechselbarem Charakter sind seine dünnwandigen, subtil deformierten und teils in Auflösung begriffenen Porzellanschalen. Der Künstler sucht die Nähe zur Natur, zu Blüten, Blättern und Früchten, deren Schönheit die Vergänglichkeit nichts anhaben kann.

  • Mathies Schwarze, CH-Oeschgen

    Mathies Schwarze, CH-Oeschgen

    13. Juli – 19. August
    Der Töpfer Mathies Schwarze (1944–2019) sah sich in der Tradition des alten Handwerks, für das die Fertigkeit des Drehens unverzichtbare Grundlage der Arbeit am keramischen Gefäß ist. Auf der Töpferscheibe ließ er Vasen unter seinen Händen wachsen, fasziniert vom unendlichen Spiel mit Volumen und Proportionen. Oft entziehen sie sich der Verwendbarkeit, genügen sich selbst als reine Formen und erfahren durch Glasuren bzw. Glasurbilder individuelle Vollendung.   

  • Antje Scharfe, Berlin

    Antje Scharfe, Berlin

    24. August – 7. Oktober
    Die Ostberliner Keramikerin Antje Scharfe (*1953), nach der Wende langjährige Professorin des Studiengangs Plastik an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle, hat sich früh vom Gefäß im herkömmlichen Sinne verabschiedet. Ironisch und hintersinnig spielt sie mit Klischees. Alltägliche Gegenstände aus Küchenschrank und Kult finden sich als Silhouetten oder Fundobjekte in Stillleben wieder und entwickeln ein Eigenleben voller Erinnerungen und Assoziationen.

  • Hozana Gomes da Costa, Leonberg

    Hozana Gomes da Costa, Leonberg

    12. Oktober – 25. November
    Die Porzellanschalen von Hozana Gomes da Costa (*1952) weisen eine besondere Harmonie und Leichtigkeit auf. Die frei gedrehten, wohlproportionierten Gefäße sind von vollendeter Gleichmäßigkeit, ihre Rundungen makellos bis hin zum punktgleichen Boden, auf dem die Form ausschwingt. Eine zartfarbene, seidig matte Außenseite steht im Kontrast zu einer glasierten Innenseite, deren Farbintensität und Glanz wie ein Sog den Blick nach innen zieht.

2017

  • Dorothee Wenz, Schwabenheim

    Dorothee Wenz, Schwabenheim

    3. Februar – 19. März
    Die Vasen von Dorothee Wenz (*1968) zeichnet ein äußerst breites Spektrum an Farben in dicht übereinanderliegenden Schichten aus. Ähnlich den Maserungen und Marmorierungen in der Natur bilden sie ein ruhiges Bild oder ein wildes, mosaikartiges Muster. In ihren Plastiken nehmen Schlagwörter wie „Alter Hase“ oder „Fischköppe“ tierisch menschliche Gestalt an oder sie erinnern an Wesen aus Mythen und Märchen.

  • Martin Mindermann, Oysen

    Martin Mindermann, Oysen

    24. März – 14. Mai
    Unter der unüberschaubaren Menge an Raku-Töpfern ragt Martin Mindermann (* 1960) stets hervor, nicht nur durch die Wucht seiner Gefäße, sondern auch durch deren leuchtende Farbigkeit und interessante Zeichnung. Er geht an die Grenzen der Belastbarkeit des Materials zwischen Feuer und Wasser, um spektakuläre Ergebnisse zu erzielen. Um der Vielfalt möglicher Glasurereignisse Fläche zu bieten, dreht er große Gefäße von imposanter Körperlichkeit und großartiger Raumwirkung.

  • Sonya Duò-Meyer, CH-Wetzikon

    Sonya Duò-Meyer, CH-Wetzikon

    19. Mai – 2. Juli
    Den Gefäßen von Sonja Duò-Meyer (*1953) ist eine äußerst reduzierte, minimalistische Formensprache eigen und eine lebendige Schattenmodulation, wie sie beim nicht glatten Verstreichen aneinandergefügter Tonstränge entsteht. Sie wecken Assoziationen an prähistorische Keramiken, verfremdet durch die Verwendung von Porzellan in weiß und schwarz. Durch die schiere Größe der Formen wird die Schönheit des Lebendigen, Natürlichen und Ursprünglichen noch gesteigert.

  • Beatrix Sturm-Kerstan, Kandern

    Beatrix Sturm-Kerstan, Kandern

    7. Juli – 20. August
    Die Domäne von Beatrix Sturm-Kerstan (*1957) war schon immer die Gestaltung von Geschirr. Seit ihrer Begegnung mit Horst Kerstan und Japan gehört das bewusst Asymmetrische zu ihrem Gestaltungsprinzip. Durch das Schneiden der Ränder und absichtlich angelegte Spurrillen bringt sie Bewegung in ihre Formen. Die frischen Farben klassischer Glasuren wie Seladon, Ochsenblutrot und Temnoku bestimmen die Oberflächen in Kombination mit transparent weißen Angüssen und bunten Pinselzeichen.   

  • Rebecca Maeder, F-Collonge en Charollais

    Rebecca Maeder, F-Collonge en Charollais

    25. August – 8. Oktober
    Die Begegnung mit der koreanischen Kultur hat ihren Blick auf die Dinge verändert. In den Porzellangefäßen von Rebecca Maeder (*1978) wird deutlich, wie sie die Grundprinzipien der traditionellen koreanischen Keramik verinnerlicht hat: Schlichtheit, Makellosigkeit und Sinn für das Einfache, Schmucklose und Reine. Gleichzeitig bleibt die Porosität des Materials Keramik ihr Thema, dem sie immer wieder eine neue Ästhetik abgewinnt.   

  • Christine Wagner, München

    Christine Wagner, München

    13. Otkober – 19. November
    Ihre unterschiedlich proportionierten Kubusformen in feinen erdigen Farbtönen bilden - häufig hintereinander gestaffelt - Skulpturen, die ein stoische Ruhe und Gelassenheit ausstrahlen. Große geweißelte Flächen mit Linien, Strichen und Punktreihen wirken wie Schriftstücke. Christine Wagner (*1959) hat sich die koreanischen Intarsientechnik Mishima zueigen gemacht, um ihre Flächen mit filigranen Ritzzeichnungen und Stempelabdrücken auf stille Weise rhythmisch zu strukturieren.

2016

  • Karima Duchamp, F-Mulhouse

    Karima Duchamp, F-Mulhouse

    19. Februar – 27. März
    Karima Duchamp (*1971) ist Malerin und Keramikerin zugleich. Das spröde Material Ton reizt sie immer von neuem, Bilder zu entwickeln, die durch mehrfaches Überarbeiten der Oberfläche eine besondere Intensität erhalten. Ihr Thema ist stets der Mensch, wobei sie das Unfassbare zu erfassen versucht. Menschen mit weit aufgerissenen Augen ziehen den Betrachter unmittelbar in ihren Bann.

