Jochen Rüth

KraftSpuren

Jochen Rüth – KraftSpuren

Studioausstellung, 9. April – 16. Mai 2021

Aktueller Hinweis

Der Ausstellungsbesuch ist nach Terminvereinbarung möglich! Bitte nehmen Sie Kontakt mit uns auf: Tel. +49 (0)7633 6721 oder Mail an keramikmuseum-staufen@t-online.de

Am Sonntag, den 16. Mai, laden wir Sie um 15 Uhr herzlich zur Finissage unter freiem Himmel ein! Die Ausstellung ist wie gewohnt von 12-17 Uhr geöffnet. Jochen Rüth wird ab 14 Uhr in seiner Ausstellung anzutreffen sein und freut sich auf Gespräche mit Ihnen.

Mitte der 1980er Jahre richtete der gebürtige Würzburger Rüth sich eine erste eigene Werkstatt ein, frühe Anerkennung fand er mit dem Richard-Bampi-Preis. Dass Jochen Rüth ein „Selbstlerner“ sei, liest man. Er ist kein Autodidakt, aber es zeichnet ihn die Neugier, die Eigenheit des Autodidakten aus. Vorgeschriebene Wege kennt er nicht. Die Faszination für den plastischen Werkstoff Ton treibt den Keramiker an, der nun seit mehr als zwei Jahrzehnten in Altisheim bei Donauwörth lebt und arbeitet. Im Keramikmuseum Staufen stellte er 2004 schon einmal aus. Diesmal zeigt er hier, wie er auf kraftvoll gedrehten porzellanenen Gefäßkörpern den alten chinesischen Ochsenblut- und Seladonglasuren innovative Schattierungen abgewinnt. Den komplementären Kontrast dazu bilden seine rau-schrundigen, freiplastischen Vasen. Wie ein abrupter Aufbruch ins Unbekannte stehen sie vor Augen.

Vulkanisches Gestein fällt einem bei den zerklüfteten Vasen ein. Die unberechenbare Kraft der Natur findet darin ein Echo. Und in ihrer Dynamik korrespondieren diese naturhaften Dinge doch auch mit den Glasurflüssen auf dem schön gerundeten Porzellan. Diese gestaltet Rüth denkbar frei, so als würden die Farben noch ununterbrochen, Tropfen und Nasen bildend, gegen den unbedeckten Gefäßfuß hin rinnen. Der gebundenen Form fügt er mit sicherer Hand dies informelle Bild hinzu.

Vom 9. April bis zum 16. Mai zeigt Jochen Rüth seine Gefäße im Studio des Keramikmuseums Staufen. Corona-bedingt kann leider keine Vernissage stattfinden. Der Besuch der Ausstellung ist nach Terminvereinbarung möglich. Die Rede des Kunstkritikers Volker Bauermeister liegt aus.

Keramikmuseum Staufen

Wettelbrunner Str. 3
79219 Staufen
T +49 (0)7633 6721

Öffnungszeiten
Mi–Sa 14–17 Uhr
So 12–17 Uhr

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Vorschau Studioausstellungen 2021

  • Andreas Steinemann, CH-Lenzburg

    Andreas Steinemann, CH-Lenzburg

    Der perfekte Schnitt
    21.05. – 04.07.2021
    Der international ausgezeichnete Keramiker Andreas Steinemann (*1957) aus Lenzburg/ CH wurde durch seine großartigen Porzellangefäße in Neriage-Technik bekannt. Mit seinen Schlaufenschalen entfernte er sich 2008 von der traditionell runden Keramik und wandte sich gleichzeitig der künstlerisch anspruchsvollen Kleinserie zu. Auch seine neuesten Modelle wie die Twistvase lassen erkennen, dass der nach seinem Grafikstudium über die Malerei und Skulptur zur Keramik gekommene Porzellankünstler zur Ideenfindung bevorzugt mit Papierschnitten arbeitet.
  • Lena Biesalski, Hohen Viecheln

    Lena Biesalski, Hohen Viecheln

    Alltagsnotizen
    09.07. – 22.08.2021
    Die in Halle Burg Giebichenstein ausgebildete Keramikerin Lena Biesalski (*1984) aus Hohen Viecheln ist eine Geschichtenerzählerin. In Bildausschnitten und Satzfragmenten, die sich um ihre zumeist ovalen Gefäße ziehen, reflektiert sie über zwischenmenschliche Beziehungen und Emotionen. Erinnerungen und aktuelle Ereignisse fließen mit ein. Das Ausschnitthafte in Bild und Text lässt dem Betrachter viel Raum für eigene Gedanken und Fantasien. Die reduzierte Farbigkeit schafft zugleich Distanz, auch bei ihren Keramikobjekten. 
    9.-11.Juli Aktionstage des Keramikmuseums unter Mitwirkung von Lena Biesalski
  • Jérôme Hirson, F - Pussigny

    Jérôme Hirson, F - Pussigny

    Von der Langsamkeit
    27.08. – 10.10.2021
    “Eins mit der Materie sein und die Langsamkeit der Gesten neu erlernen,” so beschreibt der Töpfer Jérôme Hirson (*1971) aus Pussigny/ F seine Arbeit. Wie seine Lehrmeisterin Dauphine Scalbert mit der Töpfertradition Koreas verbunden, fertigt er vor allem Platten, Schalen und Jarre für die Tischkultur und wählt dafür bewusst den Handaufbau. Die Klarheit der Linien und die Unvollkommenheit der Oberfläche bestimmen die Ästhetik seiner Gefäße, die sich durch eine äußerst reduzierte, archaische Formensprache und Farbigkeit auszeichnen.
  • Judith Bloedjes, NL-Leiden

    Judith Bloedjes, NL-Leiden

    rings and curls
    15.10. – 28.11.2021
    Der Kreis als Symbol für Vollkommenheit und Harmonie ist für die Scheibentöpferin Ausgangspunkt jeder Arbeit. Gleichzeitig bestimmen die besonderen Eigenschaften des Porzellans, das Weiche und Bildsame, die Ästhetik ihrer Kunst. Judith Bloedjes (*1968) aus Leiden/ NL spielt mit geraden und gebogenen, harten und weichen Linien und Formen im Kontrast. Außergewöhnliche Schmuckarbeiten, Tafelgeschirr und Wandobjekte strahlen eine besondere Sinnlichkeit und Emotionalität aus, die zudem in Installationen oder Performances Ausdruck findet.

Bildergalerie

Zwei Werke von Jochen Rüth, Skulpturale Vasen
Porzellanschalen von Jochen Rüth
Skulpturale Vase von Jochen Rüth
Skulpturale Vase von Jochen Rüth
Verschiedene Werke aus Porzellan von Jochen Rüth, mit Ochsenblutglasur
Verschiedene Porzellan-Werke von Jochen Rüth, mit Seladonglasur