Lea Georg

Neue Objekte

Lea Georg – Neue Objekte

Studioausstellung, 16. Oktober – 29. November 2020

Aktueller Hinweis: Der Lockdown zwang Lea Georg aus Zürich, ihre Studioausstellung nach nur zwei Wochen zu schließen. Wir hoffen, Ihre Arbeiten Ende März noch einmal zeigen zu können. Die Bildergalerie bietet Ihnen derweil einen Rundgang durch die Ausstellung. 

Auf den schnellen gesellschaftlichen und weltpolitischen Wandel antwortet Lea Georg mit Intuition und Improvisation. Die Flüchtlingskrise ließ sie über den Verlust von Vertrautem und das Aushalten von grenzenloser Offenheit reflektieren. Assoziativ aufeinander getürmte oder ineinander verschachtelte Körper in Wellpappenoptik machen die empfundene Realität von Wandel und Unsicherheit auf sinnliche Weise erfahrbar. Auch die Corona-Pandemie fordert dazu heraus, das Gewohnte und Erlernte zu überdenken. Der Mensch muss sich der Natur neu stellen, so in der aktuellen Installation „Sie kamen und beeinflussten unser Leben“.

Die Arbeiten von Lea Georg aus Zürich haben sich in den letzten Jahren sehr verändert. Noch 2013 zeigte sie im Studio ihre hälftig ineinandergreifenden Vasen von großer Klarheit und Perfektion, gleich einer klassizistischen Architektur. In jüngerer Zeit kamen Gefäßkörper ganz anderer Bauweise hinzu, bei der die Künstlerin Emotionen unmittelbar zum Ausdruck bringen kann. Grund genug, sie noch einmal nach Staufen einzuladen.

Keramikmuseum Staufen

Wettelbrunner Str. 3
79219 Staufen
T +49 (0)7633 6721

Öffnungszeiten
Mi–Sa 14–17 Uhr
So 12–17 Uhr

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Vorschau Studioausstellungen 2021

  • Christine Duncombe-Thüring, Wiesbaden – FarbRäume

    Christine Duncombe-Thüring, Wiesbaden – FarbRäume

    19.02. – 04.04.2021 (Pandemie-bedingt verschoben auf 2022)
    Ihre Keramiken sind Malerei auf Ton. Dichte, farbintensive Kompositionen mit Reliefs und Zeichnung erstrecken sich über ihre runden oder flachen Gefäße. Muster werden in den Ton gewalzt, Platten zerschnitten und neu zusammengesetzt, Porzellan- und Sinterengoben mit dem Pinsel oder Spachtel aufgetragen und mit feiner Zeichnung oder Ritzung verbunden. Die Arbeiten der an der FHS Wiesbaden ausgebildeten Keramikerin und Malerin Christine Duncombe-Thüring (*1957) sind das Ergebnis intensiver Oberflächenbearbeitung.
  • Jochen Rüth, Altisheim – KraftSpuren

    Jochen Rüth, Altisheim – KraftSpuren

    09.04. – 16.05.2021
    Der Grenzgänger zwischen Gefäß und Plastik, der das Material Ton bevorzugt in seiner Natürlichkeit und Erdhaftigkeit zur Wirkung kommen lässt, hatte bereits 2004 im Studio ausgestellt. Dieses Mal bringt er vor allem Porzellane mit klassischen chinesischen Glasuren wie Seladon und Ochsenblut mit. Auf gewohnt kräftigen Drehkörpern betont Jochen Rüth (*1960) aus Altisheim den Glasurfluss mit stehenden Rändern und Tropfen. Die japanische Hidasuki-Technik, die Zeichnung verbrannter Strohhalme, erlaubt ihm, seiner Vorliebe für die Kalligrafie zu folgen.
  • Andreas Steinemann, CH-Lenzburg – Der perfekte Schnitt

    Andreas Steinemann, CH-Lenzburg – Der perfekte Schnitt

    21.05. – 04.07.2021
    Der international ausgezeichnete Keramiker Andreas Steinemann (*1957) aus Lenzburg/ CH wurde durch seine großartigen Porzellangefäße in Neriage-Technik bekannt. Mit seinen Schlaufenschalen entfernte er sich 2008 von der traditionell runden Keramik und wandte sich gleichzeitig der künstlerisch anspruchsvollen Kleinserie zu. Auch seine neuesten Modelle wie die Twistvase lassen erkennen, dass der nach seinem Grafikstudium über die Malerei und Skulptur zur Keramik gekommene Porzellankünstler zur Ideenfindung bevorzugt mit Papierschnitten arbeitet.
  • Lena Biesalski, Hohen Viecheln – Alltagsnotizen

    Lena Biesalski, Hohen Viecheln – Alltagsnotizen

    09.07. – 22.08.2021
    Die in Halle Burg Giebichenstein ausgebildete Keramikerin Lena Biesalski (*1984) aus Hohen Viecheln ist eine Geschichtenerzählerin. In Bildausschnitten und Satzfragmenten, die sich um ihre zumeist ovalen Gefäße ziehen, reflektiert sie über zwischenmenschliche Beziehungen und Emotionen. Erinnerungen und aktuelle Ereignisse fließen mit ein. Das Ausschnitthafte in Bild und Text lässt dem Betrachter viel Raum für eigene Gedanken und Fantasien. Die reduzierte Farbigkeit schafft zugleich Distanz, auch bei ihren Keramikobjekten. 
    9.-11.Juli Aktionstage des Keramikmuseums unter Mitwirkung von Lena Biesalski
  • Jérôme Hirson, F - Pussigny – Von der Langsamkeit

    Jérôme Hirson, F - Pussigny – Von der Langsamkeit

    27.08. – 10.10.2021
    “Eins mit der Materie sein und die Langsamkeit der Gesten neu erlernen,” so beschreibt der Töpfer Jérôme Hirson (*1971) aus Pussigny/ F seine Arbeit. Wie seine Lehrmeisterin Dauphine Scalbert mit der Töpfertradition Koreas verbunden, fertigt er vor allem Platten, Schalen und Jarre für die Tischkultur und wählt dafür bewusst den Handaufbau. Die Klarheit der Linien und die Unvollkommenheit der Oberfläche bestimmen die Ästhetik seiner Gefäße, die sich durch eine äußerst reduzierte, archaische Formensprache und Farbigkeit auszeichnen.
  • Judith Bloedjes, NL-Leiden – rings and curls

    Judith Bloedjes, NL-Leiden – rings and curls

    15.10. – 28.11.2021
    Der Kreis als Symbol für Vollkommenheit und Harmonie ist für die Scheibentöpferin Ausgangspunkt jeder Arbeit. Gleichzeitig bestimmen die besonderen Eigenschaften des Porzellans, das Weiche und Bildsame, die Ästhetik ihrer Kunst. Judith Bloedjes (*1968) aus Leiden/ NL spielt mit geraden und gebogenen, harten und weichen Linien und Formen im Kontrast. Außergewöhnliche Schmuckarbeiten, Tafelgeschirr und Wandobjekte strahlen eine besondere Sinnlichkeit und Emotionalität aus, die zudem in Installationen oder Performances Ausdruck findet.

Bildergalerie