  • Antje Wiewinner, Osnabrück

    Antje Wiewinner, Osnabrück

    1. April – 15. Mai
    Antje Wiewinner (*1957) hat sich mit ihren Architekturen, Doppelwandgefäßen, Stelen und Torsi einen Ruf weit über ihren Standort Osnabrück hinaus erworben. Typisch für Ihre Arbeiten sind äußerst reduzierte Formen von großer Ruhe und Kraft, mit denen die Keramikerin auf Objekte früher Kulturen Bezug nimmt. Vordergründige Effekte meidet sie. Sie schätzt die vollkommene Stille und Ereignislosigkeit.

  • Heide Nonnenmacher, Nattheim

    Heide Nonnenmacher, Nattheim

    20. Mai – 3. Juli
    Aus sanft geschwungenen, seidenmatten Porzellanschalen wächst ein äußerst filigranes Inneres so bewegt, als ob es lebendig wäre. Inspirationsquelle für die skelettartigen Strukturen sind die Nester von Insekten sowie Korallen und Radiolarien. Solche Arbeiten stellen eine Hommage an das Jurameer mit seinen Jahrmillionen alten Fossilien dar, aus dessen Umgebung die Keramikerin Heide Nonnenmacher (*1951) stammt.

  • Guido Sengle, Kassel

    Guido Sengle, Kassel

    8. Juli – 20. August
    Die stets dickwandigen Porzellan- und Steinzeug-Gefäße von Guido Sengle (*1956) liegen schwer in der Hand und haben doch nichts von Behäbigkeit. Mit äußerster Präzision gedreht, zeigen sie eine stille Eleganz, die durch seidenmatte oder glänzend strahlende Oberflächen in differenzierten Farben unterstrichen wird. Klare Formen erhalten durch Craqueléglasuren mit kräftiger Zeichnung oder feiner, vielschichtiger Schuppenbildung ihren einzigartigen Charakter.

  • Katrin Kreiser, Halle

    Katrin Kreiser, Halle

    26. August – 09. Oktober
    Die Thüringerin Katrin Kreiser (*1975) schafft vorwiegend Gebrauchskeramik, der sie durch das bewusste Zulassen von Spontaneität eine eigene Handschrift verleiht. Die Dynamik des Arbeitsprozesses spiegelt sich in Form und Malerei wider. Es entsteht ein Feuerwerk von Farben und Strukturen, dem gegenüber die Formen eher zurückhaltend wirken. Auch traditionelle Modelltypen erhalten so eine neue Interpretation.

  • Renée Reichenbach, Halle

    Renée Reichenbach, Halle

    14. Oktober – 27. November
    Mit ihren Gefäßen, aber auch den Objekten „Platz“ und „Turm“, „Balken“ und „Artefakte“ weckt Renée Reichenbach (*1956) Assoziationen an die Antike und noch frühere Kulturen. Den Charakter von alten und von der Zeit gezeichneten, gefleckten und gerissenen Oberflächen wie bei archäologischen Funden gewinnt sie aus unterschiedlich eingefärbten, ineinander gewalzten Ton- und Porzellanplatten. Ihr besonderes Interesse gilt seit Jahrzehnten dem Motiv Kanne als zweckfreie Skulptur.  

2015

  • Michael Heckmann, Schwäbisch-Hall

    Michael Heckmann, Schwäbisch-Hall

    27. März – 3. Mai
    Seit Generationen arbeitet die Töpferfamilie Heckmann in Schwäbisch Hall und steht für Tradition und Innovation. Ihr jüngster Spross Michael Heckmann (*1973) führt diese Arbeit wie seine Vorgänger mit höchstem Anspruch an Handwerk und Qualität fort. Seine Schalen und Becher in den ostasiatisch inspirierten Seladonglasuren zwischen dunkelgrün und hellblau oder in Ochsenblutrot sind unübertroffen.

  • Barbara Hast, Neuendorf

    Barbara Hast, Neuendorf

    8. Mai – 21. Juni
    Tante, Stiefmütterchen oder Einzelgänger heißen die individuellen Porzellankannen, mit denen die Bremerin Barbara Hast (*1963) unsere Kaffeekränzchen verzaubern möchte. Es ist nicht nur ein sinnliches, sondern auch ein haptisches Vergnügen, sie anzufassen und daraus auszuschenken. Stolz und selbstbewusst wie besondere Persönlichkeiten beherrschen sie ihre Umgebung.

  • Beate Pfefferkorn, Dresden

    Beate Pfefferkorn, Dresden

    26. Juni – 16. August
    Viele Porzellanstücke verbinden sich zu einem Gesamtgebilde und werden erst in der Gruppe komplettiert. Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile. Beate Pfefferkorn (*1982) aus Dresden hat sich ganz dem Schmuck aus selbst gefertigten Porzellanteilchen verschrieben. Nach dem Prinzip der Reihung entwickelt sie einzigartige Ketten von klassisch schlichter Schönheit.

  • Nany Champy-Schott, F-Plaisir

    Nany Champy-Schott, F-Plaisir

    21. August – 4. Oktober
    “Schalen haben eine sinnliche Qualität, die andere Gefäße nicht haben,“ sagt Nany Champy-Schott (*1959), die vor fast 30 Jahren von Nürtingen nach Paris ging. „Man kann sie mit beiden Händen erspüren. Man muss sie nicht unbedingt benutzen. Ihre Funktion ist es, schön zu sein.“
    Schon früh hat sich die Keramikerin für die Raku-Technik entschieden, weil sie spontan, schnell und intensiv ist.

  • Nona Otarashvili, Freiburg

    Nona Otarashvili, Freiburg

    9. Oktober – 29. November
    In der immensen Informationsflut des Internet findet Nona Otarashvili (*1976) Bilder und Texte, die sie in ihren Bann ziehen, weil sie mit ihrer eigenen Geschichte im Spannungsfeld zwischen georgischer und westlicher Kultur zu tun haben. Diese Bilder reiht sie wie Versatzstücke aus Vergangenheit und Zukunft aneinander, auf Wandbildern und Wandkästen, Dosen und Würfeln.

2014

  • Monika Debus, Höhr-Grenzhausen

    Monika Debus, Höhr-Grenzhausen

    7. Februar – 30. März
    „Am Anfang ihrer Arbeit steht die Malerei“, sagt Monika Debus (*1961). Mit breitem Pinselstrich oder tropfender Bewegung setzt sie Farbakzente auf monochrome Flächen. Dünne Linien geben der Malerei Struktur und Halt. Inzwischen spielt für Monika Debus Räumlichkeit und Tiefenwirkung eine zunehmend größere Rolle. Malerische Elemente schweben im Raum. Körper und Flächen verselbständigen sich zu scheinbar wabernden Wandobjekten.

  • Kyra Spieker, Höhr-Grenzhausen

    Kyra Spieker, Höhr-Grenzhausen

    4. April – 18. Mai
    Kyra Spieker (*1957) bezeichnet sich selbst als „ausgeprägte Handwerkerin“. Die mehrfache Preisträgerin und international tätige Künstlerin experimentiert mit unterschiedlichen Materialien. Neben Arbeiten aus Porzellan inden sich auch Papierarbeiten und Collagen aus Folie, Draht oder Edel-stahl in ihrem Werk wieder. Kyra Spieker arbeitet gerne mit Porzellan, weil es in seiner Reinheit und Klarheit zu ihren Formen passt.

  • Karin Stegmaier, F-Griesheim

    Karin Stegmaier, F-Griesheim

    23. Mai – 6. Juli
    Die Keramikerin Karin Stegmaier (*1956), die am Europäischen Institut für Kunstkeramik (IEAC) in Guebwiller lehrt, lässt sich vor allem von eher unscheinbaren Formen in der Natur etwa im Unterholz inspirieren und sucht dem ewigen Wachsen und Welken, Werden und Vergehen nachzuspüren und auf eigene Weise Gestalt zu geben. Seit 2002 arbeitet sie auch mit Glas, das in Verbindung mit Keramik sehr zurückhaltend eingesetzt wird. Häufig steht es für Wasser oder den Tau in der Natur.

  • Cornelia Trösch, CH-Zürich

    Cornelia Trösch, CH-Zürich

    11. Juli – 24. August
    Die Teeschalen von Cornelia Trösch (*1955) mit Temnoku-, Goldstaub-, Kaki-, Seladon- und Shinoglasur sowie das Sichtbarlassen eines schamottierten Tones, Stempeldekore und Ascheanflugglasuren deuten darauf hin, dass sich die Töpferin der japanischen Steinzeugkeramik verbunden fühlt. Besondere Sorgfalt verwendet sie auf das Relieffieren von Gefäßwänden, wenn sie Pfirsichsteine oder Samenkapseln abdrückt oder tiefe Furchen einarbeitet.

  • Nina von Herrath, Freiburg

    Nina von Herrath, Freiburg

    29. August – 12. Oktober
    Die Illustratorin Nina von Herrath (*1966) aus Freiburg hat in der Keramik ein Ventil gefunden, ihre wild-witzigen Phantasien bildnerisch und plastisch auszuleben und zum Ausdruck zu bringen. Mit einer besonderen Vorliebe für Kitsch und skurrile Wesen greift sie Motive wie Sammeltasse oder Prunkvase auf und verleiht ihnen in der Übertreibung charakteristischer Merkmale modernen Ausdruck. Freddie Mercury und John Lennon hat sie eine Vase gewidmet.

2013

  • Camille Schpilberg, F-Dyo

    Camille Schpilberg, F-Dyo

    8. Februar – 17. März
    Die Gefäße von Camille Schpilberg (*1978) sind nicht gedreht, sondern nach bestimmten Schnittmustern aus dünnen Tonplatten zusammengefügt, deren ausgefranste Ränder einen besonderen ästhetischen Reiz ausmachen. So erhalten überkommene Geschirrformen einen überraschend neuen Charakter von Frische und Unmittelbarkeit. Farbe spielt bei diesen Gefäßen kaum eine Rolle. Nur ein Grün betont die Ränder. Nach demselben Prinzip entstanden Skulpturen, Berge und Brücken, die als Silhouetten in Erscheinung treten.

  • Anima Roos, B-Gent

    Anima Roos, B-Gent

    22. März – 12. Mai
    Seit über zehn Jahren arbeitet die erfahrene Keramikerin Anima Roos (*1956) mit Porzellan und dreht hauchdünne Gefäße, deren Transparenz sie aufs äußerste herausfordert. Mit Motiven wie ihren roten Koi-Fischen und blauen Pinselzeichen sucht sie stets den Dialog zwischen Innen und Außen, Licht und Schatten, Hell und Dunkel, Bewegung und Stille. Ein extrem schmaler Stand verleiht den strengen Formen besondere Leichtigkeit und Eleganz.

  • Max Zwissler, CH-Ottoberg

    Max Zwissler, CH-Ottoberg

    17. Mai – 30. Juni
    Max Zwissler (1931–2016) war ein Virtuose der Glasurtechnik, der gerne experimentierte. Kaum jemand kannte die Hochkulturen der Keramik in China und Japan so gut wie er. Dem Feuer entlockte er differenzierte Farben und diffizile Oberflächen. Auf klassisch archaischen Gefäßen fand das Steinzeug oder Porzellan im Gasofen oder im selbstgebauten Holzofen seine Vollendung.

  • Annette Schwarte, Neustadt i. Schw.

    Annette Schwarte, Neustadt i. Schw.

    5. Juli – 18. August
    Die Porzellan- und Steinzeuggefäße von Annette Schwarte (*1978) zeugen von einer besonderen Vorliebe für die Ästhetik alter Typographien. Inspiriert von den halb verblichenen und verkratzten Beschriftungen auf alten Fassaden oder Holztransportkisten gestaltet sie ihre Oberflächen und verwendet dafür auch alte Buchstaben- und Schriftschablonen. Zudem fertigt die gelernte Baukeramikerin Wandobjekte, die in Ringen oder Spiralen labyrinthisch in den Raum wachsen.

  • Sigrid Grote + Ulfert Hillers, Bremen

    Sigrid Grote + Ulfert Hillers, Bremen

    23. August – 6. Oktober 
    Fasziniert von alten Milchkannen und verbeulten Zinkwannen sucht Sigrid Grote (*1955) die ästhetische Anmutung vergangener Kulturen und Alltagsobjekte in das Medium Keramik zu übertragen. Sie experimentiert mit steinig oder metallisch wirkenden Oberflächen für ihre Steinzeuggefäße, von denen die plissierten als besonders eigenwillig hervorzuheben sind. Ihr Mann Ulfert Hillers (*1951) bevorzugt dagegen strenge, archaische Formen mit stiller Zeichnung.

  • Lea Georg, CH-Zürich

    Lea Georg, CH-Zürich

    11. Oktober – 24. November
    Das Thema von Lea Georg (*1963) ist seit Jahren die Reihung gleichförmiger, konvexer und konkaver Porzellanvasen, die sich in ihrer Kontur ergänzen und Wand an Wand  aneinanderfügen lassen. In immer neuen Varianten entwickelt Lea Georg spannungsvolle Rhythmen. Der banale Gegenstand Vase wird so Teil einer abstrakten Skulptur. Samtene Oberflächen in Weiß, Grau und Schwarz erhalten durch Zitronengelb einen leuchtenden Akzent.

2012

  • Frank Schillo, Rheinbach

    Frank Schillo, Rheinbach

    10. Februar – 25. März
    Frank Schillo (*1971) überrascht mit immer neuen Arbeiten, denen eine besondere Perfektion und ästhetische Vollkommenheit eigen ist. Sie zeichnen sich durch regelmäßige Strukturen und einfache Baumuster aus, die durch feine Abweichungen Lebendigkeit und Spannung erhalten. Weiß betont die Form in ihrer Körperhaftigkeit, schwarz ihre Silhouette. Wie kaum ein anderer verfolgt Schillo konsequent seinen Stil zwischen Gefäß und Objekt, honoriert durch zahlreiche Auszeichnungen.

  • Verena Meier, CH-Worben

    Verena Meier, CH-Worben

    30. März – 6. Mai
    Mit Verena Meier (*1950) konnte eine Keramikerin gewonnen werden, die nur selten ausstellt. Ihre zartfarbenen, seltsam vertrauten Porzellanskulpturen erinnern an Samenkapseln und Blütenstempel und kopieren die Natur doch niemals. Sie bestechen durch besonderes Ebenmaß, handschmeichlerische Oberfläche und delikate Farbigkeit. Gleichzeitig ist diesen Formen etwas Technisches eigen, weisen sie doch ein bestimmtes Konstruktionsprinzip auf. Die Ambivalenz zwischen Organischem und Technischem macht den Reiz dieser Objekte aus.

  • Gerald + Gotlind Weigel, Gabsheim

    Gerald + Gotlind Weigel, Gabsheim

    11. Mai – 24. Juni
    Seit den 60er Jahren bestimmen Gerald und Gotlind Weigel (*1925/ *1932) das Bild der deutschen Keramik wesentlich mit und sind auf allen wichtigen Ausstellungen im In- und Ausland vertreten. Sie erhielten zahlreiche Auszeichnungen, u.a. 2004 Gerald den Staatspreis von Rheinland-Pfalz. Ausgangspunkt beider Keramiker ist stets das Gefäß, das sie auf jeweils eigene Art interpretieren und durch neue Ansätze ständig weiterentwickeln. Auch in hohem Alter haben beide noch eine große Ausdruckskraft.

  • Claudia Biehne, Leipzig

    Claudia Biehne, Leipzig

    1. Juli – 12. August
    Nach dem Studium in Halle, Luxemburg, Prag und Helsinki machte sich Claudia Biehne (*1974) 2004 selbständig und verfolgt das Ziel, Skulptur, Angewandte Kunst und Design miteinander zu verbinden. Traditionelle Gefäßformen blühen gleichsam zu blättrigen Formationen und korallenartigen Gebilden aus, wie sie in ihrer membranartigen Transparenz und Fragilität nur in Porzellan nachempfunden werden können. Als wolle die Natur das von Menschenhand Geschaffene zurückerobern.

  • Thiébaut Chagué, F-Saint-Dié

    Thiébaut Chagué, F-Saint-Dié

    17. August – 7. Oktober
    Thiébaut Chagué (*1958) war zunächst Schüler, später Assistent von Owen Watson (F), Richard Batterham (GB), Pierre Culot (B) und Michel Cardew (GB), ehe er sich 1983 in Taintrux niederließ und ganz dem Holzofenbrand verschrieb. Er konnte Großprojekte im Victoria & Albert Museum in London und im Musée des Arts Décoratifs in Paris realisieren. Seine klassischen Schalen und abstrakten Gefäßkörper mit narbig verschmolzenen Oberflächen glühen gleichsam wie das Feuer, aus dem sie kommen.

  • Christiane Wilhelm, München

    Christiane Wilhelm, München

    12. Oktober – 25. November
    Die Rostockerin Christiane Wilhelm (*1954), die seit 1987 in München lebt und arbeitet, hatte ihre Lehre einst bei Else Harney und Wendelin Stahl absolviert und Ende der 70er Jahre bei Dieter Crumbiegel und Wolf Matthes in Höhr-Grenzhausen studiert. Ihre Gefäße zeichnen sich in Form, Farbe und Oberflächenstruktur durch eine besondere Nähe zu Metallgeräten aus Gold, Silber, Eisen oder auch zu Lack- und Perlmuttarbeiten aus. Mit dem Messer geschnittene Schraffuren und Muster sind ihr Markenzeichen.

2011

  • Koko Uozumi, Freiburg

    Koko Uozumi, Freiburg

    11. Februar – 27. März
    Die in Tokio ausgebildete Keramikerin Koko Uozumi (*1952) beschränkt sich bewusst auf wenige, selbst aufbereitete Tone, Formen und Glasuren und schöpft daraus einen enormen Variationsreichtum. Sie baut ihre Gefäße frei auf. Die Töpferscheibe empfindet sie als Einschränkung. Ihre Vasen und Schalen sind nicht nur ein optisches, sondern auch ein haptisches Erlebnis. Grob verstrichenen Oberflächen verlangen geradezu danach, ertastet zu werden und langsamen Entstehungsprozessen nachzuspüren.

  • Sigrun Wassermann + Klaus Dorrmann, Wohlbach bei Coburg

    Sigrun Wassermann + Klaus Dorrmann, Wohlbach bei Coburg

    1. April – 15. Mai
    Seit 20 Jahren betreiben Sigrun Wassermann (*1962) und Klaus Dorrmann (*1958) eine Werkstatt, aus der eine gemeinsame „Produktlinie“ hervorgeht. Das Zusammenspiel von präziser Formgebung und spontan wirkendem Glasurauftrag macht den unverwechselbaren Reiz dieser Arbeiten aus. Gleichzeitig verfolgen beide einen je eigenen Weg: Sigrun Wassermann mit ihren aus Tonwülsten aufgebauten, frei schwingenden Gefäßplastiken und Klaus Dorrmann mit seinen Schrifttafeln, wobei der eigene Fingerabdruck für beide von besonderer Bedeutung ist.

  • Juliane Herden, Halle

    Juliane Herden, Halle

    20. Mai – 10. Juli
    Nach der Wende ausgebildet an der legendären Hallenser Kunst- und Designschule „Burg Giebichenstein“, steht Juliane Herden (*1979) in der Tradition ostdeutscher Keramik mit einer Experimentierfreude, wie man sie so im auf Perfektion versessenen Westen nicht kannte. Ihre aus Platten montierten Gefäße aus Steinzeug oder Porzellan dienen mit ihren großzügigen Flächen als Malgrund für eine kräftige informelle Malerei mit farbigen Engoben, die mal wie zeichenhafte Chiffren, mal als horizontal angelegte Farbfelder wie Landschaften erscheinen.

  • Elke Sada, Hamburg

    Elke Sada, Hamburg

    15. Juli – 28. August
    Mit großer Geste holt sie aus, lässt den breiten Pinsel langsam oder schnell über die Fläche gleiten, setzt mit dünnen Linien rhythmische Akzente. Aus der so gestalteten Tonplatte schneidet Elke Sada (*1965) Ausschnitte aus und setzt sie neu zusammen. „Capriccios“ nennt sie ihre stark farbigen, zylindrischen Gefäße, „Nester“ ihre ursprünglich aus Reststücken entwickelten, filigranen Geflechte. In den letzten Jahren erhielt die Keramikerin zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen, 2011 den Diessener Keramikpreis.

  • Martin Goerg, Höhr-Grenzhausen

    Martin Goerg, Höhr-Grenzhausen

    2. September – 9. Oktober
    International gilt Martin Goerg (*1962) als einer der profiliertesten Keramiker Deutschlands, der sein geradezu minimalistisches Konzept konsequent weiterführt. Seine aus der Grundform des Zylinders in unendlicher Variation entwickelten Doppelwandformen zelebrieren das Gefäß als geradezu kultisches Monument, das den umgebenden Raum auf sich bezieht. Seine grobe, mitunter rissige, weiße, graue oder braune Oberfläche steht in Kontrast zum oft nur zu einer kleinen Mulde reduzierten Innenraum, der fein, seidenmatt weiß glasiert ist.

  • Margret Schwab, CH-Bern

    Margret Schwab, CH-Bern

    14. Oktober – 20. November
    Schwärme von Fischen, Seepferdchen, Heuschrecken, Schmetterlingen, Käfern, Spinnen, Eintagsfliegen, Schildkröten und Fröschen überziehen die gedrehten Porzellanschalen von Margret Schwab (*1965). In rhythmischer Bewegung vereinnahmen sie ein Gefäß und ergreifen Besitz von ihm. Nach der Ausbildung an der Schule für Gestaltung in Bern hat sich die Keramikerin ganz der Malerei in der Tradition der Berner Töpfer verschrieben, die bis ins 16. Jahrhundert zurückreicht. Ihre Zeichnungen sind spontan, frisch, pfiffig, gefertigt mit Pinsel und Gummiball mit extra feiner Tülle.

2010

  • Berthold Neumann, Jestetten

    Berthold Neumann, Jestetten

    12. Februar – 21. März
    In der Wandstärke aufs äußerste reduziert und dazu noch durchlässig durch Gitterstäbe oder komplexe Lochmuster, zeigen die Schalen von Berthold Neumann (*1957) eine überraschende Leichtigkeit. Eine anscheinend rotierende Spirale im Zentrum der Form unterstützt den Eindruck der Schwerelosigkeit. Seit neuestem lässt der Keramiker zudem einfassende Ränder weg und verschiebt Achsen. Der Auflösungsprozess setzt sich immer mehr fort, ohne dass eine Form ihre Statik und Ebenmäßigkeit verliert.

  • Susanne Kallenbach, Felde

    Susanne Kallenbach, Felde

    26. März – 2. Mai
    In den Strukturgefäßen und freien Tonobjekten von Susanne Kallenbach (*1957) finden die dem Material Ton innewohnenden Eigenschaften unmittelbar Ausdruck. Ihre Arbeiten erinnern auf den ersten Blick an Gegebenheiten in der Natur. Bei näherer Betrachtung sind jedoch dezidiert grafische und malerische Qualitäten zu erkennen. Rau und rissig gestaltete Außenwände finden in glatten Innenwänden ihr Gegenüber. Augenscheinlich Erdiges und Schweres überrascht durch die Leichtigkeit eines dünn ausgedrehten Scherbens.

  • Michele Cesta, CH-Herzogenbuchsee

    Michele Cesta, CH-Herzogenbuchsee

    7. Mai – 20. Juni
    Michele Cesta (*1955) dreht seine Unikat-Gefäße aus Steinzeug oder Porzellan: wohl gespannte, gerundete Formen, die sich von schmalem, doch sicherem Stand erheben und in weiter Öffnung oder mit engem Wulstrand enden. Oft gliedert eine Einziehung oder ein Absatz die sonst weich verlaufende Silhouette. Eine sparsame, geradezu minimalistische Kompositionsarbeit von unverwechselbar souveränem Formgefühl lässt den Einfluss seines Lehrers an der Schule für Gestaltung in Bern, Volker Ellwanger aus Lenzkirch, noch erahnen.

  • Thomas Naethe + Rita Ternes, Utzenrath

    Thomas Naethe + Rita Ternes, Utzenrath

    25. Juni – 15. August
    Rita Ternes (*1955) schneidet Tonplatten auf und legt sie zu immer neuen Tütenformen zusammen, die vom Wechselspiel gravierter Linien und sandiger Farben, scharfer Kanten und schattenreicher Flächen leben. Thomas Naethe (*1954) dreht dagegen seine Gefäße mit gleichmäßig aus- und einschwingender, konvexer und konkaver Kontur. Ringe betonen die Horizontale. Seit 1982 arbeiten beide in gemeinsamer Werkstatt und zählen zu den führenden Keramikern Deutschlands, mehrfach mit Preisen ausgezeichnet.

  • Sybille Abel-Kremer, Leipzig

    Sybille Abel-Kremer, Leipzig

    20. August – 3. Oktober
    Dass es einer der großen Lehrer der deutschen Keramik war, Volker Ellwanger an der Universität Mainz, der ihr Augen und Sinn für die gültigen Qualitäten des keramischen Gefäßes öffnete, betrachtet Susanne Abel-Kremer (*1954) als einen Glücksfall. Sie dreht ihre handfesten, starkwandigen Formen zumeist aus schamottiertem, eisenhaltigem Steinzeugton und beschränkt sich auf wenige Typen. Angetan mit Shino-, Feldspat- und Eisenglasuren, zeigen ihre Gefäße einzigartige, lebendig geschichtete Glasuren von gedeckter, vielfach unreiner Farbigkeit – Ergebnisse gesteuerten Zufalls beim hohen Reduktionsbrand.

  • Martina Sigmund-Servetti, Heilbronn

    Martina Sigmund-Servetti, Heilbronn

    8. Oktober – 28. November
    Martina Sigmund-Servetti (*1962) spürt den eigenwilligen Eigenschaften des Materials Porzellan nach, wenn sie einerseits Formen auf der Drehscheibe laufen lässt, sie diese andererseits aber in einer klaren Formgebung zu fassen sucht. Besondere Merkmale wie Transparenz und Dichte, Härte und Leichtigkeit reizt sie aus und sucht gleichzeitig Kontraste durch glatte und strukturierte, naturbelassene und glasierte Flächen. Durch Hinzufügung von Metallen und Salzen im sogenannten Kapselbrand treten zum natürlichen Weiß des Porzellans farbliche Akzente.

2009

  • Anne Bulliot, F-Strasbourg

    Anne Bulliot, F-Strasbourg

    13. Februar – 29. März
    Die Ausstellung in Staufen markiert den Abschluss einer langjährigen Entwicklung und die gleichzeitige Neuorientierung von Anne Bulliot (*1961), die das Arbeiten an den ursprünglich aus der Gefäßkeramik hervorgegangenen Skulpturen aufgibt. Zuletzt schuf sie wuchtige, zottig ausgefranste, vom Rauch geschwärzte Objekte aus Steinzeugton, die eine zart rötlich weiße, seidenmatt polierte Kuppe ähnlich einer eisigen Schneedecke aufweisen. Die neuen Objekte sind aus hellem Ton mit weißem Überzug, kombiniert mit Eisendraht, und von überraschend spielerischer Leichtigkeit.

  • Markus Klausmann, Waldkirch-Siensbach

    Markus Klausmann, Waldkirch-Siensbach

    3. April – 17. Mai
    Typisch für Markus Klausmann (*1960) sind geschnittene, kubische Formen oder auch runde mit asymmetrisch geschwungener Wandung. Die matt dunklen Arbeiten mit lebendigen Spuren vom Feuer und natürlichen Materialien kommen aus dem Salzkapselbrand im Gasofen. Andere Stücke zeigen das kühle Weiß der Shino-Glasur, aufgetragen auf warmem, intensiven Orangerot. Assoziationen mit der Natur sind Klausmann wichtig. Für solche Stücke erhielt er 1999 den 1. Preis beim  Offenburger Keramikwettbewerb. Aus der Erfahrung beider Techniken entstanden jüngst mattblaue Porzellane mit weißer Zeichnung.

  • Si-Sook Kang, Neumünster

    Si-Sook Kang, Neumünster

    29. Mai – 12. Juli
    Die im norddeutschen Kellinghusen lebende Koreanerin Si-Sook Kang (*1962) wollte nach ihrem Industriedesign-Studium in Seoul in die USA. Beim Zwischenstopp in Deutschland kam sie zur Keramik und studierte bei Johannes Gebhardt an der Muthesius-Hochschule in Kiel. Hier erst befasste sie sich mit der jahrhundertealten Keramiktradition Koreas und widmete sich, inspiriert durch historische Urnenformen und Zeremonialgefäße ihrer Heimat, dem Thema Deckelgefäß. Charakteristische Formen werden schwere Kugelkörper mit Glasuren des klassischen Repertoires Ostasiens, Seladon oder Temmoku.

  • Antje Brüggemann, Schenklengsfeld

    Antje Brüggemann, Schenklengsfeld

    17. Juli – 30. August
    Die Schülerin von Jan Bontjes van Beek und Walter Popp, Antje Brüggemann (*1941), gehört selbst zu den international erfolgreichsten deutschen Keramikerinnen, ist Mitglied der „Académie Internationale de la Céramique“ und der Vereinigung deutscher Keramiker „Gruppe 83“. Die sich früh andeutende Vorliebe für klare Flächen und Formen bestimmt heute ihr originäres Werk aus stereometrischen Körpern. Durch leicht konkave oder konvexe Wölbungen ebenso wie durch Flächen in einer individuellen Intarsientechnik aus eingefärbten Tonen spielt sie geistvoll mit optischen Irritationen.

  • Sandra Häuptli, CH-Basel

    Sandra Häuptli, CH-Basel

    4. September – 18. Oktober
    Bücherregal und Sessel –  Leselampe, Waschmaschine und Wäschekorb –  Kühlschank, Herd und Spülbecken – Sandra Häuptli (*1974) gibt Einblicke in Wohnungen und erzählt damit von Menschen. Stühle stehen formelhaft für die Bewohner ihrer Häuser, spiegeln gesellschaftlichen Status und soziale Situation wider. Seit Jahren beschäftigt die Keramikerin das Thema Mensch und Haus. Windschief und entgegen jeglicher baulicher Norm möchten ihre Architekturen Zeugnisse individuellen Lebens sein und zeigen mitunter Traumwelten.

  • Aisaku Suzuki, Breisach

    Aisaku Suzuki, Breisach

    23. Oktober – 29. November
    Der Student der französischen Sprache und Literatur und Keramiker aus Kyoto kommt 1968 nach Europa, um die Kultur dort näher kennenzulernen. Noch im selben Jahr wird er Mitglied der 1958 gegründeten „Académie Internationale de la Céramique“. Seit 1979 lebt Aisaku Suzuki (*1932) in Breisach und sucht das Wesen japanischer Teekeramik zu vermitteln, schafft entsprechende Steinzeuggefäße mit erlesenen Glasuren. In Staufen zeigt er zudem neue, weiß glasierte Porzellanskulpturen: Formen ohne Bezug zur gegenständlichen Wirklichkeit und doch der Natur so nahe.

2008

  • Sabine Kratzer, Scholen

    Sabine Kratzer, Scholen

    15. Februar – 30. März
    Sabine Kratzer (*1960), ausgebildet in der traditionsreichen Werkstatt von Hans und Renate Heckmann in Schwäbisch Hall, lebt seit 1997 unweit von Bremen inmitten von Streuobstwiesen, Rosen und Kamelien. Dort entstehen zarte, blütengleiche Gefäße aus hauchdünnem, reinweißem Porzellan: ihre Dancing Souls, die das Lichtspiel geradezu herausfordern, und ihre Roseplates mit dicht aneinandergereihten, gewickelten Röschen. Außerdem gibt es seit 2008 einen Holzofen, in dem rustikale Keramiken mit farbigen Porzellanengoben dem lebendigen Spiel des Ascheanflugs ausgesetzt sind.

  • Violette Fassbaender, CH-Basel

    Violette Fassbaender, CH-Basel

    4. April – 11. Mai
    Acht Jahre sammelte Violette Fassbaender (*1958) Erfahrungen in Japan, bis sie 1986 nach Basel zurückkehrte. Ihre ein- oder mehrteiligen, steinähnlichen Formen aus frei modellierten Flächen zeigen raffinierte Strukturen. Eingewalzte Tonstücke verwandeln monochrome in abstrakte Bilder, neuerdings auch in Porzellanweiß. In ihrer Gestaltung sucht die Keramikerin den Prinzipien der Natur nachzuspüren. Ihr besonderes Interesse gilt der Ordnung des Ungeordneten, Veränderungen im Licht, bei Wind und Wetter. Rasch fand die Baslerin internationale Anerkennung, wurde Mitglied der „Académie Internationale de la Céramique“.

  • Pierre Dutertre, F-Ollioulles

    Pierre Dutertre, F-Ollioulles

    16. Mai – 6. Juli
    Unweit der Côte d’Azur lebt Pierre Dutertre (*1956), dessen Arbeiten durch eine außergewöhnliche Bemalung auffallen. Mit raschem, leichtem Strich skizziert er seinen Garten, die Blumen, die weinumrankte Terrasse, in deren Laub das warme Sonnenlicht Südfrankreichs reflektiert wird. Farbtupfer deuten die Blüten von Stauden und Topfpflanzen an. In duftiger Malerei bannt Dutertre seine Motive auf Ziegel und Platten aus hochgebranntem Steinzeug – Ausschnitte der Natur, die als mehrteilige Wandarbeiten beliebig fortsetzbar scheinen.

  • Christine Atmer de Reig, Mettmann bei Düsseldorf

    Christine Atmer de Reig, Mettmann bei Düsseldorf

    11. Juli – 24. August
    DIe klassisch schlichten Formen von Christine Atmer de Reig (*1935) tragen altchinesische Glasuren wie Seladon, Ochsenblut und Temmoku. Geringe Abweichungen vom Regelmäßigen, der zarte Anflug einer Farbveränderung, flüchtig gesetzte Pinselstriche machen den Charme dieses fernöstlich inspirierten Porzellans und Steinzeugs aus. Die Schülerin bedeutender Keramiker wie Otto Lindig und Jan Bontjes van Beek an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg wurde mehrfach mit Staatspreisen ausgezeichnet.

  • Petra Bittl, Bonn

    Petra Bittl, Bonn

    29. August – 12. Oktober
    Petra Bittl (*1970) gehört zu den eigenwilligsten Keramikerinnen Deutschlands. Nach ihrer Ausbildung am Institut für künstlerische Keramik und Glas in Höhr-Grenzhausen gründete sie 2003 ihre eigene Werkstatt in Bonn. Zielsicher verfolgt sie ihren Stil und erhält u. a. den Staatpreis NRW. Zuletzt hat sie sich der klassischen Gefäßkeramik angenähert und ist doch weit von ihr entfernt. Hälftige Vasenformen gleichen schreitenden Gewandfiguren, die in breiter Pose Raum ergreifen. Feine Muster, horizontale Linien und Bänder gliedern eine Figur und wecken Assoziationenen an die alten Kulturen Afrikas.

  • Christine Hitzblech, Stutensee bei Karlsruhe

    Christine Hitzblech, Stutensee bei Karlsruhe

    17. Oktober – 30. November
    Christine Hitzblech (*1966) hat sich zwei Arbeitsfelder ausgesucht, wie sie unterschiedlicher kaum sein können: Porzellan und Raku. Hier der Inbegriff von Eleganz und Leichtigkeit, dort die archaische Gewalt des Feuers, das auf den Gefäßen seine Spuren hinterlässt. Das Porzellan formt die Scheibentöpferin zu zarten Schalen und belebt diese durch ein leichtes Relief oder Goldflächen. In Rakutechnik fertigt sie aus zwei oder drei gedrehten Elementen montierten Vasen. Glasierte und unglasierte, glatte und raue Teile treten in ein sensibel ausgewogenes Verhältnis.

2007

  • Joachim Lambrecht, Großschönach

    Joachim Lambrecht, Großschönach

    2. Februar – 25. März
    Für den Keramiker, Bildhauer und Jazzmusiker Joachim Lambrecht (*1958) sind Einfachheit, Klarheit und Strenge die wichtigsten Kriterien seines Schaffens. Das gilt nicht nur für seine Vasen, Schalen und Dosen, die mit ihren irisierend rostroten Oberflächen Lebendigkeit und Wärme ausstrahlen sollen, sondern auch für seine graphitschwarzen skulpturalen Rippengefäße. “Gefäße sind für mich Plastiken, Keramik, also Ton ist das Material, zu dem ich die größte Affinität habe,” sagt der Keramiker, der bei 1050°C in Raku-Technik brannt und in Sägemehl räuchert.

  • Eva Koj, Mielkendorf

    Eva Koj, Mielkendorf

    30. März – 20. Mai
    Schrundige, rissige Oberflächen in Erdfarben auf dickwandigen Gefäßkörpern assoziieren Sonne und Wärme. Lebendig schwingende, aufgebrochene Kragen scheinen die Kraft und Bewegung ihres Entstehungsprozesses auf der Töpferscheibe festzuhalten. Eva Koj (*1962) stellt sich regelmäßig der Öffentlichkeit auf nationalen und internationalen Ausstellungen. Schon früh zeigt sie einen ausgeprägten Stil und sucht den Ausgleich zwischen symmetrischen und asymmetrischen Formen. Es wird zu ihrem Gestaltungsprinzip, die Strenge einer regelmäßigen mit der Freiheit einer unregelmäßigen Form zu verbinden.

  • Lydia Bartl + Florentine Kotter, München

    Lydia Bartl + Florentine Kotter, München

    25. Mai – 8. Juli
    Menschen und Tiere jagen hintereinanderher, purzeln durch die Lüfte, bedrohen oder begehren einander, verschmelzen zu skurilen Mischwesen. Solche und ähnlich Bilder überziehen die Schalen und Becher, Dosen und Teekannen der Keramikerin Lydia Bartl (*1959). Sie entsprangen der Phantasie von Florentine Kotter (*1955), die in symbolhaften Bildern das Leben mit seinen glücklichen und tragischen Momenten skizziert. Seit sieben Jahren arbeiten die beiden Münchnerinnen für ein paar Wochen zusammen und schaffen Variationen zu „Abenteuern und Idyllen auf Keramik“.

  • Horst Göbbels, Krefeld

    Horst Göbbels, Krefeld

    13. Juli – 25. August
    Der Bildhauer und Keramiker Horst Göbbels (*1939) begann 1977 mit seiner Dozentur für Porzellantechnik an der FH Niederrhein im Fachbereich Design – damals entgegen dem allgemeinen Trend – diesem Material eigene Gestaltungsspielräume bei der handwerklichen Bearbeitung auszutesten. Seine hauchdünnen Gefäße und Skulpturen mit eingestochenen Lochmustern und fein ausgesägten Linien und Öffnungen von akribischer Perfektion werden vielfach mit internationalen Preisen bedacht. Zu seinem Markenzeichen werden gezäckelte Linien, durch Vibration von Werkzeugen am rotierenden Gefäßkörper erzeugte.

  • Lutz Könecke, Kassel

    Lutz Könecke, Kassel

    30. August – 14. Oktober
    Zwei gleichartige Schalen oder Vasenformen sind spiegelbildlich an Füßen oder Öffnungen zusammengefügt. Gruppen solcher Gefäße in Mattschwarz und Mattweiß werden Teil einer Installation, die zum Nachdenken über Formbildung und Formwandlung keramischer Gefäße geradezu auffordert. Lutz Könecke (*1973), Urenkel des Bauhausschülers Otto Lindig, knüpft mit seinen Arbeiten an große deutsche Keramiker wie Walter Popp in Kassel und Jan Bontjes van Beek in Hamburg an. Der vielversprechende Schüler von Ralf Busz und Urs Lüthi an der KHS Kassel macht sich gerade selbständig.

  • Stefan Bang, Schliengen-Mauchen

    Stefan Bang, Schliengen-Mauchen

    19. Oktober – 30. November
    Wie kein anderer hat sich Stefan Bang (*1954-2016) ausschließlich dem atmosphärischen Brennen im Salzofen verschrieben, der Fertigung von Steinzeug mit Anflugglasuren. Im Zusammenspiel von eigens entwickelten Tonen, Salz und offenem Feuer bei einer Temperatur bis zu 1300° C gelingen ihm seltene hellbraun bis orange und rot geflammte Oberflächen mit lebendigen Strukturen. Ebenso bewegt, fast tänzerisch wirken seine Formen mit den aufgeworfenen Profilen, runden Böden und unregelmäßigen Rändern, in deren strenger Gliederung sich die geübte Hand des Töpfers zeigt.

2006

  • Ursula + Karl Scheid, Büdingen-Düdelsheim

    Ursula + Karl Scheid, Büdingen-Düdelsheim

    3. Februar – 19. März
    In der 1958 gegründeten Werkstatt von Ursula (*1932-2008) und Karl Scheid (*1929-2019) in Büdingen entstehen Unikat-Gefäße von allererster technischer und ästhetischer Güte. Durch ihren staunenswerten Erfindungsreichtum in Form, Dekor und Glasurbehandlung setzen sie höchste Maßstäbe in der deutschen Keramik. Vielfach ausgezeichnet, ist der Name Scheid bis heute einer der wenigen aus der deutschen Nachkriegskeramik, der internationalen Ruf und weltweites Renommée genießt – nicht zuletzt durch die Zugehörigkeit zur legendären „London-Gruppe“.

  • Inke + Uwe Lerch, Bünsdorf bei Rendsburg

    Inke + Uwe Lerch, Bünsdorf bei Rendsburg

    24. März – 7. Mai
    Nach dem Studium der Werbegrafik, Freien Grafik, Malerei und Keramik bei Johannes Gebhardt an der Muthesius-Werkkunstschule in Kiel gründen Inke (*1946) und Uwe Lerch (*1942) 1971 eine gemeinsame Werkstatt und verfolgen dennoch ihren je eigenen Stil. Nach Staufen bringt sie ihre Gefäße mit geometrischen Mustern mit, die immer aufs Neue in ihrer perspektivischen Raffinesse auf gewölbten Formen überraschen. Seine Gefäße sind monochrom, dickwandig, skulptural und teils von kräftiger Farbgebung. Mit keilförmigen Einschnitten setzt er skulpturale Akzente.

  • Billa Reitzner, München

    Billa Reitzner, München

    12. Mai – 9. Juli
    Einer breiteren Öffentlichkeit wird Billa Reitzner (*1961) zehn Jahre nach Werkstattgründung in München 2003 durch den Diessener Keramikpreis bekannt, als sie erstmals ihre neuen “Stoffporzellane” präsentiert: hauchdünne Vasen und Schalen, die ihren Ursprung in zusammengenähten Leinen- oder Strickstoffen noch erahnen lassen. Die haptisch reizvollen, dünnen und transparenten Porzellane gewinnen durch leichtes „Umsinken“ im Brand bei 1260° C ihre grazile individuelle Form. Sie stellen Momentaufnahmen der Bewegung dar, der hier bewusst Raum gegeben wird.

  • Johannes Peters, Freiburg

    Johannes Peters, Freiburg

    14. Juli – 27. August
    Johannes Peters (*1966) will eigentlich Kunst studieren und Bildhauer werden. Ermutigt von der vielseitigen und weltoffenen Töpferin Ika Schilbock in Freiburg, wird das keramische Gefäß zur Grundlage seines Schaffens. Von Pierre Dutertre und Jean-Nicolas Gérard in Südfrankreich erhält er entscheidende Impulse für die Entwicklung eines Stils von eigener Dynamik. Wie seine Lehrer liebt er das Ungezwungene, wie selbstverständlich Aussehende und scheinbar Spontane bis an die Grenzen des noch Vertretbaren. Der Dießener Keramikpreis hat ihn gerade auf seinem Weg bestätigt.

  • Anke Schulz, Berlin

    Anke Schulz, Berlin

    1. September – 8. Oktober
    Nach Töpferlehre und Studium an der Akademie für gestaltende Handwerke in Achen gründet Anke Schulz (*1963) im Jahr 2000 ihre Werkstatt für „feines Porzellan“ in Berlin. Handwerklich und formal verfolgt sie einen strengen Minimalismus, dreht ihre Zylinder und Kummen mit äußerster Präzision aus Limoges-Porzellan. Feine Riefen oder formumspielende Rillen gliedern und rhythmisieren ihre seidenmatten Gefäße, machen sie zu einem haptischen Vergnügen, erzeugen ein dezentes Licht- und Schattenspiel, ebenso wie eine umlaufend gestempelte Schrift in arabischen Lettern, in Blindenschrift, in Morse oder Gebärdensprache.

  • Thema Porzellan: Körperschmuck und Gefäße

    Thema Porzellan: Körperschmuck und Gefäße

    13. Oktober – 26. November
    Während ihrer Ausbildung an der Hochschule für Gestaltung, Abteilung Schmuck und Objekte der Alltagskultur, in Pforzheim lernen Corinna Dolderer (*1973), Katrin Jäger (*1973), Tanja Niedermann (*1975) und Katharina Schreck (*1974) das Material Porzellan kennen. Sie integrieren es nicht nur in ihre Schmuckgestaltung, sondern es entstehen auch Gefäße und Objekte. Dazu wird die Keramikerin Sonngard Marcks (*1959) eingeladen. Für sie sind Schmuck und Gerät seit Jahren aufs engste miteinander verknüpft, wie zuletzt in der Installation mit Gefäß, Früchten und Kette als Hommage an Frida Kahlo sichtbar.

2005

Claus Tittmann, Thurnau · Eva Stoll, Bernau · Dorothee Pfeifer, Trossingen · Gabriele Koch, GB-London · Frauke Alber, Bremen · Sebastian Scheid, Büdingen
 

2004

John Goo, Münstertal · Astrid Gerhards, Bonn · Stefan und Monika Fitzlaff, Kirchberg-Mistlau · Magy Reist-Krebs, CH-Bottmingen · Fritz Roßmann, Höhr-Grenzhausen · Jochen Rüth, Kaisheim-Altisheim
 

2003

Martin Schlotz, Laudert · Karla Hüneke, Bremen · Volker Ellwanger, Lenzkirch · Uwe Löllmann, Hilzingen · Herbert Wenzel, Oberderdingen · Arnold Annen, CH-Basel
 

2002

Monika Debus, Höhr-Grenzhausen · Nikolaus Gierend, F- Colmen/Lothringen · Alexander Dequis, Offenbach a. M. · Glauke Günther-Ott, Biberach · Enno Jäkel, Köln · Gerda Mazzi-Manger, Efringen-Kirchen
 

2001

Antje Wiewinner, Osnabrück · Eva Maria Wagner, Pirmasens · Andrea Müller, Aschaffenburg · Karin Wittmann, Bad Kreuznach · Aisaku Suzuki, Breisach · Karin Bablok, Bremen
 

2000

Ellen Schöpf, Freiburg · Görge Hohlt, Katzbach · Veronika Ellwanger, Lenzkirch · Frank Schillo, Bornheim-Merten · Manfred Emmenegger-Kanzler, Ottersweier

Themenausstellung "ganz schön flach", Keramikforum Freiburg mit Georg Hach, Seelbach · Dvora Gazit, Freiburg · Jörg Treiber, Ettenheim · Markus Klausmann,  Waldkirch-Siensbach · Marie-Luise Bodirsky, Vogtsburg-Oberrottweil · Amelie Jendricke, Denzlingen · Ika Schilbock, Freiburg · Medi Zimmermann, Steinen-Hofen · Gottfried Krause, Freiburg · Frauke Reutter, Freiburg · Maria Philippi, Freiburg
 

1999

Eva Lacour und Paul Dinger, Anschau · Ika Schilbock, Freiburg · Thomas Bohle, A-Dornbirn · Antje Schimpfle, Freiburg · Mathies Schwarze, CH-Oeschgen

Themenausstellung "Das geschlossene Gefäß": Keramikforum, Freiburg mit Marie-Luise Bodierski, Vogtsburg-Oberrottweil · Glauke Günter-Ott, Biberach/ Baden · Georg Hach, Seelbach · Markus Klausmann, Waldkirch-Siensheim · Johannes Peters, Freiburg · Ika Schilbock, Freiburg · Theo Schipp, Waldkirch-Kollnau · Jörg Treiber, Ettenheimmünster
 

1998

Medi Zimmermann, Steinhofen-Hofen · Markus Klausmann, Waldkirch-Siensbach · Bernhard Roth, Kandern-Sitzenkirch · Georg Hach, Seelbach

Themenausstellung"Blumentöpfe" mit Stefan Bang, Mauchen · Anette Behrens-Kamateh, Bad Krozingen · Hanna Ganter, Münstertal · Antonia Kienzler, Hausach · Vreni Messerschmidt, Kandern · Maria Philippi, Freiburg · Ika Schilbock, Freiburg · Jan und Britta Tjardes, Müllheim · Medi Zimmermann, Steinen-Hofen · Ellen Korth, Freiburg
 

1997

Eva Stoll, Bernau · Elsbeth Schawalder, Freiburg

Themenausstellung "Mokka, Tee, Kaffee" mit Stefan Bang , Schliengen-Mauchen · Markus Klausmann, Waldkirch-Siensheim · Johannes Peters, Freiburg · Aisaku Suzuki, Breisach
 

1996

Hanna Ganter, Münstertal